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Herner Sportabzeichen-Wettbewerb der Schulen: nur Gewinner

Ausgezeichnet wurden Schülerinnen und Schüler für ihre sportlichen Aktivitäten.

Ausgezeichnet wurden Schülerinnen und Schüler für ihre sportlichen Aktivitäten.

Foto: Klaus Pollkläsener / Funke Medien

Der Stadtsportbund Herne ehrt die Sieger im Sportabzeichen-Wettbewerb der Schulen. Die Hiberniaschule landet auch im Landesvergleich vorne.

Hier treffen sich sportliche Menschen. Keine Softdrinks auf den Tischen, stattdessen Wasser, still oder mit Kohlensäure und eine Traubenschorle. Dazu eine Schale voller Kekse – ein kleines bisschen Zucker gehört dann doch dazu. Schließlich befinden sich die meisten der Anwesenden noch im Wachstum: geehrt werden die Sieger des Sportabzeichen-Wettbewerbs der Schulen.

Der Stadtsportbund (SSB) hatte geladen und beinahe alle waren gekommen. Von den 38 Grund- und Weiterführenden Schulen wurden 18 ausgezeichnet. Der Geldpreis staffelte sich je nach abgeschlossenen Sportabzeichen und Anteil der Absolventen an der Gesamtschülerzahl im vergangenen Jahr.

Hiberniaschule erreicht Platz vier im Landesvergleich

Die insgesamt 14.218 Schüler machten unter dem Strich 1.927 Sportabzeichen und damit knapp 350 mehr als im vergangenen Jahr. Zwei Schulen stachen dabei besonders hervor. Bei den Grundschulen lag die Grundschule Pantrings Hof vorne. Knapp Dreiviertel der Schüler machten dort ihr Sportabzeichen. Sicher nicht ganz unschuldig daran: Lehrerin Barbara Thiel. „Wir sind nun mal eine Läuferschule. Ich laufe unheimlich gerne und vermittle das so auch an meine Schüler“, erklärt sie das gute Abschneiden.

Seit 15 Jahren nimmt die Schule am Martinilauf teil, neu im Sportprogramm der Schule ist der Funtrailrun der Triathlon-Abteilung von Westfalia Herne (mehr dazu hier). „Da waren wir in diesem Jahr zum zweiten Mal dabei. Insgesamt mit 30 Kindern“, erzählt Thiel, „das ist eine ganz tolle Ergänzung.“

Hiberniaschule führt Trio der Weiterführenden Schulen an

Bei den Weiterführenden Schulen hatten nur drei die Mindestanforderungen erreicht. Die Hiberniaschule führte dieses Trio wie schon in den vergangenen Jahren an („The same procedure as every year, James“, so Michele Wolfram von der Sparkasse Herne). Von 515 Schülern machten beeindruckende 401 ihr Sportabzeichen. Satte 77,86 Prozent der Schülerschaft also. Damit blieb es auch nicht beim Erfolg auf Lokalebene.

Denn der Landessportbund (LSB) würdigte die erfolgreichsten Schulen des Landes noch einmal gesondert. Die Hiberniaschule schaffte es dort mit ihrem Ergebnis in diesem Jahr auf Platz vier. Ein tolles Ergebnis, findet auch Lehrerin Wiltrud Kreitz-Hettrich am Rande der Auszeichnung im Herner Sportjugendhaus.

Mit den Geldpreisen werde sie weitere Anschaffungen für den Sportunterricht tätigen. Das hatte sie in den vergangenen Jahren auch so gemacht, denn „im Sport kann man immer etwas gebrauchen“.

Die Preise als zusätzlicher Ansporn

Besonders von den Leistungen der Hiberniaschule versprach sich Peter Karpinski, Vorsitzender des Stadtsportbundes, einen Anreiz für die übrigen Schulen: „Wenn die anderen Schulen sehen, dass man durch gute Leistungen noch zusätzlich Geld reinholen kann, ist das vielleicht noch ein zusätzlicher Ansporn Sportabzeichen zu machen.“

Doch vor allem ist eine Sache wichtig: Dass sich Schüler mit Spaß bewegen oder vielleicht auch erst lernen, dass Bewegung und Sport Spaß machen können. Egal ob am Ende nun ein Preis steht oder nicht, wer sich bewegt, ist ohnehin ein Gewinner.

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