Fussball - Westfalenliga

Beim SV Sodingen sind aktuell kaum Wunderdinge zu erwarten

Dennis Konarski, der hier im Spiel gegen Wickede per Kopf klärt, fällt beim SV Sodingen wegen Gelb-Rot-Sperre aus.

Dennis Konarski, der hier im Spiel gegen Wickede per Kopf klärt, fällt beim SV Sodingen wegen Gelb-Rot-Sperre aus.

Foto: Manfred Sander / FUNKE Foto Services

Im ersten Spiel nach der Trennung von Timo Erkenberg gastiert der SV Sodingen beim Lüner SV. Viele weitere Gespräche standen unter der Woche an.

Lüner SV - SV Sodingen (So., 14.30 Uhr, Schwansbeller Weg 7a, Lünen). Turbulente Tage liegen hinter dem SV Sodingen. Nachdem sich der Traditionsklub am Dienstag von seinem Meistertrainer Timo Erkenberg getrennt hatte, standen im weiteren Wochenverlauf noch zahlreiche weitere Gespräche auf der Tagesordnung.

Man rückt im Abstiegskampf der Westfalenliga näher zusammen. Schließlich ist bei lediglich zwei Zählern Abstand zu Platz 13 und zwanzig ausstehenden Partien selbstverständlich noch lange nichts verloren.

Erst einmal die Trainer-Karte gespielt

Vor dem Lünen-Spiel nun hat man erst einmal die Trainer-Karte gespielt. „Wenn sie diesen Impuls gebraucht haben, dann gibt es da jedenfalls jetzt keine Ausrede mehr“, so Stefan Gosing. Der Sportliche Leiter der Sodinger hat in diesen Tagen einiges zu tun.

„Ich war in dieser Woche wirklich gut ausgelastet“, scherzt Gosing. Im Ausnahmezustand umfasste sein Wochenplan: Training leiten, Spieler aufbauen, sich Gedanken zum nächsten Gegner machen und nebenbei einen neuen Trainer suchen.

Für Sodinger ist es eine Frage der Mentalität

Wunderdinge werden unter diesen Bedingungen im Verein nicht erwartet. Stefan Gosing wünscht sich, dass die Mannschaft wieder die Einstellung an den Tag legt wie in den ersten Spielen der Spielzeit. „Es ist eine Frage der Mentalität. Dass man sich zerreißt, und zwar auch für den Mitspieler“, so der SVS-Interimstrainer.

Genau diese Einstellung hatte die Mannschaft zu Saisonbeginn eindrucksvoll an den Tag gelegt. Durch fehlende Erfolgserlebnisse jedoch ist das Feuer zunehmend erloschen. Zweimal 1:6 war da wohl zuletzt so etwas wie die logische sportliche Konsequenz.

Auch bei Rückschlägen zusammenreißen

Neben dem Sich-zerreißen macht sich Multi-Funktionär Gosing dafür stark, dass sich die Jungs im Spiel auch bei Rückschlägen zusammenreißen. „Bei einem Gegentor zum 0:1 ist ja nicht gleich das Spiel verloren“, impft er den Jungs ein. „Sie müssen die Situation im Abstiegskampf annehmen.“

Gelingt das, dann ist es auch nicht unbedingt entscheidend, dass Kaminski (Gelb-Rot), Yigit (beruflich verhindert) und El-Mansoury (privat) ausfallen, dass Ajeti angeschlagen ist und auch Freyni, Bertram oder Konarski im Prinzip ohne Training sind. „Das macht es natürlich nicht einfacher“, sagt Stefan Gosing und betont auch: „Das wird ein brutal schweres Spiel.“

Trainer-Bewerbungen flattern von allein ins Haus

Lünen liegt aktuell punktgleich vor Sodingen auf dem Relegationsplatz. Die tabellarische Situation ist für den SVS also bei Weitem nicht so dramatisch wie diese Tage am Holzplatz.

Entsprechend konstatiert der Sportliche Leiter auf seiner Trainersuche auch: „Der SV Sodingen ist immer noch attraktiv. Die Bewerbungen von Trainern kommen von ganz alleine rein.“ Entsprechend optimistisch geht der Blick auch wieder nach vorne.

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