Fußball Oberliga

TSG Sprockhövel ist gegen FC Gütersloh zu spät im Spiel

Patrick Dytko (r.) hat mit der TSG Sprockhövel in der zweiten Halbzeit bessere Angriffe gegen Gütersloh gezeigt. Es reichte am Ende allerdings nicht.

Patrick Dytko (r.) hat mit der TSG Sprockhövel in der zweiten Halbzeit bessere Angriffe gegen Gütersloh gezeigt. Es reichte am Ende allerdings nicht.

Foto: Biene Hagel / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Nach einer schwachen ersten Halbzeit steigert die Balaika-Elf sich gegen den FC Gütersloh. Die Gegner haben der TSG aber etwas voraus.

Es hat am Ende nicht mehr ganz gereicht. Die TSG Sprockhövel kämpfte und drängte gegen den FC Gütersloh auf den Ausgleich. Doch die Gäste nahmen bei ihrem 2:1-Sieg in der Oberliga drei Punkte aus der Baumhof Arena mit nach Hause.

Dass die Gegner zu den stärkeren Teams der Oberliga gehören, zeigten sie durch ihr taktisch solides Auftreten und durch die Ballbehandlung sowie Laufwege. Dadurch standen die Sprockhöveler bei den Gäste-Angriffen oft unter Druck, während die eigenen in der ersten Halbzeit überhastet wirkten und die Präzision fehlte. Wenn es für die TSG nach vorne ging, forderte Trainer Andrius Balaika Tempo, schnelles Umschalten. Die Bälle kamen anfangs aber nicht bei den Mitspielern an. Patrick Dytko schickte Felix Casalino mit zu viel Kraft. Auf dem Flügel landete die Kugel nach hohen Diagonalpässen teilweise im Aus. Das machten die Gütersloher besser und fanden sich auch auf engem Raum zurecht.

Sprockhövels Torwart Staudt rettet gefährlichen Nachschuss

So gelang ihnen die Führung, als sie den Ball rechts vorne behaupteten und durch eine Lücke in den Strafraum spielten. Dort hatte sich Sinan Aygün geschickt gelöst und schoss den Ball in die linke untere Torecke. Wenn der FC Platz hatte, suchte er den Abschluss. Zweimal klatschte der Ball dabei an den Pfosten, einmal rettete TSG-Keeper Bruno Staudt noch per Fußabwehr, einmal stand der Schütze beim Nachschuss im Abseits. Ein Fallrückzieher der Gäste ging knapp über die Latte.

Dann durfte die TSG jubeln. Wer wüsste es besser, als Tom Sindermann, wie es sich anfühlt, den Ball ins Netz der Gütersloher zu befördern? Er hatte bereits im Hinspiel einen Freistoß direkt verwandelt und der TSG damals beim 1:1 einen Punkt gerettet. Nun gelang ihm im Rückspiel wiederum der Ausgleich. Denn die Angriffe der Sprockhöveler wurden mit zunehmendem Spielverlauf besser, gefährlicher. Eine Hereingabe von Christian Antwi-Adjej wurde zunächst abgewehrt, Lewin D’Hone legte den Ball dann per Kopf auf Sindermann ab, der direkt abschloss und in die rechte obere Torecke traf.

TSG Sprockhövel greift in zweiter Halbzeit strukturierter an

Das ermutigte die TSG, sie griff nun etwas häufiger an als die Gäste. Kapitän und Innenverteidiger Ibrahim Bulut nahm sich ein Herz, als er in der 58. Minute von hinten bis nach vorne dribbelte, mitlief und vor dem Tor wieder an den Ball kam – sein Schuss wurde aber im letzten Moment geblockt. Dann suchte D’Hone Sturmspitze Casalino, so gerade gelangte aber noch ein Bein dazwischen. Auch, als Casalino von Sindermann geschickt wurde. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt, das war gut in der zweiten Halbzeit. Die erste war allerdings schwach“, sagte TSG-Kassierer Jürgen Meister nach dem Spiel.

Denn trotz der Bemühungen netzte nur noch Gütersloh einmal ein. Es sah wieder recht einfach und kontrolliert aus. Vor dem Strafraum wurde der Ball in die Schnittstelle auf die rechte Seite gespielt, von wo aus Pascal Widdecke ihn hart in die linke Torecke drosch, weil ihm Dytko zu viel Raum gab. „Wir müssen gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld einfach mehr Punkte holen“, forderte Meister.

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