Eishockey

Herner EV feiert perfekten Einstieg in die Playoffs

Gleich fünfmal durften die HEV-Cracks Tore bejubeln.

Gleich fünfmal durften die HEV-Cracks Tore bejubeln.

Foto: Klaus Pollkläsener

Herner EV feiert bei den Eisbären Regensburg einen 5:1-Triumph. 500 Herner Fans sind komplett aus dem Häuschen. Torwart Björn Linda überragt.

Traumstart für den Herner EV: Mit einem schon in der Höhe kaum für möglich gehaltenen 5:1-Sieg bei den Eisbären Regensburg gelang dem Team von Trainer Danny Albrecht am Freitag ein perfekter Einstieg in die Oberliga-Playoffs.

Vor 3018 Zuschauern in der Donau-Arena begannen beide Teams mit guten Offensivaktionen, ehe eine kuriose Szene den Nord-Sechsten in Führung brachte. Eisbären-Verteidiger Andre Bühler traf mit einem verunglückten Rückpass ins eigene Tor und Moritz Schug bekam den Treffer gutgeschrieben. Kurz darauf hieß es sogar 2:0 für die Gäste – so schien es jedenfalls. Denis Fominych hämmerte die Scheibe ans innere Torgestänge – ein einwandfreier Treffer, wie Fernsehbilder bewiesen, doch Schiedsrichter Patrick Altmann gab das Tor nicht.

Der HEV protestierte kurz, aber erfolglos und arbeitete sofort konzentriert weiter. Der Süd-Dritte machte gegen konternde Herner das Spiel, konnte aber gegen die disziplinierte Gästeabwehr um den alles überragenden Björn Linda im Tor nicht die gewohnte Durchschlagskraft entwickeln.

Eisbären-Offensive bleibt blass

Auch in Überzahl blieb die gefürchtete Eisbären-Offensive meist blass. Anders der HEV: Der nutzte sein erstes Powerplay schon nach acht Sekunden, ehe Marcus Marsall mit einem feinen Solo nachlegte – lange Gesichter beim Favoriten.

Fast im Gegenzug traf Regensburgs Topscorer Nikola Gajovsky zum 1:3, doch danach arbeiteten sich die Gastgeber weiter vergeblich an der Herner Abwehr ab. Der HEV hielt den Zwei-Tore-Vorsprung bis in die Schlussphase und Igor Pavlov setzte alles auf eine Karte. Bereits fünfeinhalb Minuten vor dem Ende nahm der Eisbären-Coach Keeper Peter Holmgren vom Eis und sechs Regensburger Feldspieler machten noch einmal mächtig Druck. In zwei Minuten gelangen dem HEV nur zwei Icings, ehe der dritte Befreiungsschlag die Entscheidung brachte. Nils Liesegang traf ins leere Regensburger Tor, und unter den 500 Herner Fans war die Hölle los.

Das zweite Spiel findet an diesem Sonntag ab 18.30 Uhr in der Hannibal-Arena am Revierpark Gysenberg statt.

Drittel: 0:1, 1:2, 0:2. Tore: 0:1 (7:56) Schug, 0:2 (21:34, 5-4) Snetsinger (Marsall/Liesegang), 0:3 (23:05) Marsall (Ackers/Liesegang), 1:3 (23:25), 1:4 (56:26, 5-6) Liesegang (M. Schmitz/Marsall), 1:5 (58:39, 4-4) Snetsinger (Liesegang/Klingsporn). Strafminuten: Regensburg 12 – Herne 8.

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