Frauenfußball Landesliga

Fortuna Herne und SpVgg Horsthausen warten auf den Dezember

Im September standen sich Fortuna und Horsthausen im Herner Pokalfinale gegenüber – das Ligaduell im Oktober fiel wegen Corona-Verdacht aus.

Im September standen sich Fortuna und Horsthausen im Herner Pokalfinale gegenüber – das Ligaduell im Oktober fiel wegen Corona-Verdacht aus.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Herne.  Dem einen Herner Landesligisten passt die Corona-Pause besser, dem anderen weniger. Im Frauenfußball ist das Spielplanproblem nicht ganz so akut.

Der Ball ist vorerst wieder in weite Ferne gerückt. Voraussichtlich bis Ende des Monats heißt es für die Amateur-Fußballerinnen wieder allein schwitzen und versuchen sich irgendwie fitzuhalten. Individual- statt Mannschaftssport steht auf dem Programm. Davon auch betroffen: die beiden Herner Damen-Landesligisten SpVgg Horsthausen und SV Fortuna Herne. Obwohl beide Mannschaften gerne weitergespielt hätten, kam die Pause für eine gerade zur rechten Zeit.

Eine komplette Elf hatte der Sportvereinigung zuletzt entweder verletzt oder angeschlagen gefehlt.

„Aus personeller Sicht kam uns die Zwangspause da natürlich gelegen“, erklärte SpVgg-Trainer Marcel Freienstein. „Die Mädels halten sich alle fit, aber leider werden wir auch noch nach der Pause auf einige verzichten müssen.“

Fortuna Herne war seit dem 4. Oktober nicht mehr am Ball

Die Sehnsucht nach dem Ball dürfte bei Platznachbar Fortuna Herne sogar noch etwas größer sein. Durch Verdachtsfälle im Vereinsumfeld hat der Landesliga-Neuling bereits seit dem 4. Oktober kein Ligaspiel mehr bestritten.

Obwohl mit drei Niederlagen aus drei Spielen alles andere als optimal gestartet, trifft die nun um einen weiteren Monat verlängerte Pause die Fortuna hart. „Die Unterbrechung kam uns ungelegen, weil wir gerade dabei waren uns an den Ligaalltag zu gewöhnen“, meinte SV-Co-Trainer Werner Bingenfeld.

Eine Fortsetzung der Saison in diesem Jahr kann sich Bingenfeld nicht vorstellen. Damit stimmt er SV-Chef-Trainer Thorsten Hohoff zu, der bereits vor dem 1. Spieltag von einem fußballfreien Szenario im Herbst und Winter sprach. Freienstein machte sich ebenfalls seine Gedanken zur Fortsetzung der Saison: „Die Spiele nachzuholen wird eine schwere Aufgabe. Wir sind gespannt, wie die Regelungen dazu aussehen werden.“

Frauenfußball-Landesliga: Lange Winterpause als Vorteil

Ein Vorteil könnte die lange Winterpause der Landesliga sein. Die knapp drei Monate zwischen Mitte Dezember und Ende Februar böten genug Raum, um die November-Spieltage nachzuholen.

Fortuna zum Beispiel hat erst drei Spiele absolviert – muss aber „nur“ noch 23 im Gegensatz zum Beispiel zu Herren-Oberligist SC Westfalia, der noch 32 von 40 Partien austragen müsste, wenn die Saison komplett gespielt werden soll.

Stand jetzt geht es für beide Landesligisten am Nikolaustag wieder los. Das würde fünf Tage Zeit für gemeinsames Training bedeuten. Fünf Tage Zeit, um wieder zu Mannschaftssportlerinnen zu werden.

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