Eishockey - Oberliga Playoffs

Herner EV sucht seine Chance gegen die Tilburg Trappers

Gratulation zum Sieg: für den Herner EV in den bisherigen Playoffspielen ein gewohntes Ritual.

Gratulation zum Sieg: für den Herner EV in den bisherigen Playoffspielen ein gewohntes Ritual.

Foto: Svenja Hanusch

Im Halbfinale der Playoffs gegen die Tilburg Trappers steht der Herner EV dem stärksten aller möglichen Kontrahenten gegenüber.

Wie weit trägt die Euphoriewelle den Herner EV noch? Nach den sensationellen Sweeps in den Oberliga-Playoffs gegen Regensburg und Peiting (Rückblick mit Kapitän Michel Ackers: hier) geht es am Freitag um 20 Uhr mit dem ersten Halbfinalduell bei den Tilburg Trappers gegen den stärksten aller möglichen Gegner.

Der Aufstieg in die DEL2 bleibt den Gelb-Blauen aus den Niederlanden auch in diesem Jahr verwehrt, doch die Meisterschaft in Deutschlands dritthöchster Spielklasse ist dem Team von Trainer Bohuslav Subr immer Anreiz genug zu sportlichen Topleistungen in der Oberligagewesen.

Seit dem Einstieg des 15-fachen niederländischen Meisters in den deutschen Spielbetrieb zur Saison 2015/16 haben die Nordbrabanter keine einzige Playoff-Serie verloren und der einheimischen Konkurrenz im Kampf um den Titel dreimal das Nachsehen gegeben.

Unschlagbar ist die Mannschaft aus dem Nachbarland allerdings nicht. In der Punkterunde wie auch in den Playoffs leisten sich die Trappers immer mal wieder den einen oder anderen Aussetzer, der das große Ganze bisher aber nie gefährden konnte.

Gesamtbilanz spricht klar gegen den Herner EV

Das will der Herner EV jetzt ändern, auch wenn die Gesamtbilanz aus den Spielen gegen die Niederländer klar gegen die Gysenberger spricht.

Von 14 Oberligaduellen gewannen die Grün-Weiß-Roten nur vier und nur einmal, im November 2015, behielt man auch im Tilburger IJssportcentrum mit 2:1 nach Penaltyschießen die Oberhand. Der letzte Herner Heimsieg datiert vom Dezember vergangenen Jahres, als der HEV den Favoriten nach einem 1:4-Rückstand noch mit 6:5 nach Verlängerung niederkämpfte.

Die anderen drei Saisonvergleiche gingen mit 5:1, 6:3 und 9:3 klar an den Hauptrundenmeister aus Tilburg.

Der muss am Freitag mit Brock Montgomery auf seinen einzigen Kontingentspieler verzichten. Der Angreifer handelte sich im dritten Viertelfinalspiel gegen die Selber Wölfe eine Spieldauerdisziplinarstrafe ein und darf erst am Sonntag um 18.30 Uhr am Gysenberg wieder auflaufen. Für den ausgeglichenen Kader der Trappers, bei denen jeder Spieler für Tore gut ist, stellt der Ausfall des in der internen Scorerliste ohnehin nur elftplatzierten Kanadiers allerdings keine spürbare Schwächung dar. Beim HEV fehlt nur Verteidiger Vojtech Suchomer, für den die Saison nach seiner Handoperation vorzeitig beendet ist.

HEV spürt „eine unheimliche Begeisterung in der Stadt“

In Herne freut man sich ungemein auf die bevorstehenden Duelle mit der Ausnahmemannschaft der Liga und über das bisher Erreichte. „Wir spüren eine unheimliche Begeisterung in der Stadt. Besser als im Augenblick können wir mit diesen sportlichen Erfolgen nicht auf uns aufmerksam machen. Deshalb hoffen wir am Sonntag bei unserem Heimspiel in der Hannibal-Arena auf eine große und lautstarke Kulisse. Die Mannschaft hat diese Unterstützung und die Anerkennung für die bisherigen Leistungen verdient“, sagt Jürgen Schubert, der Macher beim HEV.

„Nur wenn wir alle die Tugenden, die uns in den ersten beiden Serien gegen Regensburg und Peiting so stark und erfolgreich gemacht haben, auch im Halbfinale gegen Tilburg einsetzen haben wir auch gegen die Trappers eine Chance. Wir müssen bereit und hellwach sein und geduldig bleiben. Wir dürfen uns auch durch mögliche Rückschläge nicht aus dem Konzept bringen lassen und müssen uns auf jedes Spiel neu fokussieren. Wir können stolz auf das Erreichte sein, aber noch nicht zufrieden“, ergänzt HEV-Cheftrainer Danny Albrecht.

Die weiteren Termine der Best-of-Five-Serie sind der 16., 18. und 20. April. Auch an diesem Freitag bietet der HEV seinen Anhängern wieder ein Public Viewing in der heimischen Hannibal-Arena an (Einlass ab 19 Uhr).

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