Fußball Oberliga

Sportfreunde Niederwenigern verzichten auf ihre Gehälter

Die Sportfreunde Niederwenigern um Kapitän Steffen Köfler verlangen zu Zeiten der Coronakrise keine Zahlungen von ihrem Verein.

Die Sportfreunde Niederwenigern um Kapitän Steffen Köfler verlangen zu Zeiten der Coronakrise keine Zahlungen von ihrem Verein.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services

Hattingen.  Die Spieler des Oberligisten sind auf den Vorstand zugegangen und wollen für die Zwangspause durch die Coronakrise keine Aufwandsentschädigung.

Die erste Mannschaft der Sportfreunde Niederwenigern hat ihrem Verein mitgeteilt, dass sie für die Zeit der Zwangspause durch die Corona-Epidemie auf ihre Gehälter verzichtet. Der Fußball-Oberligist hat einige Vertragsamateure in seinen Reihen, die genaue Zahl möchte er nicht nennen. Die weiteren Spieler aus dem Kader der Ersten bekommen eine Aufwandsentschädigung vom Verein. Diese Zahlungen sparen die Sportfreunde nun ein.

„Die Spieler sind von sich aus auf uns zugekommen, da sie momentan keinen Aufwand haben. Davor ziehe ich den Hut“, sagt der Sportliche Leiter, Christopher Weusthoff. Da es einige Verträge gibt, sei der Verein eigentlich in der Pflicht, die darin abgesprochenen Beträge an seine Spieler zu entrichten. Das möchte die Mannschaft von Jürgen Margref derzeit nicht und unterstützen ihren Verein damit.

Entscheidung der Hattinger über Kapitän an Vorstand getragen

Kapitän Steffen Köfler hat die Entscheidung des Teams an den Vorstand weitergetragen. „Uns war die Lage bewusst, wir wollen uns solidarisch zeigen und dem Verein eine Last abnehmen. Daher haben wir gehandelt, so muss sich der Verein um uns keine Gedanken machen“, begründet er die Entscheidung. Aus dem Mannschaftsrat heraus ist die Initiative entsprungen. Als erster hat Torhüter Alexander Golz dann den Verzicht der Aufwandsentschädigungen vorgeschlagen. Jeder Spieler konnte sich daraufhin beim Kapitän melden, was alle getan haben.

„Der Verein hat zurzeit einen Riesenaufwand. Die Spieler haben gesehen, dass es in der nächsten Zeit schwer wird, auch für die Partner“, so Weusthoff. Für ihn macht es keinen Unterschied, ob Profifußballer aus der Bundesliga oder dem internationalen Fußball auf ihre Gehälter verzichten oder Vertragsamateure aus den kleineren Vereinen. Die Geste zähle.

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