Tennis

Aufschlag frei zur Bundesligasaison

Am Samstag, den 09.07.2016 fand in Herne die Begegnung der Tennis-Herren 30-Bundesliga zwischen TC Parkhaus Wanne-Eickel und STV Wilhelmshaven statt. Im Bild zu sehen ist Wanne-Eickels Spieler Maxime Bonami. Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Foto: Ziegler, Olaf

Am Samstag, den 09.07.2016 fand in Herne die Begegnung der Tennis-Herren 30-Bundesliga zwischen TC Parkhaus Wanne-Eickel und STV Wilhelmshaven statt. Im Bild zu sehen ist Wanne-Eickels Spieler Maxime Bonami. Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services Foto: Ziegler, Olaf

Herren 30 des TC Parkhaus starten am Pfingstsamstag gegen Bayer Leverkusen in die Spielzeit. Verstärktes Team will erneut die Klasse behaupten.

Ein wenig haben sich die Gewichte beim TC Parkhaus Wanne-Eickel schon verschoben. War es in den letzten acht, zehn Jahren vor allem das Bundesligateam der Herren 30, das den Tennisfreunden Sommer für Sommer unvergessene Matches bescherte, so spielen mittlerweile auch Damen und Herren der offenen Klassen auf Topniveau.

Damit häufen sich an der Reichsstraße die Feiertage für die Tennisfans. Denn auch das langjährige Aushängeschild des TCP ist nicht in der Versenkung verschwunden. Im Gegenteil. „Wir wollen es in diesem Jahr noch mal woppen“, traut Vorstandsmitglied Robert Sibbel den Dreißigern durchaus den erneuten Klassenerhalt in der 1. Bundesliga Nord zu. Auch Frank Ehlert, Teamkapitän der letzten Jahre, sieht die Mannschaft für die am Samstag beginnende Saison gut aufgestellt – besser sogar, als im letzten Jahr.

Kern der Mannschaft bleibt erhalten

Den Kern der Mannschaft bilden drei Spieler, die schon lange dabei sind und Jahr für Jahr ihre Bundesligatauglichkeit nachgewiesen haben: Neben Ehlert sind das Tobias Siechau, sein Nachfolger als Mannschaftsführer, und natürlich der unverwüstliche Mariusz Zielinski. Der zähe Kämpfer und Defensivkünstler wird zwar bald 42, an ihm aber werden sich auch in diesem Sommer wieder einige Jüngere die Zähne ausbeißen. Die Einzelbilanz des früheren polnischen Davis-Cup-Spielers mit 41 Siegen bei nur acht Niederlagen in der Bundesliga spricht für sich.

Mit Janosch Blaha, der im letzten Sommer erstmals für den TCP aufschlug, hat Zielinski früher bereits beim TC Friedrich der Große zusammen gespielt. Auch Blaha gehört weiter zum Kader, darf aber in diesem Jahr an den hinteren Positionen spielen, wo er sicher bessere Siegchancen hat.

Maxime Bonami bringt zweiten Franzosen mit

Ein Wiedersehen gibt es auch mit Maxime Bonami, dem leichtfüßigen Franzosen, der im letzten Jahr bei drei Einsätzen im Spitzeneinzel ungeschlagen blieb. Bonami hat sich beim TCP so wohl gefühlt, dass er seinen „Kumpel“ Charly Villeneuve mitbringt, der gleichfalls früher auf der ATP-Tour unterwegs war. Beide Franzosen sollen in allen wichtigen Partien an den Positionen eins und zwei eingesetzt werden. Sollte es mal nicht klappen, stehen der aus den beiden letzten Jahren bestens bekannte Tero Vilen, dessen finnischer Landsmann Martin Rämmal und der Belgier Cederic Pruchniewski auf Abruf bereit.

Neben Villeneuve gibt es im Kernkader mit Sven Bendlin ein zweites neues Gesicht. Der 34-Jährige hat im Vorjahr noch in der offenen Klasse für den TSC Hansa Dortmund gespielt und bringt einige Erfahrung aus der Westfalenliga mit.

Ratingen und Raadt gelten als Favoriten

Was mit diesem Team möglich ist, lässt sich schwer abschätzen. Denn auch auf den Meldebögen der sechs Rivalen in der Nordgruppe tauchen viele Namen früherer Profis auf. Ob ein Gegner mit starker oder vergleichsweise „schwacher“ Aufstellung antritt, hängt von den jeweiligen Ambitionen und dem aktuellen Tabellenstand ab. Das vorherzusagen, ist ziemlich spekulativ.

Als Topfavorit wird in der Szene erneut das Team aus Ratingen gehandelt. Der Deutsche Meister der letzten drei Jahre, dem der TC Parkhaus im DM-Finale 2014 unglücklich mit 4:5 unterlag, ist klarer Anwärter auf einen der beiden Plätze, die zur Teilnahme an der Endrunde berechtigen. Ähnliches gilt für Vizemeister TC Raadt, der sich für das 4:5 im Vorjahresfinale revanchieren will. Die größte Gefahr droht den Platzhirschen vom Aufsteiger Espelkamp-Mittwald, dem ebenfalls Titelambitionen nachgesagt werden.

Von den übrigen drei Teams wird der TCP zwei hinter sich lassen müssen, will er sich in der Bundesliga behaupten. Insofern kommt dem Saisonstart größte Bedeutung zu. Am Pfingstsamstag nämlich kreuzt um 13 Uhr der alte Rivale Bayer Leverkusen an der Reichsstraße auf, eine Woche später geht’s nach Wilhelmshaven. „Das sind richtungsweisende Spiele. Danach wissen wir, wohin es geht“, ahnt Robert Sibbel.

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