Fussball - Bezirksliga

SG Herne 70 erlebt ein Wechselbad der Gefühle

Zum vierten Mal in Folge verlor die SG Herne 70 (li. Tom Cassebaum).

Zum vierten Mal in Folge verlor die SG Herne 70 (li. Tom Cassebaum).

Foto: Kerstin Buchwieser / FUNKE Foto Services

Eine 2:0- und 4:3-Führung reicht der SG Herne 70 gegen Heven nicht zum Sieg. Sportfreunde Wanne-Eickel bleiben auswärts ohne Erfolg.

SG Herne 70 - TuS Heven 4:5 (2:0). Angesichts der zuletzt drei schlechten Spiele in Folge (2:7, 0:5, 0:5) startete die SG 70 angespannt. Zudem zwangen zahlreiche Ausfälle die Mannschaft zu Umstellungen in der Formation. Doch es lief anfangs erfreulich rund.

„Die Jungs aus der zweiten Reihe haben sich gut eingebracht. Wir wollten im Vier-vier-zwei ein bisschen kompakter agieren und schnell umschalten“, erklärte Sebastian Saitner die Strategie. „In der ersten Halbzeit hat das super geklappt.“ Marc Ostermann (29./44.) schoss seine Farben mit 2:0 in Führung.

Eine „super Reaktion“ in der ersten Halbzeit

Saitner: „Das war wieder so wie man uns kennt, eine super Reaktion.“ Doch den Siebzigern stand nach der Halbzeit noch ein wahres Wechselbad der Gefühle bevor. Und ein Spiel ohne Happy End.

Heven reagierte ebenfalls stark und zeigte sich nach dem Wiederanpfiff deutlich besser auf die Herner eingestellt.

Beide Teams gehen in der Schlussphase aufs Ganze

Die erste Chance blieb für 70 noch folgenlos, bis zur 80. Minute aber hatte der Gast das Ergebnis gedreht - 2:3. In der Schlussphase dann gingen beide Teams aufs Ganze. Cassebaum und Gojowczyk ließen Herne 70 bei einer 4:3-Führung wieder hoffen. Heven wiederum schlug abermals doppelt zu - 4:5.

„Beim 3:3 hätte man auch abpfeifen können, das wäre gerecht gewesen“, resümierte Sebastian Saitner enttäuscht. Am Ende aber stapften die Grünhemden zum vierten Mal in Folge mit leeren Händen vom Feld.

Tore: 1:0 (29.) Ostermann, 2:0 (44.) Ostermann, 2:1 (57.), 2:2 (79.), 2:3 (80.), 3:3 (85.) Cassebaum, 4:3 (86.) Gojowczyk, 4:4 (88./HE), 4:5 (89.).

SG 70: Radestock; Buschmeyer (90. Topatan), Zebrowski, Cassebaum, A. Yildiz - Abloua (60. Savas), Luzha (82. Desem), Wachhorst, Gojowczyk - Ostermann, Wilms.

Sportfreunde bleiben ungewollt ihrer Auswärtslinie treu

CSV SF Bochum-Linden - Sportfreunde Wanne-Eickel 4:0 (0:0). Die Sportfreunde bleiben ungewollt auch ihrer Auswärtslinie treu. Denn in Linden ging auch die vierte Auswärtspartie der Saison verloren. Eine Bilanz, die auch Trainer Marco Jedlicka angefressen erscheinen lässt: „Ich bin schon sehr, sehr enttäuscht, manch einer muss sich da mal hinterfragen.“

Die Einstellung passte offensichtlich auch diesmal nicht bei allen. Und so war es am Ende zweitrangig, dass das Resultat viel zu hoch ausgefallen ist. Nach einem Abseitstor von Devon Rode ging Pereira zweimal nicht entschlossen genug in einen Flankenball kurz vor dem CSV-Gehäuse. Auf der anderen Seite erwischte Yusuf Ertürk einen schlechten Tag. In Summe hieß das: 0:4. Wie gut, dass das nächste Spiel wieder ein Heimspiel ist.

Tore: 1:0 (51.), 2:0 (60.), 3:0 (65.), 4:0 (83.).

SFW: Ertürk; Rode, Heinrich, Tolios, Hübner - Kapucuoglu, Jedlicka - Pereira (70. Gilke), Liebel, Vering (55. Nouasse) - Becker (75. Uludasdemir).

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