Rudern

Rene Stüven freut sich auf sein Debüt

Rene Stüven (vorn) vom RV Emscher Wanne-Eickel und Malte Großmann sitzen beim Ruder-Weltcup in Polen im deutschen Zweier.

Foto: Meinruderbild.de

Rene Stüven (vorn) vom RV Emscher Wanne-Eickel und Malte Großmann sitzen beim Ruder-Weltcup in Polen im deutschen Zweier. Foto: Meinruderbild.de

24-jähriger Rene Stüven vom RV Emscher Wanne-Eickel sitzt erstmals bei einem Weltcup im deutschen Zweier. Minimalziel in Poznan ist das B-Finale.

Stück für Stück arbeitet sich Rene Stüven nach vorn. Der Ruderer vom RV Emscher Wanne-Eickel darf drei Wochen nach der Europameisterschaft in Tschechien, wo er als Ersatzmann im Einsatz war, nun sein Weltcup-Debüt bestreiten: im Zweier mit Malte Großmann (Hamburg) im polnischen Poznan.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir in Poznan starten dürfen“, sagte Rene Stüven, „das hat uns im Training noch einmal zusätzlich motiviert. Wir haben in den letzten zwei Wochen, sehr, sehr viel gearbeitet.“

Er und sein Zweier-Partner aus Hamburg hätten noch viel an den Feinheiten feilen müssen, da es gerade bei hohen Frequenzen noch nicht richtig rund lief im Boot. „Das liegt daran, dass Malte fünf Jahre lang mit dem gleichen Partner gefahren ist und seinen eigenen Rhythmus gewohnt war“, so der RVE-Ruderer, „aber ich habe mich ihm ein wenig angepasst und jetzt lief die Vorbelastung über 1000 Meter schon ganz ordentlich.“

Mittwoch erstes Training auf dem Malta-See

Der Zweier-Schlagmann ist froh, dass das Team Deutschland-Achter schon Mittwoch morgen über München nach Posen fliegt. Mittags trifft die Crew in Polen ein, am späten Nachmittag möchte sie die ersten Runden auf dem Malta-See drehen. Jede Einheit wird dem jungen Duo gut tun, zumal es ganz neue Erfahrungen sind.

Wie schon bei den Europameisterschaften vor knapp drei Wochen im tschechischen Racice. „Es war mein erster internationaler Wettkampf in der A-Mannschaft überhaupt. Es war schön, das Feeling zu erleben, obwohl man nicht zum Einsatz gekommen ist. Auch von Außen bekommt man einiges mit“, so Stüven. Besonders ins Visier genommen hat er natürlich die Rennen im Zweier „ohne“, weil er mit Malte Großmann gehofft hatte, auf den Weltcups zum Einsatz zu kommen. Viele von denen, die in Racice im Finale oder auf dem Treppchen standen, wird Rene Stüven wiedertreffen. Die Vize-Europameister Valentin und Theophile Onfroy aus Frankreich. Oder die Bronzemedaillengewinner Milos Vasic und Nenad Bedik aus Serbien. Allerdings gönnt sich der Europameister aus Italien eine Pause.

Zwei Boote aus Übersee sind gemeldet

„Wir wissen, dass wir hier gegen richtig starke Teams antreten, dass wir noch ordentlich zulegen müssen“, so Stüven. Zumal aus Übersee noch zwei Boote aus Neuseeland und eines aus Argentinien dazukommen. Insgesamt werden 15 Boote am Start sein und das Minimalziel für Stüven/Großmann ist das Erreichen das B-Finals. „Ich glaube, das A-Finale wäre zum jetzigen Zeitpunkt noch zu hoch gesteckt. Wir wollen ins Halbfinale, dann im B-Finale unter den ersten Drei. Das wäre schon einmal ein guter Schritt.“ Am Freitag wird es ernst in den Vorläufen. Die Finals steigen am Sonntag.

Wie es nach Poznan weitergeht, ist noch offen. In Polen wird der deutsche EM-Zweier Drahotta/Braun fehlen, so dass Stüven/Großmann sogar als Deutschland I starten dürfen. In Luzern - zum Weltcup-Finale - am zweiten Juli-Wochenende sind möglicherweise wieder zwei Zweier in den Startlöchern. Es könnte für den Wanner aber auch der Zweier mit Steuermann werden. „Egal, Hauptsache wir sind dabei und können weitere Erfahrungen sammeln“, sagt Stüven vor der Abfahrt nach Polen.

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