Futsal

TSG Sprockhövel: Arslan pendelt zwischen Fußball und Futsal

Aker Arslan (r.) spielt für die U19 der TSG Sprockhövel Fußball und ist nebenbei für Holzpfosten Schwerte nun beim Futsal am Ball.

Aker Arslan (r.) spielt für die U19 der TSG Sprockhövel Fußball und ist nebenbei für Holzpfosten Schwerte nun beim Futsal am Ball.

Foto: Hendrik Steimann / WAZ

Sprockhövel.  Aker Arslan spielt bei der U19 der TSG Sprockhövel Fußball. Daneben ist er in Schwerte nun für Futsal spielberechtigt – und will weit kommen.

Wer Aker Arslan mit dem Fußball sieht, der erkennt bereits nach wenigen Augenblicken, dass er sehr gut mit der Kugel umgehen kann. Seine feine Technik lässt er immer wieder auch in den Spielen der U19 der TSG Sprockhövel aufblitzen, mit der er in der Westfalenliga spielt. Seit zwei Jahren hat der Schwerter noch ein Hobby für sich entdeckt, ein dem Fußball verwandtes: Futsal.

In seiner Heimat ist der 18-Jährige seit dieser Saison für Holzpfosten Schwerte in der Futsal-Regionalliga spielberechtigt. In der Halle möchte er mit dem Team die Qualifikation zur ab der kommenden Saison neu geschaffenen Bundesliga erreichen. Seit vergangenem Wochenende läuft die Saison, im ersten Spiel war Arslan allerdings unpässlich. Nun steht das zweite Spiel und erste Heimspiel der Schwerter am Samstag an. Die erste Gelegenheit, für den TSG-Jugendfußballer ein Futsal-Pflichtspiel zu absolvieren.

Aker Arslan bekommt über ein Schulprojekt Kontakt zum Futsal

Mit Futsal kam der Sportler zum ersten Mal über ein Projekt an der Gesamtschule in seiner Heimat Schwerte in Kontakt. Sportlehrer Joel Ahrens hatte vor zwei Jahren den damaligen Futsal-Nationalspieler Florian Kliegel eingeladen. „Ich kannte Hallenfußball bis dahin nur durch Stadtmeisterschaften, Futsal aber nicht. Mir wurde dann gesagt, dass ich Potenzial habe, es auch schaffen kann“, erinnert sich Arslan.

Er ging zum Training bei Holzpfosten vorbei, traf dort dann auch Nils Klemms, der zu der Zeit ebenfalls Nationalspieler war. Da Arslan für seine Technik gelobt wurde, spornte ihn dies an.

Bei Holzpfosten Schwerte darf das Talent lange Zeit nicht spielen

Beim Training der ersten Mannschaft nahm er teil, er durfte aber noch nicht spielen. „Es gibt die Regelung, dass man erst ab dem zweiten A-Jugendjahr Futsal spielen darf. Es gibt keinen Jugendspielbetrieb. Wir haben versucht, eine Sondergenehmigung zu bekommen, sie wurde aber immer abgeblockt“, erklärt Hendrik Ziser, der Sportliche Leiter von Holzpfosten Schwerte. Die späte Freigabe hänge damit zusammen, dass befürchtet wird, die jungen Fußballer wechseln zum Futsal.

„Dabei ist Futsal gerade in der Jugend eine Ergänzung und gut für die Entwicklung“, sagt Ziser. Im Idealfall bekommen die Spieler beides unter einen Hut, so wie Sprockhövels Angreifer. Er sieht Futsal ebenfalls als Ergänzung. „Der Fußball bleibt für mich die Nummer eins“, betont er. Den spielt er auch schon, seit er drei ist. Angefangen hat er bei ETuS/DJK Schwerte, wechselte in der E-Jugend zum VfL Schwerte und in der C-Jugend zur TSG.

Viele Trainingseinheiten pro Woche bei der TSG Sprockhövel und in Schwerte

Dort verlangt aktuell in der A-Jugend Trainer Patrick Knieps seinen Jungs einiges ab. Die Priorität lag bei Arslan auf der Vorbereitung für die Westfalenliga. War er früher sogar zu sechs bis sieben Einheiten –Fußball und Futsal zusammengezählt – am Ball, war er vor Saisonbeginn fast nur beim Fußball. Das Futsaltraining läuft dreimal pro Woche, ein- bis zweimal war das junge Talent da. „Mir wurden daher Videos zugeschickt, um die Taktik aufzuarbeiten“, erzählt er.

Denn die sei trotz der Ähnlichkeit der beiden Sportarten doch sehr unterschiedlich. „Ihm fehlt noch der taktische Blick. Technisch gesehen bringt Aker super Voraussetzungen mit, ist körperlich für sein Alter auch schon sehr weit und sein harter Schuss hilft ebenfalls in der Halle“, sagt Hendrik Ziser. Arslan erzählt, dass ihm sogar gesagt wurde, er würde es auch in die Futsal-Nationalmannschaft schaffen können, wenn er sich darauf konzentrieren würde.

Fußball bleibt immer die Nummer eins

„Ich möchte so weit kommen, wie es möglich ist, aber nur, wie es der Fußball zulässt“, hat er sich vorgenommen. Was ihm gefällt: er spürt seitens der Schwerter keinen Druck, im Gegenteil. „Sie kommen wir entgegen.“ Er kann etwa auch Physio-Behandlungen in Anspruch nehmen.

Es war eine schwere Zeit, immer nur dabei zu sein und nicht spielen zu dürfen. Daher freut sich der junge Spieler nun auf die Saison. In der Halle mochte er immer schon Zweikämpfe und Dribblings. Der Ex-Spielertrainer der Schwerter, Dennis Pahl, habe ihn sehr viel weitergebracht. Nun will er sich technisch noch weiter verbessern, um dann auch beim Fußball auf dem Feld noch stärker zu werden.

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