Fußball - Die Aufsteiger

Falkenhorst Herne III: Hobby-Team mit großem Potenzial

Strahlende Aufsteiger: die Fußballer der DJK Falkenhorst Herne III haben den Sprung in die Kreisliga B geschafft.

Strahlende Aufsteiger: die Fußballer der DJK Falkenhorst Herne III haben den Sprung in die Kreisliga B geschafft.

Foto: DJK Falkenhorst Herne

Was für eine Premiere: Debütant Falkenhorst Herne III ist in die Fußball-Kreisliga B aufgestiegen und beweist großes fußballerisches Potenzial.

Die dritte Mannschaft der DJK Falkenhorst ist direkt in ihrem Premierenjahr in die Kreisliga B aufgestiegen. Dabei war der Aufstieg vor der Saison gar nicht geplant, wie Christian Haffner, Coach und Betreuer der Mannschaft in Personalunion, im Nachhinein zugibt: „Sven Avci und Volkan Yaman hatten die Idee eine Mannschaft zu gründen. Es sollte eine Hobby-Mannschaft werden, die sich einmal in der Woche zum Kicken trifft. Natürlich sollte oben mitgespielt werden, aber der Spaß stand von Beginn absolut im Vordergrund“.

Das „Problem“ an der Sache: Die Spieler, die sich zu Saisonbeginn als dritte Mannschaft der Falken zusammenfanden, waren schlichtweg zu gut für dieses ausgegebene Ziel. Dimitrios Tziampazakis und Adem Besli sammelten schon in überkreislichen Ligen Erfahrung, Spieler wie Pascal Zimmermann, Torsten Pankerl oder Celal Bastepe liefen jahrelang in der Kreisliga A auf. „Das sind allesamt richtig gute Fußballer. Und umso länger die Saison dauerte, desto mehr steigerte sich der Ehrgeiz der Jungs. Von Spieltag zu Spieltag hatte der Aufstieg dann immer größere Priorität“, berichtet Christian Haffner.

Hinrunde ohne Niederlage

Bereits in der Hinrunde setzte die DJK ein richtig dickes Ausrufezeichen. Die Haffner-Elf blieb bis zum Jahresende ungeschlagen, gewann von 14 Partien zwölf und spielte zweimal unentschieden. Dabei erzielte die Offensivabteilung starke 99 Treffer. „Diese erste Saisonhälfte verlief nahezu perfekt. Die Partien, in denen wir unentschieden spielten, hatten dabei mindestens B-Liga-Niveau“, sagt der Falkenhorst-Coach.

Diese Partien waren für die Falken auch ein großer Ansporn, nie den Fokus zu verlieren. Denn mit den Mannschaften von Firtinaspor Herne III, die am Ende als Meister aufstieg, der dritten Mannschaft des DSC Wanne-Eickel, dem VfR Rauxel und der DJK Falkenhorst III stritten sich zwischendurch gleich vier viel zu starke Mannschaften für die Kreisliga C um die beiden Aufstiegsplätze. „Wir mussten immer konzentriert bleiben“, so Christian Haffner.

Einzige Saisonniederlage gegen den Meister

Die vier Mannschaften trieben sich auch in der Rückrunde zu Höchstleistungen, so dass der Kampf um den B-Liga-Aufstieg bis zum Ende spannend blieb. Für Falkenhorst setzte es dabei Ende März die einzige (!) Saisonniederlage. Zuhause gegen Firtinaspor Herne II verlor man, nach eigener 2:0-Führung, noch mit 2:3. „Diese Pleite war hart. Daran hatte ich auch noch Tage danach zu knabbern“, gibt der DJK-Coach auch Monate nach dieser Niederlage noch zu.

Doch wie schnelllebig das Fußballerleben ist, merkte er dann nur wenige Wochen später beim „Knackpunkt-Spiel“ gegen die dritte Mannschaft des DSC Wanne-Eickel. Die DJK gewann gegen den direkten Konkurrenten mit 2:1 und legte den Grundstein für den Aufstieg.

Aufstiegsfeier bis in die frühen Morgenstunden

„Nach dem Sieg wusste ich, dass wir es packen werden“, war sich Christian Haffner sicher. Am Samstag, 18. Mai, folgte dann der Höhepunkt: Im Heimspiel gegen den ESV Herne II, das extra auf den Samstagabend vorverlegt wurde, machte Falkenhorst den Aufstieg klar. Im Anschluss ging die Feier im Vereinsheim am Sportzentrum noch bis in die frühen Morgenstunden. Es sollte nicht die letzte Party sein. Nach dem letzten Saisonspiel beim VfR Rauxel fuhr das Team mit einem Planwagen zurück, machte dabei unter anderem Halt beim SV Sodingen, um dort Coach Timo Erkenberg, einem Ex-DJK-ler und aktuell Trainer des SVS, zum Aufstieg in die Westfalenliga zu gratulieren.

„Da ging richtig die Post ab“, lacht Christian Haffner, der seinem Team abschließend ein großes Kompliment macht: „Es müssen alle Spieler hervorgehoben werden, da wir den Aufstieg nur als Team schaffen konnten. Unser Motto war ‚Einer für Alle und Alle für einen‘. Dieses Motto hat wirklich jeder vom ersten Tag an absolut beherzigt und gelebt. Ich bedanke mich bei allen, die mir die Chance gaben, diese geile Team zu trainieren“.

Der Aufstiegskader: Lukas Arias, Sven Avci, Celal Bastepe, Adem Besli, Admir Dizdarevic, Michael Durczewski, Marvin Elges, Sascha Holtz, Yusuf Kaba, Michael Kempf, Joni Khoury, Patrick Kurth, Kamil Maciejewski, Nidal Ibrahim, Oktay Oruc, Torsten Pankerl, Christopher Schewe, Patrick Scholtyschik, Marc-André Schuler, Andre Simon, Habib Taleb, Ali Tosun, Dimitrios Tziampazakis, Volkan Yaman, Pascal Zimmermann und Coach Christian Haffner.

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