Fußball Oberliga

TSG Sprockhövel fehlt momentan die Kaltschnäuzigkeit

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Ibrahim Bulut

Ibrahim Bulut

Foto: Michael Korte

Die TSG Sprockhövel vergibt bei Eintracht Rheine zahlreiche Großchancen und verliert mit 1:2. Maximilian Claus muss verletzt vom Feld.

„Das Ergebnis ist total enttäuschend“, machte Andrius Balaika nach der 1:2 (0:1)-Niederlage bei Eintracht Rheine aus seinem Herzen keine Mördergrube. Der Trainer der TSG Sprockhövel war dabei aber weniger mit Einstellung, Leistung und Moral seiner Mannschaft unzufrieden als viel mehr mit der mangelhaften Chancenverwertung. Die verhinderte nämlich ein besseres Ergebnis.

Der erste Schock ereilte die Gäste aus Sprockhövel nach einer knappen Viertelstunde. Maximilian Claus musste mit einer Zerrung vom Feld, für ihn kam Felix Casalino ins Spiel. Der frühe Wechsel sorgte für einen kleinen Bruch im Spiel der TSG, die das Geschehen bis dahin im Griff hatte und sich nun erst einmal neu ordnen musste. Das brauchte so gute zehn Minuten, dann übernahm Sprockhövel wieder das Kommando, ohne aber zu großen Gelegenheiten zu kommen.

Der zweite Schock folgte dann kurz vor dem Seitenwechsel. Ein Angreifer der Gäste kam im Strafraum zu Fall – Elfmeter und Timo Scherping verwandelte sicher. „In meinen Augen war das ein Geschenk des Schiedsrichters“, ärgerte sich Andrius Balaika.

TSG verpasst den Ausgleich

Es nützte nichts, zum Pausentee stand es 0:1. Auf dem tiefen Geläuf steckte Sprockhövel aber nicht auf und versuchte gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs das Ergebnis gerade zu rücken. Felix Casalino und Hasan Ülker scheiterten im Eins-gegen-Eins an Eintracht-Torsteher Philipp Hinkerohe, dann traf Ülker statt des leeren Tores nur das Außennetz. Rheine war dagegen effektiver, konterte die TSG nach 62 Minuten eiskalt aus und Viktor Braininger erhöhte auf 2:0. Acht Minuten später holte Ibrahim Bulut die Gäste per Strafstoß nach Foul an Kaan Cosgun zurück ins Spiel, die Chance zum Ausgleich in der Nachspielzeit vergaben nacheinander Bulut und Enes Coemez aus kurzer Distanz.

„Es ist total ärgerlich, aber ich kann den Jungs nichts vorwerfen. Wenn man aber die glasklaren Torchancen nicht macht, kann man nicht gewinnen. Wir hätten aber auch nicht verlieren dürfen. Uns fehlt momentan einfach die Coolness“, fasste Balaika zusammen.

Eintracht Rheine – TSG Sprockhövel 2:1Tore: 1:0 Scherping (42., FE.), 2:0 Braininger (63.), 2:1 Bulut (70., FE.).
Rheine: Hinkerohe – Olthoff, Holtmann, Hönicke, Guetat (86. Mladenovic), Menke (71. van den Berg), Braininger (90. Ricken), Scherping, Brüggemeyer, Meyer, Weishaupt.
TSG: Staudt – Musa, Budde, Coemez, Dytko, Krafft, Ülker, Claus (15. Casalino), Femia, Bulut, Cosgun (Hauswerth).

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