Hitze

Wegen Hitze: Hattinger Vereine sagen Jugendtraining ab

Bei der Fußball-Stadtmeisterschaft in Hattingen am vergangenen Wochenende stiegen die Temperaturen. Nun haben die Vereine zum Schutz der Gesundheit reagiert.

Bei der Fußball-Stadtmeisterschaft in Hattingen am vergangenen Wochenende stiegen die Temperaturen. Nun haben die Vereine zum Schutz der Gesundheit reagiert.

Foto: Kerstin Buchwieser / FUNKE Foto Services

Hattingen/Sprockhövel.  Die Fußballvereine in Hattingen und Sprockhövel reagieren auf die heißen Temperaturen und schützen ihre Kicker. Welche Tipps der Verband gibt.

Die heißen Temperaturen haben in diesen Tagen auch die heimischen Sportler im Griff. Viele suchen nach einer wohltuenden Abkühlung und trainieren nicht. In der Tennis-Regionalliga wurde für Mittwoch der Spieltag gecancelt. Auch die Jugendabteilung der Fußballvereine reagieren auf die Hitze.

Bei der TSG Sprockhövel wurde vom Vorstand aus das Jugendtraining der Minis bis einschließlich der C-Jugend am Dienstag und Mittwoch abgesagt. „Die Gesundheit steht im Vordergrund, wir wollen die Kinder nicht überfordern“, sagt Sprockhövels Jugendleiter Jürgen Homberg. Die Trainer der A- und B-Jugend sollen selbstständig entscheiden. Alle Teams befinden sich bereits mit den neuen Mannschaften in der Vorbereitung auf die neue Saison.

Turnier wird möglicherweise abgesagt

Die TSG hat für Freitag, Samstag und Sonntag Turniere im Baumhof für die Minis, F-Jugend und E-Jugend geplant. Zum Ende der Woche sollen sich die Temperaturen etwas legen, die Verantwortlichen halten sie aber dennoch im Blick: „Wir beobachten das Wetter. Sollte es zu heiß sein, sagen wir die Turniere kurzfristig ab. Da werden die Gastvereine sicherlich Verständnis für haben“, sagt Homberg. Er hofft aber, dass sich die Hitze in Grenzen halten wird.

Auch bei den Sportfreunden Niederwenigern verzichten die Mannschaften am Dienstag und Mittwoch auf das Training. Mit einer Ausnahme: Die A-Jugend bereitet sich für Samstag auf das letzte Spiel der Qualifikation zur Niederrheinliga vor, auch wenn sie dort bereits ausgeschieden ist. „Es ist die einzige Mannschaft, die trainieren wird. Die Saison war gut und die Mannschaft möchte sich ordentlich präsentieren“, erklärt Ralf Kraushaar, der Sportliche Leiter der SFN-Jugend.

Verband spricht nur Empfehlungen aus

Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) spricht bei Hitze nur Empfehlungen aus, mit Blick auf Wettkämpfe. „Für beide Sportarten gilt, dass auch große Hitze an sich kein wirklich großes Problem ist“, sagt FLVW-Sprecherin Meike Ebbert. Empfehlungen sind generell: Aufwärmen in kurzer Kleidung, damit der Körper seine Kerntemperatur nur gegen die Hitze und nicht auch noch gegen die Kleidung regulieren muss. Mehr koordinative und gymnastischen Anteile beim Aufwärmen statt langes Einlaufen. Schatten suchen und regelmäßiges Trinken in kleineren Einheiten.

„So kann in den ersten Tagen einer Hitzewelle das Training reduziert und sukzessive wieder angepasst werden“, erklärt Ebbert. Die Fußballvereine und ihre Spieler haben eine einfache Alternative gefunden: das Freibad.

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