Stadtmeisterschaft

Iris und Werner Fessel sind gute Seelen in Niederbonsfeld

Bei der Fußball-Stadtmeisterschaft in Hattingen helfen Iris (m.) und Werner (r.) Fessel an vielen Stellen. Abteilungsleiter Mike Schönweitz freut sich über die Unterstützung.

Bei der Fußball-Stadtmeisterschaft in Hattingen helfen Iris (m.) und Werner (r.) Fessel an vielen Stellen. Abteilungsleiter Mike Schönweitz freut sich über die Unterstützung.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services

Hattingen.  Iris und Werner Fessel kümmern sich beim SuS Niederbonsfeld um den Verkauf von Speisen und Getränken. Nicht nur bei der Stadtmeisterschaft.

So ein Ehepaar hätte sicher jeder Verein gerne in seinen Reihen, denn Iris (62) und Werner (68) Fessel kümmern sich beim SuS Niederbonsfeld seit einigen Jahren um den kompletten Einkauf sowie um den Verkauf von Speisen und Getränken. Sie sind die guten Seelen des Vereins.

Die Aufgaben sind klar verteilt. Iris Fessel ist die Chefin im neuen Verkaufscontainer und ihr Werner ist der Chef vom Grill. Nur ab und zu, wenn mal wirklich viel zu tun ist, dann springt Iris auch am Grill mit ein und greift ihrem Mann, der übrigens leidenschaftlicher Hobby-Kegler ist und seine sportlichen Wurzeln eigentlich in der Handball-Abteilung des TuS Blankenstein hat, unter die Arme. Fünf Tage in der Woche bieten die beiden während der Saison beim Training und auch bei allen Spielen Kaffee, Kuchen, Pommes, Würstchen und Getränke an und es war natürlich keine Frage, dass sich diese beiden auch während der 14-tägigen Stadtmeisterschaft um alles kümmern.

Engagement für die Jugendabteilung

„Alles für die Jugend“, wie beide betonen. Denn das läuft beim SuS wahrscheinlich anders, als es bei anderen Vereinen läuft. Der komplette Verkaufserlös geht in die Jugendkasse. Mike Schönweitz, Abteilungsleiter der Fußball-Senioren, ist froh über diese Regelung: „Iris und Werner sind echte Schätze für den Verein. Es gibt bei den Senioren einfach viel zu wenig Helfer und wir sind froh, dass wir sonntags den Verkauf durch die Jugendabteilung abdecken können.“ Auch die Schiedsrichterkosten werden aus den Verkaufserlösen gezahlt. Den Senioren verbleiben lediglich die Eintrittsgelder, aus denen Schönweitz dann die Ausgaben für den Spielbetrieb finanziert.

Angefangen hat alles im Jahr 2016. Regelmäßig sahen sie sich die Spiele von Enkel Nick an, der damals bei den SuS-Bambinis kickte. Dabei fiel ihnen auf, dass es in der Verkaufsbude nicht optimal lief und so boten sie Jugendleiter Christian Paul ihre Hilfe an. „Wir wollten einfach etwas für die Jugend tun“, sagen beide wieder unisono. Christian Paul sagte natürlich nicht nein und seitdem haben die Fessels in Niederbonsfeld die Zügel fest in der Hand. Und alle sind zurecht stolz auf das, was sie in den vergangenen Jahren erschaffen haben.

Mehr Zeit für das bald achte Enkelkind

Nach der Stadtmeisterschaft wollen die Fessels aber etwas kürzertreten. „Dann sind wir nur noch bei der Jugend und bei den Herren dabei. Bei den Damen wird der Verkauf dann anders geregelt“, sagt Werner Fessel. So haben sie dann Zeit, sich zumindest alle 14 Tage sonntags auch mal um ihre Kinder und um ihre anderen Enkel zu kümmern. Derzeit warten Iris und Werner Fessel mit Hochspannung auf die Geburt des achten Enkelkinds. Aber so lange gilt die volle Aufmerksamkeit dem Turnier. Iris und Werner Fessel sowie Mike Schönweitz sind während der Stadtmeisterschaft immer die Ersten, die am Sportplatz sind und die Letzten, die die Anlage wieder verlassen.

„Uns geht es gar nicht darum, bei der Stadtmeisterschaft möglichst viel Geld zu verdienen. Wir wollen einfach ein guter Gastgeber sein“, sagt Mike Schönweitz, der aber auch Wert darauf legt zu betonen, dass bei diesem Turnier noch viele andere Helfer aktiv sind, ohne die das alles nicht möglich wäre. „Bis jetzt bin ich rundum zufrieden. Wir haben nur positive Rückmeldungen bekommen. Da tut nicht mal mehr das Ausscheiden unserer eigenen Mannschaft weh“, schmunzelt der 44-Jährige.

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