Jugendhandball

Dragons liefern beherzten Kampf

Gleich mit beiden Händen krallt sich Nettelstedts Abwehrspieler am Trikot von Chris Funke fest, aber der Herner  bringt den Ball  trotzdem noch zu einem Mitspieler.

Gleich mit beiden Händen krallt sich Nettelstedts Abwehrspieler am Trikot von Chris Funke fest, aber der Herner bringt den Ball trotzdem noch zu einem Mitspieler.

Foto: Bastian Haumann

Dezimierte Dragons des HC Westfalia Herne halten die Niederlage gegen den favorisierten Tabellendritten aus Nettelstedt mit 25:32 in Grenzen.

In der A-Jugendbundesliga (West) lieferten die durch Verletzungspech arg gebeutelten Handballer des HC Westfalia Herne dem Tabellendritten JSG NSM-Nettelstedt einen beherzten Kampf, der allerdings nicht zu gewinnen war.

Indem sich Lion Döpp trotz seiner eine Wurfaktion nicht zulassenden Schulterverletzung wenigstens für Abwehraufgaben zur Verfügung stellte, war wenigstens ein Auswechselspieler der Stammbesetzung zur Stelle. In der Schlussphase ermöglichte kurzzeitig noch der Einsatz des B-Jugendlichen Maximilian Breil eine Entlastung. Die dezimierten Dragons hielten die unvermeidliche Niederlage mit 25:32 (13:16) trotz des nicht zu übersehenden Kräfteabbaus im Rahmen, nachdem es im Hinspiel in voller Besetzung eine 23:36-Schlappe gegeben hatte.

Krebietke findet lobende Worte

Trainer Stephan Krebietke fand deshalb auch lobende Worte für seine Schützlinge: „Wir haben uns tapfer gewehrt und teuer verkauft. In die Halbzeit hätten wir noch mit einem knapperen Rückstand gehen können, wenn uns nach dem 12:13 nicht die Leichtsinnsfehler unterlaufen wären. Ansonsten war bis dahin und auch wieder im zweiten Abschnitt die Leistung mehr als okay. Neben der zum Schluss nachlassenden Kraft war es aber auch die Qualität eines Marvin Mundus, die den Unterschied ausmachte.“ Der Auswahlspieler war mit 13 Treffern der überragende Akteur auf dem Feld.

Gegen die klar favorisierten Ostwestfalen verlief zunächst die Startphase völlig ausgeglichenen. Die jeweiligen Rückstände konnte der HCW immer mit überraschenden Angriffsaktionen egalisieren (3:3). Nachdem Jasper Meier dreimal freistehend , auch von der Siebenmetermarke, am Ex-Herner Mats Grzesinski im Nettelstedter Gehäuse gescheitert war und der Gast fünf Treffer in Folge zum 8:3 nachlegte, schien sich eine hohe Packung anzubahnen. Die Nettelstedter glaubten jedenfalls vor einem Spaziergang mit einem Kantersieg zu stehen.

Doch das wollten die Herner nicht zulassen. Nach zwanzig Minuten hieß es 9:9. Die Gäste wurden zwar nicht übernervös, schauten aber doch leicht ungläubig in die Runde. Auch Mats Grzesinski hatte sich sein „Heimspiel“ sicherlich anders vorgestellt. Nicht nur Jasper Meier, der ihn zweimal mit Wurflegern am Kopf vorbei düpierte, hatte seinen Respekt vor dem vielleicht stärksten Torwart der Liga abgestellt. Bis zum Schluss musste Grzesinski öfter als erhofft insbesondere nach Würfen von Chris Funke (10 Tore), Tom Gusewski (4) und Rasmus Frein (3) hinter sich greifen.

Frein arbeitet gut am Kreis

Funke und Gusewski hatten im Rückraum die Hauptlast im Offensivspiel zu tragen. In manchen Situationen hätte man Tom Gusewski noch etwas mehr Mut und Durchsetzungsvermögen gewünscht. Richard Sibbel bemühte sich in der zweiten Reihe um Entlastung, fühlt sich aber am Kreis sichtbar wohler. Diese Rolle übernahm als ständiger Unruheherd und intensiver Arbeiter im gegnerischen Abwehrverbund Rasmus Frein sehr ordentlich, fand bei den Unparteiischen leider nicht die nötige Unterstützung. Zu selten wurden die robusten Aktionen der JSG geahndet.

Das Tempospiel der Strünkeder wurde zwangsläufig etwas gelähmt, weil Lion Döpp und Julian Ollesch permanent zwischen Abwehr und Angriff wechseln mussten. Die in der 41. Minute erstmals erzielte Sieben-Tore-Führung (23:16) brachten die Ostwestfalen letztlich sicher und verdient ins Ziel. Für den keineswegs enttäuschenden Jan Bystron hütete in der Endphase nach langer Verletzungspause erstmals wieder Simon Seifert das Tor.

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