Serie - Heimspiel

Damen von Elmar Herne spielen als eingeschworenes Team

Abwehrarbeit: hier verteidigen die Elmar-Spielerinnen (von links) Julia Wontora, Carolin Mayer und Franziska Parwolowski im Spiel gegen den Bochumer HC III.

Abwehrarbeit: hier verteidigen die Elmar-Spielerinnen (von links) Julia Wontora, Carolin Mayer und Franziska Parwolowski im Spiel gegen den Bochumer HC III.

Foto: Sabine Hahnefeld

Die Handball-Damenmannschaft von Elmar Herne geht in ihre zweite Saison. Die Spielerinnen kennen sich allerdings schon länger.

Es hätte ein gutes Omen sein können, als klar wurde, dass Elmar Hernes Damen-Trainer Ingo Ciekawy am ersten Spieltag der neuen Saison nicht an der Seitenlinie stehen würde. Ein Termin verhinderte seine Anwesenheit, genau wie vor knapp einem Jahr. Endergebnis damals: Ein 16:6-Sieg der Hernerinnen gegen Olfen. Die Hoffnungen der 30 Zuschauer, die sich am Samstag in der Sporthalle der Kolibrischule versammelt hatten, auf eine Wiederholung waren also geweckt. Allerdings brachte die Abwesenheit des Trainers den Damen dieses Mal kein Glück: Die Hernerinnen mussten sich am 1. Spieltag der 1. Kreisklasse dem Absteiger vom Bochumer HC 3 mit 9:11 (3:4) geschlagen geben. Ein kleiner Rückschlag, aber nichts, was diese eingeschworene Truppe groß zurückwerfen würde.

Es ist erst die zweite Saison für die Damenmannschaft von Elmar Herne. Die Spielerinnen kennen sich dennoch schon gut. Viele haben schon vorher beim TV Wanne 1885 zusammen gespielt, und sich dann – fast geschlossen – dazu entschieden, zu dem kleinen Club nach Herne zu wechseln, um dort eine neue Abteilung zu eröffnen. Die Gründe für den Wechsel seien vielfältiger Natur gewesen, so Trainer Ciekawy, der ebenfalls früher beim TV Wanne tätig war. Bei Elmar Herne sei man gut aufgenommen worden und habe sich sehr schnell sehr wohl gefühlt, erklärt er weiter.

Bereits beim Aufwärmen wurde deutlich, dass hier eine Mannschaft an den Start ging, die sich seit Jahren kennt. Die Übungen wurden, ohne unnötige Kommandos, von den Spielerinnen selbst angesagt und durchgeführt.

Co-Trainer Alexander Scharpenberg schaute entspannt dabei zu. Auch während des Spiels hatte er wenig zu tun. Die Damen wissen, was sie tun. Komplett ungecoacht blieben sie aber in diesem Spiel gegen Bochum nicht. „Von der Seitenlinie sieht man einige Sachen dann doch besser als aus dem Spiel heraus“, so Scharpenberg.

Die Elmar-Damen schlugen sich gegen einen körperlich überlegenen Gegner, vor allem in der ersten Halbzeit, sehr achtbar. Die gut stehende Herner Defensive stellte die Bochumerinnen vor einige Probleme. Vorne wollte es allerdings nicht so recht klappen. Die Bochumer Torhüterin hatte kaum Probleme mit den Würfen der Hernerinnen. Ein Offensivspektakel sieht anders aus. Die logische Konsequenz: 3:4 zur Halbzeit. „Das ist ja wie beim Fußball heute“, monierte die verletzte Elmar-Spielerin Laura Matecki nach dem Pausenpfiff.

In der zweiten Halbzeit taten beide Vereine einiges, um das Ergebnis aus der Fußball-Region herauszuwerfen. Mehr als ein 9:11 war am Ende, aus Herner Sicht, aber nicht drin. Kein Grund die Köpfe hängen zu lassen. Denn das wichtigste scheint hier das zu sein, was man kurz vor Anwurf den Spielerinnen auf dem Feld zurief: „Habt Spaß!“

Die Einheit, die die Damen von Elmar Herne bilden, steht exemplarisch für den ganzen Verein. Hier wird nicht von Einzelnen bestimmt, sondern viele Leute werden mit einbezogen. Der Verein möchte zusammen mit den Aktiven, durch transparente Zusammenarbeit, gemeinsam etwas erreichen, so Trainer Ingo Ciekawy. Es gehe nicht darum, nur eine Mannschaft oder eine Altersklasse aufzubauen, sondern den ganzen Verein.

Ein erster Schritt ist die neu gegründete weibliche C-Jugend. Irgendwann sollen möglichst alle Altersklassen besetzt sein und immer wieder junge Spielerinnen nachrücken. Der Spaß am Handball wird dabei nicht zu kurz kommen.

>>Fünf Aspekte zu den Elmar-Handballerinnen

Unser Verein bietet. . .

Trainer Ingo Ciekawy und die Elmar-Handballerinnen: Handball. Zwar nicht in der Bundesliga, dafür mit viel Herz und Ehrlichkeit.

Unser Verein ist toll, weil. . .

wir alle zusammenhalten und an einem Strang ziehen. Man kann sich auf die Mannschaft verlassen, sowohl auf dem Feld, als auch außerhalb der Halle. Wir freuen uns über den Erfolg jeder Einzelnen.

Der größte Erfolg unseres Vereins war. . .

die Neugründung einer Damenmannschaft vor zwei Jahren und einer weiblichen Jugendmannschaft in diesem Jahr.

Wir wünschen uns für unseren Verein:

Dass wir an unseren Stärken wachsen. Sowohl was die Mitgliederzahlen, als auch die sportlichen Erfolge angeht. Mehr Hallenzeiten wären ebenfalls gut.

Was wir schon immer mal loswerden wollten:

Es ist schön, dass es Elmar Herne gibt und jede/r so sein kann wie er ist. Hand aufs Herz. Danke. Besonders auch an das Trainergespann.

Der Verein im Internet: www.elmarherne22.de

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