Fußball - Turnier um den manfred-gall-pokal

Der SC Westfalia Herne verteidigt den Titel

Westfalias Fatmir Ferati (vorn r.) lässt hier im Endspiel Fortunas Volkan Yaman aussteigen.

Foto: Rainer Raffalski

Westfalias Fatmir Ferati (vorn r.) lässt hier im Endspiel Fortunas Volkan Yaman aussteigen. Foto: Rainer Raffalski

Der SC Westfalia Herne hat dasTurnier um den Manfred-Gall-Pokal gewonnen. Eine Überraschung gab es in der Vorrunde.

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Er stand schon längst auf der Liste als bester Spieler des diesjährigen Turniers um den Manfred-Gall-Pokal, aber Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit im Finale hätte Devin Hyna vom SV Fortuna Herne fast noch ein großes Ausrufezeichen gesetzt.

Es war die letzte Chance für den Bezirksligisten in diesem Endspiel gegen den Westfalenligisten SC Westfalia Herne, aber Westfalia-Torhüter David Wassmann hielt – und damit half er seiner Mannschaft entscheidend zum 3:2-Erfolg und zur Titelverteidigung bei der inoffiziellen Stadtmeisterschaft.

Der letzte Schuss saß nicht, aber die Auszeichnung als bester Spieler des Turniers ging trotzdem an Devin Hyna. Als bester Keeper des Turniers wurde Patrick Rojeck (SG Herne 70) herausgefischt – für beide Kategorien zählten die Leistungen an beiden Turniertagen in der Sporthalle am Westring.

Manch andere Kandidaten waren lediglich an einem der beiden Tage in Herne am Ball. Der SC Westfalia Herne etwa hatte am Samstag auch beim Hallenfestival im niedersächsischen Hellern gespielt, dort einen starken dritten Platz erreicht, und dabei war Marko Onucka als bester Spieler ausgezeichnet worden.

Die Herner jubelten nach einem Finale, das zwischenzeitlich hektisch wurde, inklusive Kurz-Rudelbildung nach einem Zweikampf an der Mittellinie.

Nachdem auch die beiden Trainer Michele di Bari (SV Fortuna Herne) und Christian Knappmann (Westfalia) mitgeschlichtet hatten und sowohl Marcel Ramsey (Westfalia) und Younes Messaoud (Fortuna) für zwei Minuten vom Platz gehen mussten, kippte die Finalstimmung auf dem Platz noch einmal kurzzeitig. Fortunas Selver Gasnjan entriss Westfalia-Spieler Philipp Rößler bei einem Gerangel in der Hallenecke den Ball. Rößler fiel, Gasnjan bekam vom Schiedsrichter „Rot“.

1:2 stand es da aus Sicht der Fortunen. Marko Onucka und Fatmir Ferati hatten das 1:0 für die Westfalia vorbereitet, Philipp Rößler zum 1:0 abgeschlossen (4.). Das 2:0 erzielte Nils Vespermann (8.), vorbereitet von Westfalia-Neuzugang Marcel Ramsey, doch noch in derselben Minute legte Özgür Cetinbag den Ball in den Lauf von Devin Hyna, der den Ball zum Anschlusstreffer ins Westfalia-Tor lenkte.

Das Spiel wurde offen, aber nach den Hinausstellungen fand die Westfalia schneller wieder die Schiene. Fatmir Ferati, vorbereitet von Marko Onucka, traf zum 3:1 (12.). Aber die Fortuna ließ sich nicht so schnell abschütteln, Volkan Yaman verkürzte noch einmal auf 2:3 (14.), ehe David Wassmann mit der Schlussparade das Spiel entschied.

Dass die Westfalia den Titel gewann, war für Trainer Christian Knappmann logisch: „Wir waren die beste Mannschaft dieses Turniers, haben starke Gegner auch schon im Viertel- und im Halb finale geschlagen.“ Klar 6:2 hatte es im Viertelfinale gegen den SV Sodingen geheißen, im Halbfinale gegen den DSC Wanne-Eickel setzte sich die Westfalia mit 4:0 durch.

