Fußball-Oberliga

TSG Sprockhövel geht im Derby gegen Ennepetal leer aus

Ibrahim Bulut hatte in der ersten Halbzeit eine Großchance für die TSG. Per Kopf traf er aber nur den Pfosten. Foto:Biene Hagel

Ibrahim Bulut hatte in der ersten Halbzeit eine Großchance für die TSG. Per Kopf traf er aber nur den Pfosten. Foto:Biene Hagel

Sprockhövel.   Zuletzt hatte die TSG Sprockhövel in den Spielen gegen den TuS Ennepetal immer gut ausgesehen, doch diesmal setzt es eine 0:2-Niederlage.

Die TSG Sprockhövel hat das Oberliga-Derby gegen den TuS Ennepetal mit 0:2 verloren. Eine Überraschung war das nicht, weil die Ennepetaler eine ganz hervorragende Saison spielen. Aber die Sprockhöveler waren eigentlich schon mit einem guten Gefühl im Bremenstadion angetreten.

Denn in den Spielen gegen Ennepetal hatte die TSG in der Vergangenheit meist sehr gut ausgesehen. Zum letzten Mal in einem Meisterschaftsspiel verloren wurde gegen die Kluterstädter im Spätsommer 2014. Mit 3:2 setzte sich der TuS damals gegen die TSG durch. Von dem aktuellen Sprockhöveler Aufgebot werden sich daran nur noch Hasan Ülker und Andrius Balaika erinnert haben. Der heutige TSG-Trainer gehörte damals noch zum spielenden Personal, Sprockhövels Coach war Robert Wasilewski.

Ibrahim Bulut trifft per Kopf den Pfosten

Vor dem Derby im Oktober 2018 war also Andrius Balaika in der Verantwortung. Und Balaika änderte seine Startelf gegenüber dem Haltern-Spiel (5:0) auf einer Position. Das Tor hütete diesmal Tim Michels, Bruno Staudt, der zuletzt immer zwischen den Pfosten stand, nahm auf der Bank Platz. „Bruno ist ein bisschen angeschlagen. Nichts Wildes, aber Tim wird das schon machen. Da haben wir großen Vertrauen“, sagte Sprockhövels Sportlicher Leiter Patrick Rohde kurz vor dem Anpfiff.

Es war aber nicht Tim Michels, der zu Beginn der Partie im Blickpunkt stand, sondern dessen Gegenüber. Ennepetals Torwart Marvin Weusthoff wäre in der elften Minuten nämlich fast zum ersten Mal geschlagen gewesen. Die TSG hatte einen Freistoß zugesprochen bekommen, Jan-Niklas Bude flankte auf Ibrahim Bulut - und der traf mit seinem Kopfball den Pfosten.

Diskussionen nach Foul an Hasan Ülker

Doch dann setzten sich auch die Gastgeber in Szene. Ennepetal versuchte es oft mit langen Bällen, blieb damit zunächst aber noch erfolglos.

Hasan Ülker hatte dann die zweite Chance für die TSG, und Ülker stand kurz darauf wieder im Mittelpunkt. Allerdings deshalb, weil er gefoult worden war. Das Spiel lief dann aber weiter, und Nils Nettersheim besorgte das 1:0 für den TuS (36.). „Hasan ist ganz klar von hinten umgegrätscht worden, der Linienrichter hat auch ein Foul angezeigt, doch der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen“, sagte Patrick Rohde mit Blick auf die Entscheidung des Unparteiischen.

Chancen für die TSG kurz vor Schluss

Ennepetal hätte im zweiten Durchgang zeitig erhöhen können, die Chancen dazu gab es, doch es hätte auch einen Punkt für die TSG geben können. Denn die Sprockhöveler versuchten es noch einmal, und es gab auch die Möglichkeiten zum 1:1. Endstation war dann aber meist Marvin Weusthoff. Ennepetals Torwart konnte sich wiederholt auszeichnen – so auch bei Schüssen von Hasan Ülker und Tim Krafft.

In der Nachspielzeit erhöhte Ennepetal sogar noch auf 2:0, was Patrick Rohde aber nur noch am Rande registrierte. „Schade, dass es in der ersten Halbzeit diese Schiedsrichter-Entscheidung gegeben hat. Und wenn man gegen eine so gut strukturierte Mannschaft wie Ennepetal hinten liegt,wird es schwierig“, so der Sportliche Leiter.

TuS Ennepetal - TSG Sprockhövel 2:0
Tore: 1:0 Nils Nettersheim (36.), 2:0 Dylan Oberlies (90. + 4).
TuS Ennepetal: Weusthoff, Nuel, Agnew (76. Lahchaychi), Dosedal, Nettersheim, Hausmann, Yasar, Williams, Tunc (70. Rudnik), Bollmann, Drepper (88. Oberlies).
TSG Sprockhövel: Michels, Femia, Bulut, Budde, Oberdorf, Hauswerth, Krafft, Dytko, Antwi-Adjej (78. Cosgun), Ülker, Claus.
Schiedsrichter: David Hennig (Sodingen).

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