Das letzte Aufgebot

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SCW-Trainer Frank Schulz kann gegen Gütersloh gerade mal elf Feldspieler aufbieten.Sven Barton wurde gestern operiert. Gunkel geht nach Speldorf, Kluy als Neuzugang im Gespräch

FUSSBALL OBERLIGA WESTFALEN 360 Minuten sind noch zu überstehen, dann ist eine turbulente, ereignisreiche Oberligasaison für den SC Westfalia Geschichte. Endlich, wie man sagen muss. Seit dem Verzicht auf die Regionalligalizenz ist die Luft doch ziemlich raus. Die Zuschauer zeigten zuletzt kaum Interesse, und auch den wenigen noch einsatzbereiten Herner Spielern fällt es langsam schwer, die letzten Körner herauszuholen.

Morgen aber müssen sie sich noch einmal zu einem Kraftakt aufraffen, um dem Tabellenvierten FC Gütersloh 2000 am Schloss Strünkede (15 Uhr) Paroli zu bieten. Die Mannen vom Heidewald sind zwar in einer ähnlichen Situation wie der SCW, leisteten sich zuletzt gegen den Abstiegskandidaten RW Ahlen II eine 1:3-Heimpleite mit zwei roten (Miletic, Bittner) und einer gelb-roten Karte (Burger), besitzen aber einen qualitativ und quantitativ so gut bestückten Kader, dass sie den einen oder anderen Ausfall gut verschmerzen können.

Der Westfalia aber gehen so langsam die Spieler aus. Sven Barton lag gestern im Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen auf dem OP-Tisch, wo die Ärzte eine stark mitgenommene Gesichtshälfte mit Schäden an Jochbein, Augenhöhle, Kiefer und Nasenbein restaurieren wollten. Auch ein Nerv war in Mitleidenschaft gezogen. "Die ganze Seite war taub. Man kann nur hoffen, dass Sven wieder richtig gesund wird", wünscht Trainer Frank Schulz dem Westfalia-Urgestein alles Gute.

Neben Barton fallen Michael Baum (Sperre), Tobias Urban (Montage), Sebastian Kohl (Aufbautraining) und Stefan Urbainski (Knieprobleme) aus, so dass Schulz gerade noch elf Feldspieler aufbieten kann. Also werden erneut einige A-Jugendliche auf der Bank sitzen, obwohl sie morgens zunächst ein wichtiges Spiel in der Westfalenliga absolvieren müssen. "Für den Notfall muss das reichen", sieht Schulz dazu keine Alternative.

Schulz und Gütersloh - da war doch was? Richtig. Wochenlang hat der FCG hartnäckig um den Herner Trainer geworben, bis der sich in der letzten Woche endgültig entschloss, in Herne zu bleiben. "Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere", hat Schulz dieses Thema bereits abgehakt.

Einen Vorteil aber nimmt er mit. "Weil ich zweimal da unten war, kenne ich die Mannschaft ziemlich genau."Besonders der Angriff sei mit Knappmann und Bienemann sehr gut besetzt. Sie auszuschalten, dürfte mangels Abwehrspieler nicht ganz einfach werden. "Vielleicht treten wir einfach die Flucht nach vorne an und es wird ein ähnlich tolles Spiel wie im letzten Jahr bei unserem 5:3-Sieg im Pokal."

Neuigkeiten gibt es auch in Sachen Personalplanung: Ersatztorwart Thorben Gunkel geht mit Mykola Makarchuk zum VfB Speldorf, Yakub Köse zieht es nach Schermbeck. Dafür steht der Ex-Sodinger Andreas Kluy vor seiner Unterschrift am Schloss.

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