Ehrenamt

Junge Hattingerin wechselt aus dem Becken an den Rand

Schwimmtrainerin Reneé Siebers (2.v.r.) vom SV Hattingen hat den Sportjugendpreis „ENgagiert“ bekommen. Sarah Quirbach (r.) aus dem Vorstand der Sportjugend des KSB überreichte ihn. Links steht Trainerin Isabella Kinsvater, in der Mitte freut sich Emilia (6).

Schwimmtrainerin Reneé Siebers (2.v.r.) vom SV Hattingen hat den Sportjugendpreis „ENgagiert“ bekommen. Sarah Quirbach (r.) aus dem Vorstand der Sportjugend des KSB überreichte ihn. Links steht Trainerin Isabella Kinsvater, in der Mitte freut sich Emilia (6).

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Reneé Siebers ist beim SV Hattingen als Schwimmtrainerin aktiv und bringt Kindern den Umgang im Wasser bei. Für ihr Engagement wurde sie geehrt.

Als sie für ihre Abiturprüfung trainieren wollte, fragte Reneé Siebers beim SV Hattingen nach Trainingsmöglichkeiten an. Dort gefiel es ihr so gut, dass sie dem Verein treu blieb. Die 23-Jährige ist nun aber eher am Beckenrand zu finden, wo sie ihr Engagement auslebt: als Trainerin des jungen Nachwuchses und als stellvertretende Geschäftsführerin im Vorstand. Ihr wurde der Sportjugendpreis „ENgagiert“ vom Kreissportbund Ennepe-Ruhr verliehen.

„Der Preis bedeutet mir sehr viel. Ich finde es schön, wenn ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für ihr Engagement belohnt werden“, sagte die junge Frau nach der Preisübergabe. Die Geldsumme von 500 Euro (250 für sie, 250 für den Verein) soll wieder direkt in die Vereinsarbeit fließen, um für den Nachwuchs neue Materialien anzuschaffen. Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen macht Reneé Siebers viel Spaß. „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ihnen ein Abzeichen überreichen darf“, merkt sie an. Deshalb hat sie sich auch dafür entschieden, Lehrerin zu werden – in den Fächern Mathe und, klar, natürlich Sport.

Über das Training für das Abitur ist der Kontakt entstanden

Sie erinnert sich noch genau, als sie sich während des Abiturs im Leistungskurs Sport für die Ausdauerstrecke im Schwimmen vorbereitete. „Ich bin auf den Verein gestoßen und habe zweimal in der Woche trainiert“, erzählt Reneé Siebers. Nun betreut sie die jungen Wasserratten einmal in der Woche im Becken. „Den Kindern möchte ich vor allem Spaß mitgeben. Bei uns ist das Training freiwillig und wir freuen uns, wenn sie Freude am Schwimmen haben.“

Mit wir meint Reneé Siebers das Team, von dem sie ein Bestandteil ist. Sie möchte – wie so viele Ehrenamtliche – nicht die alleinige Aufmerksamkeit erhalten, da sich die Arbeit auf mehreren Schultern verteilt. „Wir brauchen jeden einzelnen, sonst wäre die Arbeit so nicht möglich“, betont die Engagierte und ergänzt: „Wir verstehen uns untereinander sehr gut, auf jeden ist Verlass. Diese Harmonie, die unser Team mitbringt, strahlt sich denke ich ich auf die Kinder und deren Eltern aus.“

Der Ehrenamtlichen wird besonderes Gespür nachgesagt

„Reneé hat ein Gespür für gute Schwimmerinnen und Schwimmer sowie für passgenaue Vereinsangebote bekommen“, freut sich SV-Vorsitzender Jochen Lumbeck, der zudem den Umgang seiner Vereinskameradin mit den Mitgliedern lobt. Außerdem sei die Ehrenamtliche bereit, sich auch über den Trainingsbetrieb hinaus für den SV Hattingen zu engagieren, etwa bei Vereinsfesten.

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