Fussball-Regionalliga

Die TSG schlägt Siegen 2:0 und verlässt den letzten Platz

Orhan Dombayci hat gerade das 1:0 erzielt und lässt seinem Jubel freien Lauf. Aus dem Siegener Tor heraus beobachtet Simon Bukowski die Szene. Foto:Fischer

Orhan Dombayci hat gerade das 1:0 erzielt und lässt seinem Jubel freien Lauf. Aus dem Siegener Tor heraus beobachtet Simon Bukowski die Szene. Foto:Fischer

Sprockhövel.  Ein richtig guter Tag für die TSG Sprockhövel, die nach dem Sieg gegen die Sportfreunde Siegen im Kampf gegen den Abstieg neue Hoffnung schöpft.

Sprockhövel meldet sich im Kampf gegen den Abstieg zurück. Sieben Punkte aus den letzten vier Spielen hat die TSG geholt, und Letzter sind die Sprockhöveler nach dem 2:0 gegen die Sportfreunde Siegen auf jeden Fall schon einmal nicht mehr.

Ein guter Tag also für die Mannschaft von Trainer Andrius Balaika, und die Voraussetzungen für ein spannendes Fußballspiel waren ja auch nicht schlecht. Nur ein Sieg war für beide Mannschaften interessant, ein Unentschieden hätte im Kampf gegen den Abstieg weder die TSG noch Siegen weitergebracht. So viel war vor dem Anpfiff klar.

Siegen hat zunächst mehr vom Spiel

Dennoch gingen beide Mannschaften die Partie recht vorsichtig an. Aus einer gut organisierten Defensive sollte bei Ballbesitz schnell nach vorne gespielt werden. Allerdings dauerte es ein bisschen, bis das klappte und die Partie dann auch Fahrt aufnahm. Erste Versuche gab es indes schon zeitig bei Schüssen aus der Distanz. Aber sowohl Sprockhövels Christopher Antwi-Adjej als auch Siegens Lukas Hombach zielten bei ihren Versuchen zu hoch.

Spannender wurde es aber Mitte der ersten Halbzeit, wobei die Gäste aus Siegen zunächst die klareren Möglichkeiten hatten. So traf Lukas Hombach nur das Außennetz, und bei einem Kopfball von Julian Jakobs musste sich Sprockhövels Torwart Robin Benz mächtig strecken, um einen Einschlag zu verhindern.

Bukowski verpasst nach Zuspiel von Oberdorf

Für die TSG hatte es kurz zuvor aber auch eine Möglichkeit zum 1:0 gegeben. Da hatte sich Außenverteidiger Tim Oberdorf auf der rechten Seite durchgesetzt und dann auf Simon Bukowski gepasst. Doch Sprockhövels einzige Spitze traf den Ball nicht, die Kugel trudelte dann in Richtung Außenlinie. So blieb die Partie in der ersten Halbzeit torlos.

Begann die erste Halbzeit recht unspektakulär, so gab es in der zweiten gleich einen Aufreger. Nach einem Foul an dem wieder sehr laufstarken Simon Bukowski trat Adrian Wasilewski zum Freistoß an. Doch den Schuss des Mittelfeldspielers, dessen Einsatz auf der Kippe gestanden hatte, parierte Siegens Torwart Dominik Poremba. Nach der anschließenden Ecke ging es im Strafraum der Sportfreunde zwar drunter und drüber, doch die Sprockhöveler bekamen trotz diverser Versuche den Ball nicht ins Tor.

Balaikas Umstellung zahlt sich sofort aus

Das sollten dann aber auch für längere Zeit die letzten aufregenden Momente gewesen sein. Beide Mannschaften bemühten sich zwar, doch zwingende Torchancen arbeiteten sie sich erst einmal nicht mehr heraus. Die Abwehrreihen hatten alles recht gut im Griff.

Aber TSG-Trainer Andrius Balaika wollte nicht einen Punkt, er wollte drei. Und so entschloss er sich , seine Taktik zu ändern. Er löste seine defensive Grundformation auf und stellte auf ein 4-4-2-System um. Und Balaika hatte das Glück, dass sich das auch sofort auszahlte. Mit einem Flügelwechsel auf die rechte Seite leitete Adrian Wasilewski einen TSG-Angriff ein. Der Ball wurde dann schnell ins Zentrum befördert, wo Orhan Dombayci genau richtig stand und für die Sprockhöveler Führung sorgte.

Schöner Spielzug führt zum 2:0 für die TSG

Siegen musste nun etwas riskieren, fing sich dann aber einen Konter ein, der durch einen beherzten Sprint von Emre Demir initiiert wurde. Für den umjubelten Treffer zum 2:0 sorgte dann Christopher Antwi-Adjej mit einem Schuss ins lange Eck.

Gute Stimmung also in Sprockhövel. Die TSG hat ihr drittes Spiel in der Regionalliga gewonnen und ist nicht mehr Tabellenletzter. Das ist doch schon mehr, als man eigentlich erwarten konnte. Aber vielleicht geht ja sogar noch mehr.

Tore: 1:0 Orhan Dombayci (76.), 2:0 Christopher Antwi-Adjej (83.). TSG: Benz, Oberdorf, Budde, Meister, Gremme, Dombayci (86. Cin), Wasilewski, Demir, Antwi-Adjej, März, Bukowski (81. Murai).
Siegen: Poremba, Mißbach, Sabah, Kurt (79. Zahn), Hombach (74. Uyimwen), Kammerbauer, Baumann, Jakobs, Nebri, Zeller, Zeh. Rote Karte: Mark Murai (TSG/ 90.+1). Schiedsrichter: Mario Heller. Zuschauer: 300.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben