Kung Fu

Kampfkünstler begeistern mit Löwentanz

Der Löwentanz verlangt den beiden Kung-Fu-Schülern unter dem Kostüm akrobatisch einiges ab. Christian Kubiak schlägt an der Trommel den Takt.

Der Löwentanz verlangt den beiden Kung-Fu-Schülern unter dem Kostüm akrobatisch einiges ab. Christian Kubiak schlägt an der Trommel den Takt.

Foto: Uwe Eulig

Die Abteilung Kung Fu von GEA Happel hat ihr 15-jähriges Jubiläum gefeiert. Die Gäste sehen ein buntes und akrobatisch anspruchsvolles Programm.

Mit einem bunten Programm feierte die Kung-Fu-Abteilung des SV GEA Happel am Samstag ihr 15-jähriges Bestehen. Eingeladen waren neben den 20 Mitgliedern auch Freunde und Verwandte, die mit verschiedenen Vorführungen der Kung-Fu-Schüler und einem Lichtbildvortrag umfassend über die Arbeit des Vereins informiert und gleichzeitig bestens unterhalten wurden.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch einen spektakulären Löwentanz, begleitet von einer großen chinesischen Trommel, Zimbeln und einem Gong. Ein Lichtbildvortrag von Gründer Christian Kubiak gab den Gästen anschließend einen Überblick über die Aktivitäten der Kung-Fu-Gruppe in den vergangenen 15 Jahren. Kubiak selbst kam 1985 zu der chinesischen Kampfkunst, wurde 2004 in Shanghai zum „Instructor“ im Kung-Fu-Stil „Xi Quing Tang Lang“ (Gottesanbeterin) ernannt und darf seitdem eigenverantwortlich Schüler ausbilden.

Wechsel zum Stil „Adlerklaue“

In den ersten zehn Jahren der Zugehörigkeit zum Sportverein GEA Happel nahm die Kung-Fu-Gruppe an zahlreichen Turnieren sowohl im Vollkontakt als auch bei der Vorführung von Formen teil. Ein langes Regal im Vereinsheim des Sportzentrums, auf dem sich dicht an dicht Pokal an Pokal reiht, zeugt von den zahlreichen Erfolgen der Herner Kung-Fu-Schülerinnen und -Schüler aus dieser Zeit. Inzwischen haben sich Kubiak und seine Kung-Fu-Familie, wie sie sich selbst bezeichnen, ganz der Ausübung und Bewahrung der traditionellen chinesischen Kampfkunst verschrieben und nehmen nicht mehr an Turnieren teil.

Über einen Kontakt Kubiaks zu einer Londoner Kung-Fu-Gruppe unter der Leitung von Julian Dale erfolgte nicht nur der Wechsel zu dem Kung-Fu-Stil Adlerklaue, sondern auch die Hinwendung zum Löwentanz. Seit 2008 wird diese uralte chinesische Tradition, die zum chinesischen Neujahr, aber auch zu besonderen Anlässen wie z.B Eröffnungen von Chinarestaurants aufgeführt wird, neben dem Kung Fu bei der GEA Happel ausgeübt.

Der Salat als Symbol des Glücks

Ein lebendiger Eindruck von der Kampfkunst Kung Fu wurde den Besuchern anschließend durch eine ganze Reihe verschiedener Übungen vermittelt, die von den Mitgliedern mit bloßen Händen und Füßen, aber auch mit Stock, Speer und Säbel vorgeführt werden. Christian Kubiak, der von seinen Schülern respektvoll mit „Shifu“ (väterlicher Lehrer) angeredet wird, hatte inzwischen seinen Anzug mit dem Sportdress getauscht, erklärte die komplexen Formen aus Griffen, Tritten, Abwehr- und Angriffstechniken seiner Schülerinnen und Schüler und griff auch selbst ins Geschehen ein.

Höhepunkt und Abschluss der Präsentation war dann ein weiterer Löwentanz, bei dem die beiden unsichtbaren Schüler unter dem Löwenfell akrobatische Höchstleistungen vollbrachten, um das Fabelwesen die tollsten Kapriolen vollführen zu lassen, bis es endlich an den Salat kam, der als ein Symbol des Glücks das Ziel eines jeden Löwentanzes ist.

Minutenlanger Applaus der begeisterten Gäste war der verdiente Lohn für den Löwen und seine Begleitung. Ganz aus dem Häuschen geriet das Publikum aber, als einige der Schüler Stock und Säbel mit der Elektrogitarre tauschten und es anstelle von Hieben fetzigen Rock auf die Ohren gab. Die altehrwürdige, große chinesische Trommel machte auch dabei eine gute Figur.

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