Fußball-Bezirksliga

SG Herne 70 will die Festung Vödestraße zurückerobern

Zuhause konnten die Sportfreunde Wanne-Eickel (weiß) bislang stets überzeugen, auswärts suchen sie noch ihre Form. Die muss auch Aufsteiger  SG Herne 70 nach drei klaren Niederlagen langsam wiederfinden.

Zuhause konnten die Sportfreunde Wanne-Eickel (weiß) bislang stets überzeugen, auswärts suchen sie noch ihre Form. Die muss auch Aufsteiger SG Herne 70 nach drei klaren Niederlagen langsam wiederfinden.

Foto: Klaus Pollkläsener / Funke Medien

Aufsteiger SG Herne 70 will nach drei Pleiten zuhause gegen TuS Heven die Trendumkehr schaffen. Sportfreunde Wanne sind in Linden gefordert.

SG Herne 70 - TuS Heven (So., 15 Uhr, Vödestraße). Mit drei guten Vorstellungen sind die Herner in ihr erstes Bezirksligajahr in der Vereinsgeschichte gestartet. Dann jedoch folgten eine Trendumkehr und drei weitere Spiele, die eher zum Abgewöhnen ausfielen. Die null Punkte und vor allem die 17 Gegentore in den letzten 270 Minuten sorgten jedenfalls bereits für ausgiebigen Analysebedarf. „Wir werden weiter im Team an uns arbeiten“, verspricht Trainer Sebastian Saitner. „Wir sind im Moment in einer schwierigen Phase.“ Vor allem die teilweise entblößte Hintermannschaft muss neu ausgerichtet werden und ihre klaffenden Lücken schließen. In jedem Fall blicke man wieder positiv auf die nächsten Aufgaben, so Saitner.

Zur nächsten Prüfung erwartet die SG 70 den Tabellensiebten vom TuS Heven auf dem eigenen Ascheplatz an der Vödestraße. Unter der Woche machte Heven noch mit einem 6:1-Paukenschlag im Testspiel gegen Oberligist SC Velbert auf sich aufmerksam. Dass mit Stephan Hornberger und Murad Nasri nun auch noch zwei wichtige Stützen verletzungsbedingt vorerst wohl nicht mehr werden helfen können, macht die aktuelle Situation sicher auch gerade nicht einfacher.

Doch auf eigener Anlage fallen Ausfälle noch etwas weniger ins Gewicht. Zwar ist die Festung zuletzt gegen Spitzenreiter SG Welper beim 0:5 gefallen. Gegen die Wittener soll die Vödestraße jedoch wieder zurückerobert werden.

CSV SF Bochum-Linden - Sportfreunde Wanne-Eickel (So., 15 Uhr, Hasenwinkeler Straße, Bochum). Die Leichtigkeit, die die Sportfreunde auf eigenem Platz bislang zelebrieren, die konnten sie bis dato noch nicht in die Fremde exportieren. Drei Heimsiegen stehen drei Auswärtsniederlagen gegenüber. Nun unternimmt die Mannschaft von Trainer Marco Jedlicka einen weiteren Versuch, die Erfolgsform mitzunehmen - und zwar nach Bochum-Linden.

Derbysieg könnte Rückenwind verleihen

Das jüngste 5:0 im Derby könnte den Sportfreunde-Talenten wieder einmal passenden Rückenwind verleihen. „Das war schön zu sehen, dass sich die Jungs für ihre gute Leistung auch mit Toren belohnt haben“, so Jedlicka. „Wenn es vier oder fünf mehr geworden wären, hätte sich auch niemand beklagen können.“ Nun gilt es jedoch, auch auswärts kühlen Kopf zu bewahren. Und das erst recht, wenn es - wie im letzten Auswärtsspiel in Wattenscheid - sprichwörtlich „ordentlich was auf die Socken“ gibt.

Linden wird nach zwei mittelmäßigen Bezirksliga-Jahren in dieser Saison eher weiter vorn erwartet. An den ersten Spieltagen stellten die Bochumer auch unter Beweis, dass mit ihnen zu rechnen sein könnte. Erst am vergangenen Sonntag wurde dem CSV bei Spitzenreiter SG Welper mit 0:5 die Grenzen aufgezeigt. Linden rangiert aktuell auf Platz vier, drei Zähler vor den Sportfreunden aus Wanne-Eickel.

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