Die Wanner hatten bis dahin ein souveränes Turnier gespielt, aber für Herne trafen Kevin Steuke, Fatmir Ferati, Marko Onucka und Nils Vespermann. Der DSC Wanne-Eickel sicherte sich noch Platz drei durch ein 4:1 über die SG Herne 70.

Der A-Kreisligist, bei diesem Turnier gecoacht von Marc Schmidt, spielte sich bis ins Halbfinale vor, führte schon 3:0 gegen den SV Fortuna. Doch die Fortuna kämpfte sich hinein in dieses Spiel, glich aus und ging durch Chahin Abdallah in Führung – die letzte SG 70-Chance blieb ungenutzt.

Fortuna-Trainer Michele di Bari war mit Platz zwei, nach zweimal Viertelfinale bei diesem Turnier, zufrieden: „Das ist besser gelaufen, als wir uns das vorgestellt hatten.“

Überraschend frühes Aus für die SpVgg Horsthausen

Während sich alle anderen Favoriten souverän durch die Vorrunde des 28. Manfred-Gall-Gedächtnisturniers des SV Sodingen spielten, musste Bezirksligist SpVgg Horsthausen bereits in der Vorrunde die Segel streichen.

Die klassenhöchsten Teams Westfalia Herne und der DSC Wanne-Eickel gaben sich mit jeweils drei Siegen aus drei Partien keine Blöße, und auch Gastgeber SV Sodingen zeigte eine souveräne Leistung in der Vorrunde.

Gruppe A

In der Gruppe A setzte sich Gastgeber SV Sodingen ganz souverän vor Bezirksligist BV Herne-Süd und dem SC Constantin durch.

Nur in der Auftaktbegegnung hatte der SVS mit Herne-Süd einige Probleme, gewann die Partie am Ende dann aber doch mit 5:3. Die weiteren Spiele gegen Constantin (6:1) und Falkenhorst (7:2) bestritt das Team des Ausrichters ganz souverän.

Den dritten Platz und somit die Teilnahme an der Zwischenrunde sicherte sich der SC Constantin, der Falkenhorst mit 2:0 schlug und auch gegen Herne-Süd ein respektables Unentschieden erreichte. B-Ligist DJK Falkenhorst schied nach drei Niederlagen aus.

Gruppe B

In der stärksten Gruppe der Vorrunde musste überraschend der Bezirksligist SpVgg Horsthausen die Segel streichen.

Zwar gewann das Team von Marc Gerresheim eine Partie gegen die Sportfreunde Wanne mit 3:2, doch da bei gleicher Punktzahl der direkte Vergleich zählte und Horsthausen das Spiel gegen A-Ligist VfB Börnig mit 1:3 verlor, schied das Team aus.

Nach Erfolgen gegen Firtinaspor und Börnig und einer Niederlage gegen Horsthausen setzten sich am Ende die Sportfreunde Wanne in dieser Gruppe durch, gefolgt von Landesligist Firtinaspor Wanne und dem VfB Börnig.

Gruppe C

In der Gruppe C zeigte vor allem A-Ligist RSV Holthausen, dass die Mannschaft von Oliver Kipp über gute Hallenspieler verfügt. Die Partie gegen Arminia Holsterhausen wurde souverän mit 5:2 gewonnen, gegen Bezirksligist Fortuna Herne erspielte sich der RSV einen Punkt. Nur gegen den Gruppensieger DSC Wanne-Eickel gab es am Ende eine vermeidbare 2:3-Niederlage.

Der DSC setze sich in dieser Gruppe mit drei Siegen durch, gefolgt von Fortuna Herne und Holthausen. Arminia Holsterhausen schied nach drei klaren Niederlagen aus.

Gruppe D

In der vierten Gruppe der Vorrunde sicherte sich Westfalia Herne den Gruppensieg. Der Westfalenligist gewann alle drei Spiele, hatte dabei nur in der ersten Partie gegen den SV Wanne 11 einige Probleme. Erst in der letzten Minute schoss der SCW den 3:2-Sieg heraus.

Hinter der Westfalia sicherten sich die 11-er den zweiten Tabellenplatz, als Tabellendritter dieser Gruppe erreichte die SG Herne 70 die Zwischenrunde. Nach drei deftigen Niederlagen war das Turnier für B-Ligist Arminia Sodingen schnell beendet.

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