Sportgala Herne

Basketballerinnen räumen kräftig ab

Oberbürgermeister Frank Dudda inmitten der frisch gekürten Mannschaft des Jahres, den Basketballerinnen des Herner TC.

Oberbürgermeister Frank Dudda inmitten der frisch gekürten Mannschaft des Jahres, den Basketballerinnen des Herner TC.

Foto: Klaus Pollkläsener

Herner TC feiert Bronze-Plakette, SSB-Ehrenpreis für Wolfgang und Felicia Siebert und Titel „Mannschaft des Jahres“. Viele weitere Ehrungen.

Die Sportgala der Stadt Herne am Freitagabend im Kulturzentrum und die dortige Ehrung herausragender sportlicher Leistungen im Kalenderjahr 2018 stand diesmal ganz im Zeichen des Herner Turn Club 1880.

Der Damenbasketball-Bundesligist wurde für den letztjährigen Platz drei in der DBBL mit der Sportehrenplakette in Bronze geehrt. Mit Wolfgang und Felicia Siebert wurden die Macher des Vereins mit dem SSB-Ehrenpreis belohnt und schließlich setzten sich die Damen von Trainer Marek Piotrowski auch noch in der Wahl zur Mannschaft des Jahres durch. Mehr geht kaum - oder doch? Der Herner TC ist ja auch so etwas wie die Mannschaft der Stunde.

Auf dem Weg zum Höhepunkt

„Der HTC ist eine Erfolgsgeschichte“, unterstrich der Moderator des Abends, Werner Hansch, und er spekulierte gleich im Anschluss: „Und die Geschichte ist noch nicht zu Ende.“ Immerhin geht die Mannschaft als aktueller Hauptrundensieger auf eigenem Parkett favorisiert ins Pokal-Final-Four am kommenden Wochenende. Hans-Peter Karpinski sieht den Verein ebenfalls „in den nächsten vier Wochen auf den Höhepunkt“ zusteuern. „Dann ist Herne vielleicht Pokalsieger und“, so der SSB-Chef in seiner Ladatio für „Wolle“ und „Feli“ Siebert, bevor er kurz innehielt, „naja, von der deutschen Meisterschaft möchten wir noch gar nicht sprechen.“

So viel geballte Basketball-Power stellte jedenfalls die vielen weiteren beachtlichen und deshalb geehrten Leistungen an diesem Abend ein wenig in den Schatten. Selbst die 83-jährige Masters-Schwimm-Europameisterin Helga Reich (Hansch: „Ein Vorbild für alle Sportler.“), Ironman-Altersklassen-Siegerin Jennifer Schlosser (HTT 11), die Kegel-Weltmeisterinnen Silke Blum und Annika Hilkmann oder die zahlreichen Deutschen Meisterinnen und Meister.

Applaus für den HEV-Auswärtssieg

Und letztlich musste sich auch der Herner EV der aktuellen HTC-Form beugen, der bei der Wahl nach zuletzt vier Siegen hintereinander diesmal hinter den Basketballerinnen „nur“ Zweiter wurde. Persönlich konnten die Kufencracks vom Gysenberg diesmal übrigens nicht anwesend sein. Denn am Abend waren sie schon wieder sportlich unterwegs: in Regensburg zum ersten Playoff-Spiel. Der sich dort anbahnende Herner Erfolg in der bayerischen Oberpfalz wurde dabei den Gala-Gästen unmittelbar kommuniziert. Das 1:0 wurde verkündet, ein zweiter Treffer sei nicht anerkannt worden, „ganz sicher zu Unrecht“, sprach Oberbürgermeister Frank Dudda spontan allen HEV-Anhängern aus der Seele. Am Ende stand bekanntlich ein Herner 5:1-Auswärtssieg in Regensburg.

Dass auch der aktuelle Sport bei einer Rückblick-Show wie der Sportgala eine Rolle spielt, dafür sorgte nicht zuletzt immer wieder Insider und wandelndes Lexikon Werner Hansch. Auch in dem gewohnten Ehrungsreigen fand dieser wiederholt Anlass für eine passende Anekdote.

Breites Spektrum

Für ihre Vorjahreserfolge geehrt wurden insgesamt 102 Akteure aus einem breiten Spektrum an Sportarten. Daneben wurden acht verdiente Vereinsmitarbeiter ausgezeichnet. Und Oberbürgermeister Frank Dudda schließlich ehrte zehn weitere Athleten in besonderer Kategorie, ehe die HTC-Damen zum Ende der Veranstaltung im Kulturzentrum auf den Mannschafts-Thron gewählt wurden.

Zu der Wahl der Mannschaft des Jahres hatten Hernes Bürger und eine Fachjury jeweils ihr Urteil abgegeben. Beide Resultate wurden 50-50 zusammengefügt und ergaben schließlich das endgültige Wahl-Ergebnis. Der HTC setzte sich hiernach mit 18 von 20 möglichen Punkten durch, vor dem HEV (17). Einen weiteren Punkt dahinter landeten die A-Jugend-Handballer des HC Westfalia Herne. Insgesamt standen zehn Herner Teams zur Wahl. Am Bürgervoting beteiligten sich knapp 3000 Menschen.

Schlagabtausch mit der Bratpfanne

Gemischt sportlich präsentierte sich auch das Show- und Unterhaltungsprogramm der Sportgala. Kirill Fadeev und Uros Gordic von Tischtennis-Drittligist TTC Ruhrstadt Herne lieferten sich einen temporeichen Show-Schlagabtausch auf unterschiedlichen Tischen und sogar mit der Bratpfanne. Katrin von Buttlar und Robin auf’m Kamp, ein Lateintanz-Paar vom VfL Bochum, versprühten mit diversen Tänzen, verpackt in eine kleine Lovestory, Eleganz im Festsaal. Spektakuläre Rhythmen hatte dann die japanische Trommel-Kombo „Bujin Taiko“ zu bieten. Und für eine humorige Einlage sorgten neben Kult-Moderator Werner Hansch an einem insgesamt kurzweiligen Abend schließlich „2 Quix“, zwei Klamauk-Akrobaten am Schleuderbrett.

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