Fußball Westfalenliga

DSC Wanne-Eickel macht es im Derby zu kompliziert

Wasserschlacht in Wanne-Eickel: Josse Gerick köpft aufs Tor der DJK TuS Hordel, sein Versuch wird aber abgeblockt.

Wasserschlacht in Wanne-Eickel: Josse Gerick köpft aufs Tor der DJK TuS Hordel, sein Versuch wird aber abgeblockt.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Wanne-Eickel.  Auch wenn das Ausgleich für TuS Hordel spät fällt – Punkte verschenkt hat der DSC nicht. Nur einmal spielen die Wanner so einfach wie geplant.

Die Szene des Tages erlebten die 170 Zuschauern beim Westfalenliga-Derby zwischen dem DSC Wanne-Eickel und der DJK TuS Hordel schon vor dem Anpfiff: Alle Wanner Spieler wärmten sich im Nieselregen der Mondpalast-Arena in schwarzen T-Shirts auf, die nur den Namen „Patti“ trugen.

Eine Aufmunterung der Mannschaft für ihren Mitspieler Patrick Preissing, der mit Krücken am Spielfeldrand zusah. Seine Verletzung aus dem Spiel in Iserlohn ist so schwerwiegend, dass ihn DSC-Trainer Sebastian Westerhoff in dieser Saison nicht mehr zurückerwartet. Fußballerisch ansehnliche Szenen gab es danach auf dem nassen Rasen nur noch wenige. Nach 90 Minuten hieß es leistungsgerecht 1:1 (1:0).

Probleme mit dem ersten Kontakt bei Wanne-Eickel

Obwohl der Ausgleich für den Nachbarn aus Hordel erst in der 87. Minute fiel, darf der DSC nicht von zwei verschenkten Punkten sprechen, denn: „Wir haben ordentlich begonnen, dann aber Probleme mit dem ersten Ballkontakt gehabt und zu kompliziert gespielt“, analysierte Sebastian Westerhoff nach dem Abpfiff.

Hinzu kam, dass die Wanner zwar feldüberlegen waren, doch fast immer fehlte die zündende Idee, den dichten Abwehrriegel der Gäste, die in der Defensive auf eine Fünferkette bauten, zu knacken. Dabei begann die Partie für Wanne-Eickel durchaus vielversprechend.

So erklärt Westerhoff den Wechsel im Wanner Tor

Dawid Ginczek hatte schon nach 60 Sekunden das 1:0 auf dem Kopf, scheiterte aber an Hordels Torwart Ivan Prebanic. Auf der anderen Seite stand übrigens Niklas Simpson zwischen den Pfosten: „Der Wechsel war abgesprochen. Er war heute dran“, so Westerhoff.

Chancen, sich auszuzeichnen, hatte Simpson aber kaum, denn die wenigen Angriffe der Bochumer endeten in der sicher stehenden DSC-Abwehr, in der Orkun Koymali den verletzten Davide Basile sehr gut vertrat. „Einfach spielen“: Diese Forderung ihres Trainers setzten die Wanner dann kurz vor dem Wechsel endlich um.

Ein Angriff über die Außen, eine Flanke, ein geblockter Kopfball von Dawid Ginczek, der bei Marvin Piechottka landete, ein überlegter Linksschuss – 1:0. Nach dem Wechsel hielt Wanne den Druck hoch.

Wannes Rückstand nach oben wächst auf sieben Punkte

Vor allem der eingewechselte Marco Kampmann machte über die rechte Außenbahn richtig Alarm. Einer seiner Flankenläufe war für Westerhoff sogar nur durch ein Foul zu stoppen – der Schiedsrichter sah diese Strafraumszene anders und ließ weiterspielen (73.). Diese Angriffe kamen aber zu selten, Wanne spielte vor allem den Ball nicht sauber hinten raus. So kam es, wie es im Fußball (fast) immer kommt.

Der eingewechselte Nick Ruppert verlor in der Vorwärtsbewegung den Ball, im direkten Gegenzug landete eine weite Flanke beim eingewechselten Said Dahoud, der unhaltbar für Simpson einnetzte.

Wanne ist damit nach elf Spieltagen zwar Tabellenzweiter der Fußball-Westfalenliga, der Rückstand auf Spitzenreiter Finnentrop/Bamenohl beträgt aber bereits sieben Punkte.

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