Westfalenliga

DSC Wanne-Eickel schielt vor Nachholspiel auf Platz drei

Jan-Niklas Kaiser hat sich beim Training noch geschont, um gegen Horst-Emscher wieder Dampf machen zu können.

Jan-Niklas Kaiser hat sich beim Training noch geschont, um gegen Horst-Emscher wieder Dampf machen zu können.

Foto: Dietmar Wäsche

Herne.   Im Nachholspiel tritt der DSC Wanne-Eickel gegen Horst-Emscher an. Dabei geht es nicht nur um einen Hinspielsieg: Wanne schielt auf Platz drei.

Als beste Mannschaft der Rückrunde beweist der DSC Wanne-Eickel aktuell in der Westfalenliga Topform. Am Mittwochabend haben die Jungs von Trainer Holger Flossbach allerdings, neben der Chance auf Platz zwei, die ungewöhnliche Gelegenheit, ihre mittelprächtige Hinrunden-Bilanz nachträglich noch ein wenig aufzuhübschen. Nach mehreren vergeblichen Anläufen soll nämlich um 19.30 Uhr (Reichsstraße) endlich der erste Vergleich mit dem SV Horst-Emscher über die Bühne gehen.

„Man sieht ja schon an der Tabelle, wie wichtig dieses Spiel jetzt für uns ist“, so Flossbach vor dem Duell gegen den Fünfzehnten der Liga. Der am Wochenende planmäßig spielfreie DSC Wanne-Eickel hat schließlich die Chance, sich erstmals in dieser Spielzeit auf Platz drei zu schieben, bei einem deutlichen Heimsieg über Horst-Emscher sogar auf den Platz hinter Spitzenreiter Sinsen. „Das Spiel ist wichtig für die Statistik, aber auch für die Chancen, die wir uns durch harte Arbeit ermöglicht haben.“

Seit zehn Spielen nicht mehr gewonnen

Vor allem das Derby in Hordel, erst drei Tage her, ist noch gegenwärtig. Flossbach: „Das war schon ein hartes Stück Arbeit dort.“ Mit dem 1:0-Sieg der Wanner und der gleichzeitigen Panne von Meinerzhagen zu Hause gegen Wiemelhausen (3:4) kommt der DSC der Spitzengruppe der Westfalenliga Staffel 2 jedoch immer näher.

Horst-Emscher ist da ganz anders unterwegs. Seit zehn Spielen haben die Gelsenkirchener nicht mehr gewonnen und belegen inzwischen Abstiegsplatz 15. Damit scheint es Parallelen in der Entwicklung zu Hordel zu geben und dem DSC möglicherweise bevorzustehen, ein weiteres dickes Brett bohren zu müssen. „Ob die beiden Mannschaften genau vergleichbar sind, weiß ich nicht. Ich denke Hordel ist in der Offensive stärker“, so Holger Flossbach. Die Statistik unterstreicht diese Einschätzung. Horst-Emscher hat mit 25 Treffern aus 21 Spielen so wenig Tore geschossen wie kein anderes Team der Liga. Die Stärken des kommenden Gegners sieht der DSC-Coach eher in der Hintermannschaft.

Westerhoff fehlt gelb-gesperrt

Diese zu überwinden muss derweil ohne Sebastian Westerhoff funktionieren, der nach fünf Gelben Karten zuschauen muss. Flossbach: „Wir müssen unsere Angriffsbemühungen gut dosieren. Vielleicht ist ein schnelles Tor der Schlüssel zum Erfolg.“ Bauen kann der Coach dabei auf Jan-Niklas Kaiser, der zwar noch angeschlagen ist und beim gestrigen Training lieber noch passte, gegen Horst-Emscher aber wohl wieder einsatzfähig sein wird - zumindest teilweise wie schon in Hordel. Fraglich ist indes der Einsatz von Dawid Ginczek, der nach einem Zahnarztbesuch den Heilungsverlauf abwarten muss.

Mit dem aktuellen Rückenwind sieht man sich jedoch in der Lage, nicht nur die Hinrunden-Bilanz polieren zu können. Man will weiter für Furore sorgen.


>> WEITERE INFORMATIONEN: SG Herne 70 holt Heimspiel nach

Auch in der Kreisliga A kommt es heute Abend zu einer Nachholbegegnung. Die SG Herne 70 trägt um 19 Uhr an der heimischen Vödestraße ihr Heimspiel gegen Arminia Ickern aus.

Das Spiel hatte mehrfach abgesagt werden müssen, nachdem Ersatz für einen durchsägten Torpfosten länger als erhofft auf sich hatte warten lassen.

Tabellenführer SG 70 geht als Favorit in die Partie gegen den Liga-Drittletzten und könnte seinen Vorsprung auf die Verfolger ausbauen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben