Basketball - DBBL-Playoffs

Auf den Herner TC wartet in Wasserburg der nächste harte Kampf

Knapp ging das erste Spiel an den Herner TC. Rechts Chloe Bully in Aktion.

Knapp ging das erste Spiel an den Herner TC. Rechts Chloe Bully in Aktion.

Foto: Klaus Pollkläsener

Die Basketballerinnen des Herner TC können mit einem Sieg am Dienstag in Wasserburg erstmals den Einzug in die Finalserie schaffen.

Planbar ist im Sport sowieso das allerwenigste, in Playoff-Zeiten eher gar nichts. Allerdings nicht nur auf dem Parkett, hat der Herner TC zu Wochenbeginn erfahren, als sich das DBBL-Team auf den Weg zum zweiten Halbfinalspiel beim TSV 1880 Wasserburg (Dienstag, 19 Uhr) gemacht hat.

Denn so früh wie gedacht kamen die Hernerinnen nicht los am Montagmorgen, sondern konnten erst am Mittag starten: „Wir sitzen im Bus und erfreuen uns an der schönen Landschaft“, sagte Trainer Marek Piotrowski mit einer freundlichen Ironie. Die ließ ahnen, dass ihm in diesem Moment die Möglichkeit lieber wäre, mit seinen Spielerinnen beim Training in der Halle auf das zweite Halbfinalspiel hinzuarbeiten.

Schließlich hatte sich ja am Samstag, im ersten Spiel in der H2K-Arena, gezeigt, dass der Herner TC auf eine insgesamt starke Wasserburger Mannschaft trifft. Mit vier Punkten Differenz, 69:65, hat der Herner TC gegen den TSV 1880 gewonnen, und für Piotrowski ist klar: „Uns erwartet wieder ein ausgeglichenes Spiel.“ Allerdings: „Eine dritte Begegnung würden wir uns natürlich gerne ersparen.“

Ein „Do or die“-Spiel für Wasserburg

Die Hernerinnen sind dem Team aus Bayern einen Schritt voraus in diesem Halbfinale nach dem Modus Best-of-three. Zwingend gewinnen muss also Wasserburg, um die Chance auf die Finalteilnahme zu wahren. Wasserburg ruft die Dienstagabendbegegnung zum „Do or die“-Spiel aus. Siegen oder mit den Spielen um Platz drei vorlieb nehmen, heißt das aus Sicht der Gastgeberinnen.

Über das erste Spiel in Herne urteilte TSV-Trainerin Sidney Parsons: „Das war bis zur letzten Minute ein wirklich harter und enger Kampf.“ So wie es beide Teams wohl auch erwartet haben. Marek Piotrowski hatte schon vor diesem Halbfinale angemerkt: in die Finalserie will jede der vier Mannschaften. In der zweiten Serie haben die Rutronik Stars Keltern ebenfalls ihren Heimvorteil genutzt, den BC Pharmaserv Marburg mit 75:61 bezwungen.

Eine weitere große Marke in der Geschichte des HTC

Der Herner TC kann sich, nach dem erstmaligen DBBL-Pokalsieg, auch zum ersten Mal die Teilnahme an den Finalspielen sichern, die nächste große Marke in der Vereinsgeschichte setzen.

Am Montagnachmittag allerdings war noch ganz klar, ob die Hernerinnen so rechtzeitig in Wasserburg ankommen würden, um noch wie geplant am Abend dort zu trainieren – dass sich der HTC um eine Trainingsmöglichkeit für den Dienstagmorgen bemühen müsste, war da nicht auszuschließen.

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