Reitsport

Eleganz und Dynamik: Hernes Reiter küren ihre Stadtmeister

Laura Janine Keller ritt auf Hastings Royal K bei den Stadtmeisterschaften. Das Turnier genießt einen hohen Stellenwert.

Laura Janine Keller ritt auf Hastings Royal K bei den Stadtmeisterschaften. Das Turnier genießt einen hohen Stellenwert.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  Anfänger und Etablierte nahmen an den Herner Stadtmeisterschaften im Reiten teil. Es gibt Überlegungen, das Turnier künftig neu aufzustellen.

Reiten ist etwas für Groß und Klein. Das gilt nicht nur für die, die im Sattel sitzen, sondern auch für die, die den Sattel auf ihrem Rücken tragen. Der Pony Schimmel reicht dann schon mal dem Braunen nur bis zum Brustkorb. Das muss kein Nachteil sein. Amüsant sieht es trotzdem aus.

Die Stadtmeisterschaften im Reiten lockten am vergangenen Wochenende wieder eine Vielzahl an Reitern und Pferden auf die Reitanlage an der Sodinger Straße, die RSG Herne-Börnig übernahm wieder die Rolle des Gastgebers. Obwohl es am ersten Turniertag nicht so aussah, waren die Teilnehmerzahlen gegenüber dem vergangenen Jahr stabil. „Das täuscht schon ein wenig"“, bestätigte auch der RSG-Vorsitzende Hubert Borg. Vielleicht lag es am durchwachsenen Wetter, dass sich einige Zaungäste lieber in geschlossenen Räumen aufhielten, als auf dem Reitplatz.

Neben der RSG Herne-Börnig und RFZV St. Hubertus Herne, waren auch wieder einige Einzelreiter mit von der Partie, die zwar in der Stadt wohnen, aber für andere Vereine reiten – die Titel teilten aber RSG und Hubertus unter sich auf.

Gastgeber holen die meisten Titel

Genau wie im Vorjahr konnte der Gastgeber den Großteil der Titel für sich beanspruchen und wurde so auch insgesamt zum Stadtmeister gekürt. Nur drei der insgesamt acht Wettbewerbe konnte St. Hubertus für sich entscheiden. Auch einer der audiovisuell schönsten Titel blieb auf der Reitanlage Egert.

Zum Abschluss des ersten Meisterschaftstages fand der Paarklassen-Wettbewerb Kl. A* statt. „Das ist wie Eistanz zu Pferde. Ein Augen- und Ohrenschmaus“, beschrieb Borg den Wettbewerb im Voraus. Katharina Borg und Sabrina Gerschweski (beide RSG Herne-Börnig) schienen ihre Pferde dabei besonders gut im Griff zu haben und "tanzten" sich auf den ersten Platz.

Neulinge feiern Turniereinstand

Die Stadtmeisterschaft war aber nicht nur eine Veranstaltung für Alteingesessene, sondern auch für die Neulinge auf dem Pferderücken. Schön zu beobachten im Springreiter-Wettbewerb.

Dort duellierten sich Pia Kristin Cebula (RSG Herne-Börnig)und Viviane Regner (RFZV Bochum-Nord). „Es ist schön für die Anfänger mal bei so einem Turnier mitzumachen und nicht immer nur im Kreis zu reiten“, erklärte Borg. Am Ende konnte sich Pia Kristin über ihre Medaille freuen. Ganz selbstkritisch wusste die Neunjährige schon, dass sie bei den Trabstangen durchaus noch etwas Verbesserungsbedarf hat. Genug Zeit zum Trainieren hat sie ja noch vor sich.

Reform des Turniers ist möglich

Die Stadtmeisterschaft ist ein schönes Turnier. Dennoch ist fraglich, ob es in dieser Form auch in den kommenden Jahren stattfinden wird. „Es gibt die Überlegungen, zusammen mit St. Hubertus, ob man die Stadtmeisterschaft nicht in eines der Sommerturniere einbindet“, legte Borg den jetzigen Stand dar. Überstürzen wolle man aber nichts. „Wir wollen keine Entscheidung treffen, die wir dann jedes Jahr widerrufen müssen“, schob er hinterher.

Auch wenn Reitturnier ein fröhliches und teilweise familiäres Ambiente bieten, wurde zum Ende der Stadtmeisterschaften noch ein kleines Tränchen verdrückt: Heinz-Wilhelm Berndsmann (80) wurde nach 35 Jahren als Preisrichter verabschiedet.

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