Leichtathletik

Kemnade statt Hawaii: Extremsportler mit Marathon „zu Hause“

Der Sprockhöveler Triathlet Till Schaefer startete 2019 bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Diesmal nahm er sich einer neuen Herausforderung an.

Der Sprockhöveler Triathlet Till Schaefer startete 2019 bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Diesmal nahm er sich einer neuen Herausforderung an.

Foto: Till Schaefer

Sprockhövel.  Till Schaefer lief schon auf Hawaii und in Nizza. Doch aktuell ist das nicht möglich – für den Sprockhöveler kein Grund, eine Pause zu machen.

Till Schaefer hat schon vieles erlebt. Unter anderen nahm er am Ironman70.3 in Nizza und am Ironman in Hawaii teil. Doch so etwas wie das Coronavirus kennt auch Schäfer nicht. Aufgrund der Ausfälle der Wettkämpfe nimmt Schäfer deshalb an der Rennserie „Anti Corona Running League“ teil.

„Hierbei werden verschiedene Streckenlängen an mehreren Wochenenden gelaufen, die Zeiten und Strecken mittels GPS-Uhr aufgezeichnet und dann online eingereicht. So entsteht eine Rangliste mit Läufern aus ganz Deutschland“, erklärt Schaefer.

Eigene Bestzeit verbessert

Er selbst hat sich nicht zufrieden gegeben mit zehn oder zwanzig Kilometern. Stattdessen wurde es ein Marathon über 42,195 Kilometern. Am 18. April fuhr Schäfer zur Kemnade und lief dort vier die Strecke. „Die ersten 32 Kilometer bin ich sehr konstant gelaufen, habe mich gut versorgt, sodass ich genau im Plan war. Zwischen 32 und 38 Kilometern habe ich dann ein paar Sekunden verloren, um mich für die letzten Kilometer wieder bei einer Pace von unter 4 Minuten pro Kilometer einzupendeln. Am Ende standen 2:45:57 Stunden auf der Uhr“, so Schaefer, der seine eigene Bestzeit somit um zwölf Minuten verbessert hat.

„Es war echt toll, meine Heimrunde für einen Marathon nutzen zu können. Natürlich ist ein Wettkampf mit vielen Konkurrenten und Zuschauern motivierender, aber auch so habe ich mich über weite Strecken gut gefühlt, mich selbst angetrieben und Spaß gehabt. Mal sehen, welche Abenteure noch von meiner To-Do-Liste gestrichen werden können dank Corona. Der Marathon im Training ist jetzt auf jeden Fall abgehakt.“

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