Leichtathletik / Handball

Herne/Wanne-Eickel: Erfolgreiches Jahr für Nicklas Droege

Nicklas Droege blickt auf ein sportlich erfolgreiches Jahr 2020 zurück. Bereits im Spätsommer hat er damit begonnen, sich auf den Wechsel in die Altersklasse U20 vorzubereiten.

Nicklas Droege blickt auf ein sportlich erfolgreiches Jahr 2020 zurück. Bereits im Spätsommer hat er damit begonnen, sich auf den Wechsel in die Altersklasse U20 vorzubereiten.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Herne.  Es war durch Corona ein schwieriges Jahr für die Sportler. Aber für Nicklas Droege, Leichtathlet und Handballer, war es sportlich erfolgreich.

Für eine Vielzahl der Sportler war es ein gebrauchtes Jahr. Unterbrochene oder sogar abgebrochene Saisons und Wettkämpfe, kein geregelter Trainingsbetrieb, wodurch folglich die Leistungen stagnierten oder sogar gemindert wurden. Doch es gibt die Ausnahmen, die mit einem lachenden Auge auf das Wettkampfjahr zurückblicken können.

Einer von ihnen ist Nicklas Droege, Wurfspezialist des LC Westfalia Herne und A-Jugend-Torwart des HC Westfalia Herne. Denn trotz mehrmonatiger Zwangspause kann der 17-Jährige auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die Erfolge verteilen sich gerechterweise auf seine beiden sportlichen Standbeine.

Nicklas Droege: Aufstieg mit den Handballern, Bestwerte in der Leichtathletik

Mit den Handballern stieg er in die A-Jugend Oberliga auf (Bericht dazu hier), im Kugelstoßen und Diskuswurf stellte er kurz vor dem Wechsel in die U20 nochmals zwei persönliche Bestwerte in der U18 auf. Erfolgserlebnisse, die ihre ganz eigenen Vorteile haben.

„Im Handball ist es schön, dass man mit der Mannschaft feiern kann. Als Einzelsportler sind Bestmarken ein Triumph, für den man ganz allein verantwortlich ist. Es ist schwierig das zu vergleichen“, erklärt Droege.

Kein Tag ohne Training

Für diesen Erfolg trainiert er fünfmal unter der Woche. Kein Tag ohne Training, ob nun mit Ball oder Kugel. Das war vor einigen Monaten noch anders. Wenn auch nicht allzu viel.

Ich stand mitten in der Vorbereitung, als die Plätze gesperrt wurden“, erinnert er sich. „Doch da ich genau neben dem Sportpark in Wanne wohne, konnte ich nach der Wiedereröffnung schon schnell wieder selbst auf der Kugelstoßanlage trainieren.“

Ein-Mann-Trainingslager in der Zwangspause

Seine Mutter dokumentierte die Trainingseinheiten, leitete sie an den Trainer weiter. „Er hat mir dann Trainingspläne geschrieben und Technik-Tipps gegeben. Außerdem habe ich Hanteln zu Hause, mit denen ich mich fit halten konnte“, beschreibt Droege sein Ein-Mann-Trainingslager. Doch dies war nicht mit der Intensität einer normalen Vorbereitung zu vergleichen.

„Ich musste schon zurückstecken. Das Training hat schon gefehlt. Gerade bei den ersten Wettkämpfen Anfang Juli hat sich gezeigt, dass da keine Steigerung war, wo ich sie mir erhofft hatte“, blickt er zurück.

Dennoch lassen sich die Zahlen sehen. Zweimal Bronze bei den Westfälischen Jugendmeisterschaften, zudem den Kugelstoß-Titel beim Werfertag in Hamm. Hinzu kamen die beiden neuen Bestleistungen im Kugelstoßen mit 14,59m und im Diskuswurf mit 34,19m.

Altersklassenwechsel birgt neue Herausforderungen

Im kommenden Jahr wird er in den Jungjahrgang der U20 wechseln. Dort will er an seine Erfolge anknüpfen und hat bereits im Spätsommer mit der Vorbereitung auf die neue Herausforderung angefangen.

„Seit zwei, drei Monaten habe ich eine 6kg-Kugel, mit der ich seit einem Monat auch zwischendurch trainiere“, gibt Droege einen Einblick. „An das neue Gewicht muss ich mich schon erst gewöhnen.“

Das gleiche gilt für den Speer (800g) und den Diskus (1,75kg). Neue Herausforderungen. Doch die scheut Droege keinesfalls, sie treibt seinen Ehrgeiz nur weiter an.

„Im ersten Jahr würde ich gerne bei der Westfälischen- und NRW-Meisterschaft aufs Treppchen. Im zweiten Jahr möchte ich die Westfälische gewinnen“, formuliert er seine Ziele. „Ich wünsche mir, dass ich nah an meinen jetzigen Weiten bleibe. 13 Meter mit der Kugel und 45 mit dem Speer wären gut.“

Es klingt an, dass die neue Saison für Droege gar nicht früh genug beginnen kann. Doch eine Vorbereitung ohne Störeffekte dürfte ihm noch lieber sein.

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