Handball - Landesliga

HC Westfalia Herne nimmt schon den nächsten Anlauf

Auf ein Neues. Die Handballer des HC Westfalia Herne, hier in einer Szene des letzten Saisonspiels in Dorstfeld, bereiten sich schon intensiv auf die nächste Spielzeit vor.

Auf ein Neues. Die Handballer des HC Westfalia Herne, hier in einer Szene des letzten Saisonspiels in Dorstfeld, bereiten sich schon intensiv auf die nächste Spielzeit vor.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Nach nicht einmal drei Wochen Pause hat für den HC Westfalia Herne die Vorbereitung begonnen. Die personelle Planung läuft noch.

Nach dem Ende der Meisterschaftssaison 2018/19 in der Handball-Landesliga, die für den HC Westfalia Herne am 11. Mai mit einem packenden Duell beim Spitzenreiter ATV Dorstfeld 20:20 endete und die unglückliche Platzierung auf Rang zwei zur Folge hatte, blieb es um die Mannschaft lange ruhig. Westfalias 2. Vorsitzender Carsten Buszyk beruhigte: „Die Mannschaft ist in kein tiefes Loch gefallen. Der Verein lebt!“ Nicht einmal drei Wochen Pause gönnte Trainer Stephan Krebietke seinen Handballern. Klar, dass der Fokus nicht früh genug auf einen erneuten Anlauf zu Meisterschaft und Verbandsligaaufstieg gerichtet werden kann.

Bisher spielt der Ball bei den Trainingseinheiten noch keine Rolle, hat doch zunächst die Grundlagenarbeit für Kondition, Kraft und Schnelligkeit Vorrang. HCW-Trainer Stephan Krebietke ist mit der Stimmung und der Einsatzbereitschaft seiner weiter verjüngten Truppe hoch zufrieden: „Die Jungs ackern ordentlich. Jeder hat Bock, Vollgas zu geben. Die Arbeit macht richtig Spaß.“

Arbeit an der körperlichen Fitness

Bei den derzeit erste Priorität genießenden Intervall- und Ausdauerläufen sowie Kraftübungen sollen die Spieler zunächst ihre körperliche Fitness wieder auf einen hohen Level bringen. Nach Aussage von Stephan Krebietke sind sie schon auf einem sehr guten Weg.

Der demnächst anstehenden Trainingsarbeit mit taktischen und spieltechnischen Maßnahmen sieht der HCW-Coach erwartungsvoll entgegen: „Es ist ein großer Vorteil, dass ich als bisheriger Senioren- und A-Jugendtrainer die Akteure bestens kenne. Alle sind im gleichen System geschult. In den künftigen Trainingseinheiten kann ich darauf aufbauen. Anstelle sporadischer Spielsituationen ist nun eine intensive gemeinsame Arbeit möglich. Angriffskonzepte werden durch permanente Übungen mit verschiedensten Akteuren für noch mehr Variabilität sorgen können. Auch das Abwehrverhalten sollte durch ständige Aktionen mit den Nebenspielern eine verbesserte Abstimmung ermöglichen.“

Kader bleibt weitgehend unverändert

Der Landesligakader bleibt im Wesentlichen unverändert. Neben den bereits dauerhaft in der abgelaufenen Saison im Landesligateam eingesetzten ehemaligen A-Jugend-Bundesligaspielern Richard Sibbel und Oskar Kostuj werden auch deren Mannschaftskameraden Julian Ollesch und Jasper Meier nun zu den Senioren aufrücken.

Auch Joshua Dudda soll nach Ausheilung seines Kreuzbandrisses dazu stoßen. „Ich bin verhalten optimistisch, dass er zu Saisonbeginn einsatzfähig sein wird. Ein Risiko werden wir natürlich nicht eingehen“, hat Stephan Krebietke den talentierten A-Jugendlichen mit Doppelspielberechtigung fest im Visier.

Nach Krebietkes Wünschen sollten möglichst noch zwei Linkshänder für das Landesligateam gefunden werden: „Wir führen noch Gespräche, doch sind solche Akteure rar. Mehrere Vereine buhlen um wenige Spieler.“

Rasmus Storkebaum unterstützt weiterhin als Co-Trainer

Den Kader verlassen werden Routinier Kai Schwitalski, der seine Karriere beendet, und der in die neu gebildete zweite Mannschaft wechselnde Maximilian Schilling. Marvin Scheunemann will aus beruflichen Gründen kürzer treten.

Wenn der temporäre, aber begrenzte berufliche Einsatz in Hamburg Rasmus Storkebaum nicht entgegen steht, wird er Stephan Krebietke als Co-Trainer insbesondere für die Torhüter- und Athletikarbeit weiterhin zur Seite stehen. Auch bei der demnächst in der Oberliga spielenden B-Jugend wird sich Storkebaum im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützend einbringen.

Torhüter Jörn Maiß schließt sich dem HC Westfalia Herne an

Einen Torwartroutinier hat der HC Westfalia Herne für die kommende Saison verpflichtet. Jörn Maiß (36) war bis Februar beim Drittligisten TuS Volmetal aktiv. Danach hat sich der frühere Keeper des HSC Eintracht Recklinghausen und des SV Westerholt beim HCW fit gehalten und sich jetzt für den aktiven Part entschieden.

Hernes Trainer Stephan Krebietke gewinnt trotz seiner verlässlichen Torhüterriege dem Neuzugang viel Positives ab: „Jörn Maiß war bei TuSEM Essen aktiv und hat auch bei anderen Clubs, unter anderem aus der Regional- und Oberliga, seine Qualität nachgewiesen. Er wird uns sicher bei unseren Zielen in der kommenden Meisterschaftsrunde helfen können.“

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