American Football Landesliga

Black Barons Herne sind bereit für den Saison-Höhepunkt

Der Tabellenführer kann kommen, die Black Barons Herne fühlen sich gewappnet (wie hier im Spiel gegen Duisburg).

Der Tabellenführer kann kommen, die Black Barons Herne fühlen sich gewappnet (wie hier im Spiel gegen Duisburg).

Foto: Kerstin Buchwieser / FUNKE Foto Services

Herne.  Im letzten Saisonspiel empfangen die Herner als Tabellenzweiter den designierten Meister Bocholt Rhinos. Platz zwei könnte zum Aufstieg reichen.

Showdown an der Ponderosa. Die Landesliga-Saison der Herner Black Barons steuert auf ihr Finale zu. Und im letzten Akt trifft die Crew von Headcoach Kai-Uwe Weitz als Tabellenzweiter auf eigenem Platz auf den Spitzenreiter Bocholt Rhinos. Platz eins ist für die Barons zwar nicht mehr erreichbar. Mit einem Sieg jedoch könnten sie sich Platz zwei sichern und damit auch eine Chance auf den Aufstieg erhalten.

Es ist also ordentlich Musik drin zum Finale. Ob Platz zwei am Ende für einen Aufstieg reichen wird, entscheidet erst der Ausgang in den höheren Ligen, genauer: wie die NRW-Klubs oberhalb der Landesliga abschneiden. „Eigentlich sind wir ja nur Aufsteiger und sollten kleinere Brötchen backen“, gibt Kai-Uwe Weitz zu bedenken. Das aber fällt den Black Barons gar nicht so leicht, wo der Durchmarsch doch zum Greifen nah ist.

Auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter

Die Rhinozerosse aus Bocholt führen die Tabelle zwar uneinholbar mit makellosen 16:0 Punkten an. Dennoch sehen sich die Herner (12:6) gut gerüstet und sogar auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter. Der Ärger über den Ausgang des Hinspiels wirkt etwa noch immer nach. „Wir sind wie eigentlich immer über den Kampf ins Spiel gekommen“, erinnert sich Weitz, „es stand kurz vor Schluss 14-zu-14.“ Schließlich jedoch sorgte eine Regelschwäche eines Akteurs für einen leichten Gegenangriff der Rhinos in den Schlusssekunden und das Spiel ging noch 14:17 verloren. Ein Geschenk. Weitz: „Echt ärgerlich.“

Doch auch das gehört zum Lernprozess des noch jungen Herner Teams. Das Konzept, das der Headcoach gegen Bocholt verfolgen will, lautet derweil unverändert: „Passen, passen, passen“, so Kai-Uwe Weitz. Darüber hinaus: „Die Verteidigung muss halten und die Special Teams müssen versuchen, ihre Fehler abzustellen.“

Hoffnungsträger Paul Marx soll den Ball an den Mann bringen

Hoffnungsträger in der Herner Mannschaft ist einmal mehr Quarterback Paul Marx, Neuzugang aus Bochum. „Das ist ein Spieler, der den Ball in die Luft und an den Mann bringt“, erläutert der Barons-Headcoach. Auch wenn die Hausherren auf einige kranke und arbeitsbedingt fehlende Akteure verzichten müssen, geht man zuversichtlich ins letzte Saisonspiel. Weitz: „Es ist ärgerlich, dass wir nicht die stärkste Mannschaft aufs Feld bringen können.“ Allerdings habe man inzwischen eine gute Tiefe im Kader. Deshalb vermutet der Trainer auch: „Das wird wieder ein Spiel auf Augenhöhe wie schon im Hinspiel.“

Gelingt der Revanchesieg über die Bocholt Rhinos, stünden die Chancen auf Platz zwei sehr gut. Brilon Lunberjacks (3.) und Duisburg Vikings (4.), nach Minuspunkten beide gleichauf mit Herne, stehen sich zeitgleich am Sonntag im Verfolgerduell gegenüber. Und der Score, welcher bei eventueller Punktgleichheit am Saisonende über die Platzierung entscheidet, spricht für die Black Barons. Das jüngste 38:6 über die Kleve Conquerors könnte sich nachträglich nochmals positiv auswirken.

Jugend ist das Pfund der Barons

Wie auch immer das entscheidende Spitzenspiel und damit das Aufstiegsrennen ausgeht, auf die folgende Spielzeit freut man sich schon jetzt. „Wir haben aktuell zehn Mann in Auswahlmannschaften“, blickt Kai-Uwe Weitz stolz auf den eigenen Nachwuchs im Verein. „Unsere Jugendarbeit ist unser Pfund.“ So schafften Maurice Zernick und Maximilian Weitz jüngst den Sprung in die U17-NRW-Auswahl. Auf Louis Zielinski wartet ein US-Trip mit der U15. Und mit Enno Matthes, Leon Steier, Leopold Weitz, Ole Hoffmann, Dustin Zur, Cagan Yilmaz und Maurice Daschek fahren im Herbst gleich sieben U13-Barons auf Tour nach Kroatien.

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