Kommentar

Sport sollte viel öfter einfach nur fair sein

Hendrik Steimann ist Sportredakteur der WAZ Hattingen und Sprockhövel.

Hendrik Steimann ist Sportredakteur der WAZ Hattingen und Sprockhövel.

Foto: FUNKE GRAFIK NRW

Hattingen.  Eine Fußballerin des SuS Niederbonsfeld hat vor dem Schiedsrichter ein Tor für die Gegnerinnen bestätigt und wurde dafür geehrt. Ein Kommentar.

Mit einem kurzen Augenblick kann ein Sportler oder eine Sportlerin viel erreichen. So geschehen ist es, als Hannah Vogt vom SuS Niederbonsfeld vor dem Schiedsrichter der gegnerischen Mannschaft ein Tor zugesprochen hat. Allein der Mut, sich und seinem Team einen Nachteil zuzufügen, um dafür im Sinne der Regeln zu handeln, verdient großen Respekt!

Solche fairen Gesten gibt es nicht oft und je höherklassiger der Sport wird und je mehr Geld in den professionelleren Bereichen fließt, desto seltener geben Sportler etwas zu. Es sollte viel öfter fairer auf dem Platz des Geschehens zugehen. Jeder, der den Sport kennengelernt hat, müsste die Grundzüge kennen. Fairness, Disziplin und Respekt vor dem Gegner gehören dazu und werden allen Nachwuchsteams beigebracht. Nur leider fehlen auf der wirklich großen, präsenten Bühne die Vorbilder.

Der Trainer der Gegnerinnen sollte sich schämen

Hannah Vogt hat es vorgemacht, das ist klasse. Und irrwitzigerweise hat der Trainer des Gegners nach dem Moment der verdienten Auszeichnung direkt aufgrund der Emotionen der SuS-Spielerin wieder unfaire Taktik ausgegeben. Er sollte sich dafür schämen.

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