Fussball-Regionalliga

Sprockhövel enttäuscht bei 0:2-Niederlage in Wattenscheid

Nichts zu machen: Daniel Keita-Ruel überwindet TSG-Torwart Robin Benz. Auch Tim Oberdorf und Raoul Meister können nichts mehr eingreifen. Foto:Gero Helm

Nichts zu machen: Daniel Keita-Ruel überwindet TSG-Torwart Robin Benz. Auch Tim Oberdorf und Raoul Meister können nichts mehr eingreifen. Foto:Gero Helm

Sprockhövel.   Die TSG konnte den guten Lauf der vergangenen Wochen nicht fortsetzten. Am Samstag setzte es eine 0:2-Niederlage in Wattenscheid.

Die TSG konnte den guten Lauf der vergangenen Wochen nicht fortsetzten. Am Samstag setzte es eine 0:2-Niederlage in Wattenscheid.

Ein Favoritensieg also, doch vor dem Spiel waren die Voraussetzungen ein bisschen ungewöhnlich. Natürlich sprach fast alles für die Wattenscheider, für die es am Dienstag aber beim 0:1 gegen Oberhausen eine bittere Enttäuschung gab.

Für die TSG lief es dagegen zuletzt gut. Das Unentschieden gegen Aachen und der 2:0-Sieg gegen die Sportfreunde Siegen hatten ein bisschen Rückenwind gebracht.

Sprockhövel wieder mit einer Fünfer-Kette

Doch das sorgte bei der Mannschaft von Trainer Andrius Balaika keineswegs für Übermut. Die Sprockhöveler begannen mit der defensiven Ausrichtung, mit der sie zuletzt ja gut gefahren waren. Bei Wattenscheider Angriffen zog sich Adrian Wasilewski weit zurück, so dass sich die Gastgeber einer dicht gestaffelten und tief stehenden Fünfer-Kette gegenüber sahen. Die musste man erst einmal überwinden, zumal sich kurz davor vier weitere Sprockhöveler aufreihten.

Frühe Chance durch Simon Bukowski

Doch die Wattenscheider hatten sich auf diese Taktik vorbereitet, wie SG-Trainer Farat Toku nach dem Spiel verriet. Sprockhövel stand zunächst aber noch recht gut und hatte sogar die erste Chance des Spiels. Nämlich in der siebten Minute durch Simon Bukowski, dessen Kopfball dann aber nicht gut genug war. Aber als die Wattenscheider das Tempo anzogen und mit klugen Pässen hinter die beiden Abwehrreihen gelangten, bekam die TSG Probleme. Einen ersten Warnschuss gab es in der 20. Minute durch Demir Tumbul, der den Ball aber leicht verzog.

TSG nach dem Wechsel etwas offensiver

Was Tumbul nicht schaffte, gelang Daniel Keita-Ruel. Wattenscheids Stürmer traf in der 25. Minute zum 1:0 und ließ kurz vor der Pause noch seinen zweiten Treffer folgen. Nach einem langen Pass nahm er den Ball locker an und überwand Robin Benz. Eine Mannschaft, die einen solchen Spieler hat, kann sich glücklich schätzen. Die TSG hat ihn aktuell nicht.

Die Sprockhöveler hatten also ein Problem. Zwei Tore mussten aufgeholt werden. Und die Mannschaft von Andrius Balaika versuchte es auch. In der 48. Minute zog Emre Demir beherzt aus der Distanz ab, doch 09-Torwart Bruno Donnici parierte.

Torwart Robin Benz verhindert eine frühe Entscheidung

Das tat auf der Gegenseite auch Robin Benz, der wenige Sekunden später zur Stelle war, als Nico Buckmaier das 3:0 und damit eine frühe Entscheidung auf dem Fuß hatte. Benz hielt die TSG also im Spiel, doch seine Vorderleute agierten ohne den letzten Einsatz, den man im Abstiegskampf nun einmal zeigen muss.

Allerdings boten sie den Gastgebern durch ihre nun etwas offensivere Spielweise auch Räume. Räume für Konter. Und die nutzten die Wattenscheider, die jetzt deutlich mehr Chancen hatten als noch im ersten Durchgang. Doch die 09er vergaben diese Möglichkeiten, und zum Schluss ließen sie es dann auch schon etwas ruhiger angehen. Im Gefühl des sicheren Sieges, weil die TSG bei ihren Angriffsbemühungen zu harmlos blieb.

Wattenscheid 09 – Sprockhövel 2:0
Tore: 1:0, 2:0 Daniel Keita-Ruel (25., 41.).
SG 09: Donnici, Langer, Tietz, Canbulut (70. Demircan), Keita-Ruel, Glowacz (81. Abdelkarim), Buckmaier, Tumbul, Bah-Traore, Clever (85. Tanidis), Schneider.
TSG: Benz, Oberdorf, Mwondo, Meister, Gremme, Dombayci, Wasilewski, Demir (72. Cin), Antwi-Adjej, März, Bukowski (68. Claus).
Schiedsrichter: Florian Heien.
Zuschauer: 736.

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