A-Jugendfußball

Stark begonnen, stark nachgelassen

Die Derbys zwischen Westfalia Herne (blauweiß) und DSC Wanne-Eickel gehörten zu den Höhepunkten der abgelaufenen Spielzeit.

Foto: Barbara Zabka

Die Derbys zwischen Westfalia Herne (blauweiß) und DSC Wanne-Eickel gehörten zu den Höhepunkten der abgelaufenen Spielzeit. Foto: Barbara Zabka

Nach verkorkster Rückrunde landen beide Bezirksligisten im Mittelfeld der Tabelle. Dem SCW fehlen die Spieler, dem DSC mitunter die Einstellung.

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Platz sechs und Platz sieben in der Abschlusstabelle der Bezirksliga 5, mit 30 und 28 Punkten. Aufsteiger TuS Haltern hatte am Ende mindestens doppelt so viele Zähler auf dem Konto wie die A-Jugendteams des DSC Wanne-Eickel und des SC Westfalia Herne. Die beiden Mannschaften aus dem Stadtgebiet landeten im Niemandsland der Tabelle. Das Saisonfazit entspricht dem Tabellenbild: gerade durchschnittlich.

Westfalia Herne

Vor der Saison wurde mit Stephan Böhm ein neuer Trainer präsentiert, den der SCW aus Schwerin loseisen konnte. Er sollte frischen Wind in die Jugendabteilung der Westfalia bringen. Doch dieser blies so frisch, dass Böhm bereits am ersten Spieltag nicht mehr Trainer der Westfalia war. „Es hat einfach nicht gepasst. Viele Dinge konnten nicht so schnell umgesetzt werden, wie Stephan Böhm es gerne gesehen hätte“, ließ Frank Gies verlauten, der zu diesem Zeitpunkt für den Herner Jugendvorstand sprach.

Der Nachfolger war bald gefunden, mit Ex-Profi Michael Hubner sogar ein richtig namhafter Trainer. Zu Beginn lief es jedoch nicht, fast den ganzen Oktober verbrachte das Hubner-Team auf einem Abstiegsplatz. Erst zwei Erfolge gegen den Lokalrivalen DSC Wanne-Eickel im Kreispokal und in der Liga, brachten die Blau-Weißen in die Spur.

Zwischenspurt mit fünf Siegen in Serie

Zum Ende des Jahres 2016 sprang der SCW mit fünf Siegen in Folge bis auf Tabellenplatz vier. Doch schon zum da zeichnete sich ein personeller Engpass ab, der sich 2017 noch verschlimmerte. Wann immer man Michael Hubner nach Rückrundenspielen zu seinem Fazit befragte, begann es – unabhängig vom Ergebnis – fast wortgleich. „Mir standen wieder nur zwölf Spieler zur Verfügung“, resignierte der Ex-Profi. Dass die Westfalia trotzdem nie ernsthaft in Abstiegsgefahr geriet, ist den letzten Aufrechten hoch anzurechnen. Wie Nick Hubner, der mit 23 Treffern Torschützenkönig der Bezirksliga 5 wurde. „Auf die zwölf oder 13 übergebliebenen Spieler konnte ich mich einhundert Prozent verlassen“, lobte Michael Hubner seine kleine Mannschaft, als der Klassenerhalt feststand.

In der kommenden Saison gibt es wieder einen Neustart. Mit Kevin Temme und seinem Team übernehmen hochmotivierte Trainer das Zepter. Der Aufstieg in die Landesliga ist das deutlich formulierte Saisonziel. „Alles andere wäre mit diesem Kader auch Unsinn“, unterstreicht Temme, der bereits zwei Spieler aus der Junioren-Bundesliga für den SCW gewinnen konnte.

DSC Wanne-Eickel

Im Winter noch klang DSC-Coach Dimitrios Tziampazakis ausgesprochen optimistisch. „Wir wollen in der Rückrunde noch ein paar Punkte mehr holen. Die Jungs sind auf einem guten Weg und wir sind sicher, dass wir unsere Ziele für 2017 umsetzen“, lautete seine Einschätzung nach starker Hinserie. Der DSC stand zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei. Doch den Erwartungen des Trainers wurde die junge Mannschaft nicht gerecht. Am Ende stand nur Rang sechs zu Buche, in der Rückrundentabelle hatte der DSC sogar nur zwei Punkte mehr auf dem Konto als Westfalia Langenbochum auf dem ersten Abstiegsrang.

DSC bringt Haltern die einzige Niederlage bei

Die 1:10-Niederlage am letzten Spieltag beim SV Horst-Emscher war der Abschluss einer verkorksten Halbserie. „Das war einfach nur grausam. Wir wissen, was die Jungs können, doch die richtige Einstellung fehlte“, war Co-Trainer Burak Bicer nach dem letzten Spiel konsterniert. Denn er wusste genau, was sein Team drauf hat. Am viertletzten Spieltag waren es nämlich die Wanner, die Aufsteiger TuS Haltern die einzige Saisonniederlage zufügten. „Der Torjubel im Anschluss an den 3:2-Siegtreffer in der Nachspielzeit war atemberaubend. Die Jungs haben die Schlussphase sehr routiniert runtergespielt und sich am Ende für eine Wahnsinns-Leistung selbst belohnt“, erinnert sich Bicer trotz der schwachen Rückserie immer noch gerne an diesen Moment.

Künftig übernimmt Olcay Gürz das Traineramt der A-Jugend, Dimitrios Tziampazakis und Burak Bicer lenken dann die Geschicke der DSC-B-Jugend in der Landesliga.

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