Fußball Oberliga

Niederwenigern gut, SSVg Velbert besser – und Spitzenreiter

Marc Andre Gotzeina und die Sportfreunde Niederwenigern boten der SSVg Velbert einen großen Kampf – mussten sich aber knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Marc Andre Gotzeina und die Sportfreunde Niederwenigern boten der SSVg Velbert einen großen Kampf – mussten sich aber knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Hattingen.  1:2 – Die Sportfreunde Niederwenigern liefern dem neuen Spitzenreiter aber einen großen Kampf. Es kommt wie von SSVg-Trainer Johns vorhergesagt.

Die SSVg Velbert bleibt in der Oberliga Niederrhein ganz oben, die Velberter waren am Mittwochabend auf dem Glückauf-Platz in Hattingen auch für die Sportfreunde Niederwenigern zu stark: 1:2 hieß es verdient nach heiß umkämpften 90 Minuten.

„Es war genau wie prophezeit“, meinte SSVg-Trainer Marcus Johns. „Wir haben das Spiel nicht entschieden und Niederwenigern hat das Spiel durch den Kampf und mit den Zuschauern im Rücken offengehalten.“

SSVg Velbert mit Traumstart: 1:0 durch Mondello

Alle Beteiligten konnten es offenbar kaum erwarten, in die Englische Woche zu starten: Überpünktlich, eine Minute zu früh pfiff Schiedsrichter Cedric Gottschalk an, Niederwenigern setzte direkt den ersten vielversprechenden Angriff, kam aber nicht zum Abschluss.

Das frühe Tor machten dann die Gäste: Massimo Mondello rückte vom linken Flügel in die Mitte, bekam den Ball frei vor Alexander Golz – und schoss ihn zum 1:0 ins untere rechte Eck.

Die Velberter versuchten sofort nachzulegen, immer mit dem gleichen Mittel: Frühes Anlaufen gegen die Aufbauspieler der Sportfreunde, dann direkt und vertikal hinter die Abwehrreihe spielen, die oft hoch verteidigte (und die Velberter damit immer wieder ins Abseits laufen ließ).

Max Machtemes wird vom Schiedsrichter zurückgepfiffen

Niederwenigerns Golz und Timm Esser kamen im Aufbau mit dem Druck meist gut klar, einmal hatten die Wennischen aber Glück mit dieser Spielweise: Nach einer knappen halben Stunde verlängerte Jesse Weißenfels den Ball perfekt auf den Hattinger Jungen im Velberter Trikot, Max Machtemes – der stand zwar deutlich nicht im Abseits, wurde aber zurückgepfiffen, weil der ebenfalls gestartete Mondello zwei Schritte zu weit war.

Bis dahin war von Niederwenigern offensiv wenig zu sehen, wenn überhaupt war es Marc-André Gotzeina, der vom rechten Flügel aus einige gute Angriffe einleitete und auch die beste Abschlusschance hatte, mit links aber keinen Druck hinter den Ball bekam.

Nach der Pause das gleiche Bild: Niederwenigern gut, Velbert aber mit und ohne Ball besser. Patrick Dertwinkel setzte sich auf der rechten Seite durch, erwischte dann aber mit seiner Flanke die Hand von Esser – Strafstoß. Jesse Weißenfels schickte Golz nach rechts, traf links unten, 0:2.

Nach dem 0:2 schafft Niederwenigern fast, die Partie zu kippen

Das hätte die Vorentscheidung sein können – aber nicht in Niederwenigern. Die Sportfreunde waren direkt im Gegenangriff erfolgreich, Dominik Enz staubte ab. Zwei Minuten später hätte die Partie kippen können, als Schmetz Wakamiya nur mit einem taktischen Foul am Durchbrechen hindern konnte.

Die Hattinger wollten Vorteil, weil der ganz freie Gipper, den Ball bekam, doch der Schiedsrichter pfiff ab. Rot wollten die Hattinger sehen, nur Gelb gab der Schiedsrichter und den guten Freistoß von Gotzeina lenke Gomoluch soeben über die Latte – eine spielentscheidende Sequenz.

„Das ist einfach ärgerlich, weil es so ein klarer Vorteil war, das darf er nicht abpfeifen“, ärgerte sich Sportfreunde-Trainer Marcel Kraushaar.

Nach dem 0:2 schafft Niederwenigern fast, die Partie zu kippen

Niederwenigern drängte jetzt auf den Ausgleich, Velbert dachte aber gar nicht daran, das Ergebnis zu verwalten. Mit viel Ballbesitz, wie eine Spitzenmannschaft eben, versuchte die SSVg das Spiel selbst weiter zu kontrollieren. Das gelang meist, zwei gute Chancen hatte Hattingen aber noch.

Wakamiya (nach Gipper-Vorarbeit) scheiterte aber am Torwart und Lümmers Direktabnahme von der Strafraumkante ging drüber. „Die zweite Halbzeit war richtig gut“, meinte Kraushaar. „Ich stehe hier und sage fast das selbe wie nach dem Spiel gegen Bocholt: Wie wir gegen solche Spitzenteams auftreten, da muss man großen Respekt vor haben.“ Nur Punkte gibt es dafür (noch) nicht.

Der eingewechselte Coruk sorgte mit einer ausgelassenen Riesenchance in der Nachspielzeit zwar noch für Gelächter der 300 Zuschauer (ausverkauft) – zuletzt lachten aber die Velberter, die nach vier Spieltagen mit perfekter Punktausbeute ganz oben in der Tabelle stehen.

So lief das Spiel: SF Niederwenigern – SSVg Velbert 1:2

Tore: 0:1 Mondello (3.), 0:2 Weißenfels (HE/58.), 1:2 Enz (62.).

SFN: Golz - Schütte, Esser, Stahl, Beyer - Gipper, Lümmer, Peterburs (77. Adolphs), Gotzeina (82. Golz) - Enz, Wakamiya (89. Moreno).

SSVg: Gomoluch - Abdel Hamid, Schmetz, Durschke (31. Glowacki) - Machtemes, Schwertfeger - Mondello, Dertwinkel, Schiebener - Kaya (82. Coruk), Weißenfels (70. Diallo).

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