Tennis Westfalenmeisterschaft

Marcel Zielinski scheitert erst im Halbfinale

Mit Siebzehn schon ganz weit vorn: Marcel Zielinski vom TC Parkhaus Wanne-Eickel schied bei den Westfalenmeisterschaften in der offenen Herrenklasse erst im Halbfinale aus.

Foto: Walter Fischer

Mit Siebzehn schon ganz weit vorn: Marcel Zielinski vom TC Parkhaus Wanne-Eickel schied bei den Westfalenmeisterschaften in der offenen Herrenklasse erst im Halbfinale aus. Foto: Walter Fischer

Mit dem Einzug ins Halbfinale sorgte Marcel Zielinski vom TC Parkhaus für eine der größten Überraschungen bei den Westfalenmeisterschaften.

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Bei den 84. Westfälischen Tennis-Meisterschaften der Damen und Herren auf der Anlage des TC Buer Schwarz-Weiß-Grün konnten sich auch einige Herner Cracks gut in Szene setzen.

Allen voran Marcel Zielinski. Der 17-Jährige vom TC Parkhaus Wanne-Eickel, der vor zwei Wochen erst den Titel bei den U18-Junioren erobert hatte, mischte nun auch das Feld in der offenen Herrenklasse kräftig auf und scheiterte erst im Halbfinale am späteren Westfalenmeister Yan Sabanin (Dortmunder TK RW/DTB 94). Zuvor hatte sich der Sohn des TCP-Bundesligaspielers und -Trainers Mariusz Zielinski, selbst in der aktuellen DTB-Rangliste auf Position 353 geführt, gegen einige höher platzierte Gegner durchgesetzt. Dem 6:1/7:6-Erstrundensieg über David-Chaplefeh Forchap (TC BW Harpen/DTB 680) ließ Zielinski eine dicke Überraschung folgen, als er den an drei gesetzten Laurentiu-Antoniu Erlic (TP Versmold/DTB 127) aus dem Wettbewerb warf. Beim Stande von 6:4, 3:0 für den jungen Eickeler gab der Versmolder Bundesligaspieler auf.

Zielinski hat den längeren Atem

In der Runde der letzten Acht lieferte sich Zielinski mit Lars-Hendrik Behlen vom Bielefelder TTC (DTB 279) ein heiß umkämpftes Marathonmatch, und nach drei Stunden hatte der zähe „Zille“ den längeren Atem. Mit 3:6, 6:4 und 6:3 warf er den Bielefelder aus dem Turnier und nahm damit Revanche für seinen Teamkameraden Philipp Sibbel (DTB 373), der im Achtelfinale gegen Behlen mit 4:6 und 1:6 den kürzeren gezogen hatte. In der ersten Runde hatte sich Sibbel gegen seinen früheren Clubkameraden beim TC Parkhaus, Yannick Staupe (TC GW Bochum), nach verpatztem ersten Satz noch mit 0:6, 6:3 und 6:4 behauptet.

Ebenfalls im Achtelfinale kam das Aus für Niklas Karcz (DTB 383), den dritten „jungen Wilden“ aus dem Eickeler Westfalenliga-Team. Dem 19-jährigen Linkshänder stand mit dem früheren Westfalenmeister und ATP-Profi Patrick Pradella (Bielefelder TTC) allerdings ein übermächtiger Gegner gegenüber. Der Wucht und Präzision seiner Schläge war Karcz beim 1:6, 0:6 nicht gewachsen. Zuvor hatte sich Karcz durch die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft, wo er dann in Runde eins Rast hatte.

Meglinskaya verletzt sich bei klarer Führung

Stark humpelnd verabschiedete sich Anastasia Meglinskaya vom TC Grün-Weiß Herne aus dem Damen-Wettbewerb, ohne auch nur ein Spiel abgegeben zu haben. Nachdem sie der an drei gesetzten Jana Hecking (THC im VfL Bochum/DTB 85) beim 6:0 im ersten Satz eine kleine Tennislektion erteilt hatte, verletzte sich die Deutsch-Russin und musste aufgeben. In Runde eins hatte Meglinskaya Clara Bruning (TC Kamen-Methler) mit 6:0, 6:0 die Höchststrafe verpasst.

16-jährige Lea Fojcik übersteht erste Runde

Eine Runde überstand auch die 16-jährige Lea Fojcik (TCP). Nach ihrem hart erkämpften Dreisatzsieg gegen Dana Grote (TC Neheim-Hüsten) stand sie gegen die 20 Jahre ältere mehrfache Westfalenmeisterin und spätere Finalistin Manon Kruse (TC Union Münster/DTB 75) auf verlorenem Posten. Ihre Teamkameradin Simone Hensen (DTB 456) kämpfte sich über die „Quali“ ebenfalls ins Hauptfeld vor, wo sie der jungen Pauline Hirt (DTB 215) dann aber in zwei Sätzen unterlag.

Bei den Herren 30 bezwang Jan-Christopher Jung (TCP) mit Nicolas Dieplinger und dem an zwei gesetzten Lukas Pour (RW Hagen) höher eingestufte Gegner, ehe er im Halbfinale gegen den neuen Westfalenmeister Bastian Beck (DJK SF Dülmen) die Segel streichen musste.

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