Das Virus und der Sport

Fußball und Corona: „Eine Frage gemeinsamer Verantwortung“

Auf Abstand: Ein Blick Richtung Bank des Fußball-A-Kreisligisten VfB Börnig beim Testspiel am 5. Juli bei der SpVg BG Schwerin. Im Vordergrund VfB-Trainer Jörg Kostrzewa.

Auf Abstand: Ein Blick Richtung Bank des Fußball-A-Kreisligisten VfB Börnig beim Testspiel am 5. Juli bei der SpVg BG Schwerin. Im Vordergrund VfB-Trainer Jörg Kostrzewa.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Ruhrgebiet.  Die Amateurfußballer starten am Wochenende wieder in ihren Ligen – vorab appelliert der FLVW wegen Corona noch einmal an alle Beteiligten.

Der Saisonbeginn rückt näher, ab dem Wochenende geht es wieder um Punkte, und in diesem Jahr ist die Anspannung nicht nur bei Spielern, Trainern und Zuschauern groß.

Gundolf Walaschewski und Manfred Schnieders, dem Präsidenten und dem Vize-Präsidenten des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW), ist sie ebenfalls anzumerken.

Denn Corona wird weiter mitspielen.

Zentrale Botschaft von FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski

Am Donnerstag vor dem Meisterschaftsbeginn hat der FLVW noch einmal zur Video-Pressekonferenz eingeladen.

Die zentrale Botschaft an alle auf und neben den Plätzen gibt Gundolf Walaschewski gleich zum Auftakt aus: „Wir haben alle die moralische Verpflichtung, dass die Sportplätze nicht zu Corona-Hotspots werden.“

„Die jüngsten Fälle haben und unsicher gemacht“

Noch in der vorigen Woche etwa hat sich FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders zwar einigermaßen optimistisch geäußert.

Mittlerweile allerdings hat es auch den Corona-Fall SV Schermbeck gegeben. Das Recklinghäuser Kreispokalfinale mit Schermbecker Beteiligung ist ebenso abgesagt worden wie das erste Oberligaspiel des SV am Sonntag in Holzwickede.

Walaschewski: „Die jüngsten Fälle haben uns unsicher gemacht. Nicht für den Start am Wochenende, aber ob wir die Saison mit allen Spielen und sportlich zu Ende bringen können.“

Eine Frage gemeinsamer Verantwortung

Für Manfred Schnieders vor allem auch eine Frage gemeinsamer Verantwortung. Sei es auf dem Platz, bei der Registrierung der Zuschauer am Eingang oder auch auf den Rängen: „Wir haben versucht, alle Eventualitäten abzudecken. Wegen Corona haben wir in dieser Saison größere Staffeln und mehr Ligen. Ob aber diese Saison gelingt, hängt davon ab, ob sich alle an die Regularien halten.“

Der FLVW hat mit einer verkürzten Winterpause geplant, die Saison läuft bis 30. Juni. Erstes Ziel: die Hinrunde zu spielen, ab dann würde es im Falle eines Abbruchs auch eine Wertung mit Auf- und Absteigern geben. Hätte in einer Liga nicht einmal jeder gegen jeden gespielt, würde die Saison annulliert.

Verdachtsfall sofort melden

Gibt es drei oder mehr Corona-Verdachtsfälle in einer Mannschaft, wird ein Spiel abgesagt. Seien es weniger, könne gespielt werden, so Schnieders – vorausgesetzt, das jeweilige Gesundheitsamt gibt sein Okay für den Rest der betreffenden Mannschaft.

„Wichtig ist es, einen Verdachtsfall sofort zu melden“, so Schnieders. „Und dann muss man im Einzelfall entscheiden.“

Bis zu 18 Spieler pro Kader möglich

Für Missverständnisse hatte in den vergangenen Wochen bei einigen Vereinen die Frage nach der Kadergröße gesorgt. Da laut Coronaschutzverordnung Kontaktsport mit maximal 29 Personen betrieben werden darf, sei ein Kader von 18 Spielern möglich, so Manfred Schnieders – „vorausgesetzt, die sieben Auswechselspieler haben auf der Bank genug Platz, um Abstand zu halten, und Startelf und Auswechselspieler wärmen sich getrennt voneinander auf.“

Infos für Vereine und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme hat der FLVW auf seiner Internetseite zusammengefasst. Das Virus hat seinen Stammplatz sicher – unter https://www.flvw.de/service/corona-aktuell/

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