Tennis

GW-Damen wahren kleine Aufstiegschance

Im Einzel klappte es bei Anastasiia Veselova noch nicht wie gewünscht, dafür zeigte sie später im Doppel ihre ganze Klasse.

Foto: Joachim Hänisch

Im Einzel klappte es bei Anastasiia Veselova noch nicht wie gewünscht, dafür zeigte sie später im Doppel ihre ganze Klasse. Foto: Joachim Hänisch

Hernerinnen gewinnen das Verfolgerduell mit 5:4. Entscheidung fällt im letzten Doppel. Verbandsliga-Herren bringen 6:3-Sieg vom Schlusslicht mit.

Einen perfekten Tennissonntag erlebten die beiden Topteams des TC Grün-Weiß Herne. Die Westfalenliga-Damen entschieden das Verfolgerduell gegen Tennispark Bielefeld knapp mit 5:4 für sich, die Herren kehrten mit einem ungefährdeten 6:3-Erfolg vom Verbandsliga-Schlusslicht TuS Münster zurück.

Westfalenliga, Damen: TC Grün-Weiß Herne - Tennispark Bielefeld 5:4. Mit dem ebenso knappen wie hart erkämpften Sieg festigten die Hernerinnen ihren zweiten Tabellenplatz und haben rechnerisch noch eine kleine Chance auf den Aufstieg. Dazu allerdings müsste der ungeschlagene TC Deuten beide noch ausstehenden Spiele verlieren – höchst unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Ihre eigenen Hausaufgaben aber haben die Grün-Weißen erledigt. Dabei begann es nicht unbedingt nach Plan. Anastasia Veselova hatte im Einzel nicht ihren besten Tag erwischt und musste sich in zwei Sätzen glatt geschlagen geben. Zwar kam Desiree Schelenz nach einer erneut überzeugenden Partie fast zeitgleich als Siegerin ins Clubhaus, aber Franka Schulz konnte ihr Match nach wechselvollem Verlauf nicht nach Hause bringen.

Meglinskaya spielt konstant auf hohem Niveau

Der 1:2-Rückstand nach der ersten Einzelrunde aber hatte nicht lange Bestand. Wie in mehreren Begegnungen zuvor, reichte die angeschlagene Bielefelder Spitzenspielerin Maren Sundermeier ihrer Gegnerin nach nur einem Spiel die Hand. Auf den beiden übrigen Plätzen aber ging es heiß her. Beide Hernerinnen, Anastasia Meglinskaya wie Leonie Polzin, dominierten zunächst, gaben aber den zweiten Satz mit 3:6 ab. Während Polzin danach trotz toller Gegenwehr kein Mittel mehr fand, spielte Meglinskaya unbeeindruckt ihren Stiefel herunter und ließ Lea Jacob im dritten Satz keine Chance mehr. „Das war richtig schön anzusehen. Variables, fast perfektes Tennis“, war auch GW-Trainer John Barrett vom Spiel der Deutsch-Russin begeistert.

Mit 3:3 ging es also in die Doppel, die Spannung stieg. Schnell zeigte sich, dass das dritte Doppel nicht zu gewinnen war. Als Iansitova/Veselova nach gutem Start völlig den Faden verloren und Satz zwei mit 0:6 abgaben, sah es gar nicht gut aus. Doch im Matchtiebreak fanden die beiden Russinnen ins Spiel zurück und sorgten mit einem 10:7-Sieg für den 4:4-Ausgleich.

Herner Doppel spielt den fünften Punkt ein

Zu diesem Zeitpunkt lagen Meglinskaya/Schelenz in einem ganz engen Match mit 7:6, 1:0 vorn. Und das GW-Duo blieb cool, ließ sich vom Spielstand nicht verrückt machen und durfte nach dem verwandelten Matchball viele Glückwünsche entgegen nehmen.

Einzel: Iansitova - Sundermeier 1:0 (Aufg. Bielefeld); Veselova - Meier 2:6, 2:6; Meglinskaya - Jacob 6:2, 3:6, 6:2; Schelenz - Poltrock 6:1, 6:4; Polzin - Schepp 6:3, 3:6, 2:6; Schulz - Wiebusch 3:6, 6:1, 1:6.

Doppel: Iansitova/Veselova - Sundermeier/Wiebusch 6:3, 0:6, 10:7; Meglinskaya/Schelenz - Meier/Schepp 7:6, 6:3; Polzin/Schulz - Jacob/Poltrock 2:6, 2:6.

Verbandsliga, Herren: TuS Münster - TC GW Herne 3:6. Schon in den Einzeln sammelten die Grün-Weißen die erforderlichen fünf Punkte ein. Allerdings leistete der Tabellenletzte unerwartet großen Widerstand. So verloren Turpal Gadamauri an Position 1 und Jan Gerhardt an 6 den ersten Satz jeweils im Tiebreak, hatten beim 7:5 auch im zweiten Durchgang noch einige Mühe und waren erst im entscheidenden dritten Satz eindeutig im Vorteil. Eerik Ahomaa und Janosch Nowicki blieben zwar ohne Satzverlust, wurden aber durchaus gefordert – anders als Buvaysar Gadamauri, der seinem Gegner nicht mal ein Spiel gönnte. Als Verlierer kam hingegen Andreas Nitsch von der Asche. Beide Mannschaften gewannen danach je ein Doppel, das dritte Doppel schenkte Herne kampflos ab.

Abstiegsgefahr ist nur noch theoretischer Natur

Rechnerisch kann zwar noch immer etwas passieren, aber mit 3:2 Siegen und dem gewonnenen direkten Vergleich mit BW Halle III haben die Grün-Weißen den Klassenerhalt so gut wie sicher.

Einzel: T. Gadamauri 6:7, 7:5, 6:1; B. Gadamauri 6:0, 6:0; Ahomaa 6:1, 7:5; Nitsch 6:7, 3:6; Nowicki 4:6, 3:6; Gerhardt 6:7, 7:5, 6:1.

Doppel: B. Gadamauri/Ahomaa 6:7, 4:6; T. Gadamauri/Nowicki 6:4, 6:4.

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