Eishockey

Drei Matchbälle für den HEV

Marcus Marsall und Nils Liesegang im Vorwärtsgang gegen zwei Regensburger, die auch am Gysenberg eine bitterePille schlucken mussten.

Marcus Marsall und Nils Liesegang im Vorwärtsgang gegen zwei Regensburger, die auch am Gysenberg eine bitterePille schlucken mussten.

Foto: Bastian Haumann

Herner EV gewinnt das zweite Spiel gegen den Süd-Dritten aus Regensburg vor 2379 Zuschauern mit 6:1 und geht in der Serie mit 2:0 in Führung.

Für den Herner EV ist das Viertelfinale der Oberliga-Playoffs zum Greifen nahe. Zwei Tage nach dem 5:1-Auswärtserfolg bei den Eisbären Regensburg gewannen die Grün-Weiß-Roten den zweiten Vergleich mit dem Süd-Dritten in der Hannibal-Arena klar mit 6:1 und benötigen nur noch einen Sieg aus maximal drei Spielen, um die Achtelfinal-Serie für sich zu entscheiden.

2379 Zuschauer am Gysenberg bildeten eine stimmungsvolle Kulisse für beide Mannschaften und die waren sofort im Playoff-Modus. Die eigentlich favorisierten Eisbären begannen nach der Heimpleite vom Freitag mit wütenden Angriffen, doch die Herner Defensive um ihren wieder einmal überragenden Keeper Björn Linda behielt Ruhe und Übersicht.

Linda wird zum großen Rückhalt

An Lindas ersten Saves konnte sich das Herner Team aufrichten und durfte sich vorne erneut auf seine Konterstärke verlassen. Die Eisbären versuchten, das Spiel zu machen, mussten es machen nach der Auftaktniederlage, doch wieder ging der Schuss nach hinten los. Nils Liesegang bediente Marcus Marsall, der verdeckt abzog und Eisbären-Keeper Peter Holmgren keine Chance ließ – ein Auftakt nach Maß für die Gastgeber.

Dass die Defensive nicht zu den Stärken der Rot-Weißen gehört, wurde im weiteren Verlauf der Partie immer deutlicher. Brad Snetsinger eroberte die Scheibe in der Regensburger Zone, passte auf Peter Kuhnekath und der Krefelder DEL-Förderlizenzspieler düpierte Holmgren ein zweites Mal – jetzt wuchs der Druck auf den Favoriten schon fast ins Unermessliche.

Fünfminütige Unterzahl überstanden

Es folgte die Szene, die das Spiel und damit vielleicht auch die ganze Serie hätte kippen lassen können. HEV-Verteidiger Maik Klingsporn rammte einen Gegenspieler von hinten völlig unnötig in die Bande, kassierte eine berechtigte Spieldauerdisziplinarstrafe und nun hatten die Gäste fünf Minuten Zeit, ihren Fehlstart zu korrigieren.

Kurz danach ging der Arm von Schiedsrichter Marc André Naust wieder nach oben. Es gab Penalty für die Gäste, doch deren Topscorer Nikola Gajovsky scheiterte an Linda, dessen Teamkollegen wie eine Mauer standen, die fünfminütige Unterzahl ohne Gegentreffer überstanden und auch eine weitere Strafe folgenlos wegsteckten.

HEV ist im Abschluss effektiver

Wie am Freitag war der HEV im Abschluss klar effektiver. Eine 5:3-Überzahl brachte das 3:0 durch Patrick Asselin, der wenig später den Regensburger Verteidigern entwischte und Holmgren erneut überwand. Noch vor der zweiten Pause leisteten sich die Gäste vor dem eigenen Tor einen weiteren Scheibenverlust und der aufgerückte Mike Schmitz vollstreckte zum 5:0 – hier ging an diesem Abend für die Gäste nichts mehr.

Eine einzige Scheibe ließ Björn Linda durchrutschen, doch es gab kein Aufbäumen der Ostbayern mehr. Der Süd-Dritte wusste, dass er verloren hatte, zumal der HEV in diesem Spiel auf alles eine Antwort hatte und nur 32 Sekunden später das halbe Dutzend vollmachte. Der Rest war Alibi-Eishockey von beiden Teams, die am Dienstag um 20 Uhr in der Regensburger Donau-Arena zum dritten Mal aufeinandertreffen.

Herner EV - Eisbären Regensburg 6:1. Drittel: 2:0, 3:0, 1:1. Tore: 1:0 (5:45) Marsall (Liesegang/Thielsch), 2:0 (15:04) Kuhnekath (Snetsinger/Bauermeister), 3:0 (29:57, 5-3) Asselin (Snetsinger/Ackers), 4:0 (32:38) Asselin (Snetsinger/Krämer), 5:0 (39:29) M. Schmitz (Krämer/Kuhnekath), 5:1 (41:52), 6:1 (42:24) Spitzner (T. Schmitz/Fominych). Strafminuten: Herne 13 plus Spieldauer (Klingsporn) – Regensburg 12.

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