Fussball - Kreisliga A

RWT Herne will mit neuem Trainer zu Stabilität und Struktur

In der letzten Saison sind (v. l.) Anil Yilmaz, Mehmet Kula und Ömer Akdas noch aufeinander getroffen. Jetzt spielen sie gemeinsam in Rot und Weiß.

In der letzten Saison sind (v. l.) Anil Yilmaz, Mehmet Kula und Ömer Akdas noch aufeinander getroffen. Jetzt spielen sie gemeinsam in Rot und Weiß.

Foto: Rainer Raffalski

RW Türkspor will sich ein Jahr nach dem Aufstieg in der Kreisliga A festsetzen. Serhat Hakan baut dafür erfahrene Spieler in sein neues Team ein.

Mit neuem Selbstvertrauen nimmt Fußball-Kreisligist RW Türkspor sein zweites A-Liga-Jahr in Angriff. Die Premieren-Saison im Kreis-Oberhaus gestaltete sich nervenaufreibender als gedacht. Am Ende lief man als Tabellenelfter ins Ziel. Ausgestattet mit den 30 Spieltagen Erfahrung sowie mit neuem Trainer und einer Hand voll Verstärkungen auf dem Feld will man sich im zweiten Anlauf nun den vorderen Platzierungen etwas mehr nähern.

Der Start im vergangenen Sommer gelang Türkspor ganz formidabel, die Aufstiegseuphorie wurde durch Starterfolge genährt. Dies aber hielt nur relativ kurz an. Eine lange Durststrecke setzte ein und die Mannschaft musste mit ihrem Spielertrainer Ibrahim Secer auf sportlichen Überlebenskampf umdisponieren. Und sie musste es lange Wochen an der Grenze zur B-Liga aushalten, ehe späte Siege gegen die Absteiger Holthausen, RSV Wanne und Firtinaspor II dann das Ruder endgültig herum rissen.

Hakan: 102 Gegentore kommen nicht von ungefähr

Der Klassenerhalt war geschafft und nun folgt für die Rot-Weißen ein zweites Jahr in der Fußball-Kreisliga A. Verantwortlich an der Seitenlinie ist dabei ein Neuer. Serhat Hakan, vom Vorjahres-Fünften Arminia Holsterhausen gekommen, soll die Struktur im Team noch etwas schärfen. Für zusätzliche Disziplin sorgen. „102 Gegentore kommen nicht von ungefähr“, so der neue Coach, der längst ausgemacht hat, wo die Hebel anzusetzen sind. An fußballerischer Qualität hat es jedenfalls nicht an erster Stelle gefehlt. Hakan gibt ein Beispiel: „Es gibt viel im Fitnessbereich zu tun.“

Ein konkretes Ziel in Form einer Platzierung bringt Serhat Hakan nicht mit ins Fußballzentrum nach Horsthausen. „Wir haben kein Ziel“, sagt er. „Wir wollen gucken, dass wir in keine Problemzone kommen und uns in der Liga etablieren.“ Dem schließt sich auch Attila Ünal an: „Wir wollen besseren Fußball spielen, stabiler werden“, so der Sportliche Leiter bei RWT, und: „Wir wollen besser werden als letztes Jahr.“

Im Jubiläumsjahr weiter vorne angreifen

Wenn dies zunächst gelingt, dann liebäugelt man für das darauf folgende Spieljahr damit, also im Jahr des zehnjährigen Vereins-Jubiläums, vielleicht etwas weiter vorne angreifen zu können. „Ich bin ehrgeizig, ich will die Mannschaft höher bringen“, gibt Serhat Hakan zu. Nicht zuletzt deshalb hat er sich auch darum bemüht, die Qualität im Kader zu erhöhen.

Mit Anil Yilmaz hat er einen in der Kreisliga herausragenden Spielgestalter aus Holsterhausen mitgebracht, der nebenbei Jahr für Jahr eine zweistellige Trefferbilanz vorweisen kann. Wie Yilmaz verfügt auch Ömer Akdas über Landesliga-Erfahrung. Und Torhüter Hikmet Öztürk, in jungen Jahren schon beim Türkspor-Vorgänger SV zwischen den Pfosten, hat sogar viele Jahre in der Oberliga gespielt. Das Gerüst von RW Türkspor dürfte damit tatsächlich deutlich an Stabilität gewinnen.

Das 21:1 über den Gelsenkirchener A-Ligisten Arminia Ückendorf im ersten Testspiel am vergangenen Sonntag klingt vielleicht ziemlich beängstigend. Serhat Hakan hält den Ball aber ganz flach: „Jetzt ist es nicht wichtig. In ein paar Monaten ist es wichtig.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben