Handball Kreispokal

HSC Welper schrammt nur knapp an der Pokalsensation vorbei

Alexander Schöherr war mit sieben Treffern Welpers bester Schütze.

Alexander Schöherr war mit sieben Treffern Welpers bester Schütze.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Das Team von Trainer Massimo Sälzer lässt den Verbandsligisten PSV Recklinghausen 45 Minuten alt aussehen. Ungewöhnliche Maßnahme trägt Früchte.

Die Pokalsensation war für den HSC Welper zum Greifen nahe. Acht Minuten vor Schluss führten die Welperaner, die in der 2. Kreisklasse an den Start gehen gegen den Handball-Verbandsligisten PSV Recklinghausen noch mit 21:20, doch in den Schlussminuten ließ beim Team von Coach Massimo Sälzer die Kraft nach und die Polizeisportler drehten die Partie und gewannen 27:23.

„Wir sind alle sehr stolz auf unsere Leistung“, sagte Massimo Sälzer. „Doch ein wenig fühlen wir uns so, als hätte man uns die Butter noch vom Brot geklaut.“

Der Plan der Welperaner geht fast vollständig auf

Nach anfänglichen Startproblemen kamen die Gastgeber immer besser in die Partie, sie brachten den PSV dazu, immer wieder durch die HSC-Zentrale zu spielen, die das Herzstück der Welperaner bildet. Zudem ließ sich die Sälzer-Sieben nicht auf ein hektisches Spiel ein und nahm immer wieder das Tempo heraus. Auch bei Gegenangriffen schalteten maximal zwei Welperaner schnell um. „Wir wollten unbedingt vermeiden, dass unsere Gegenstöße abgefangen werden und wir dann komplett offen stehen“, sagte Sälzer.

Spieler lesen sich die Taktikpläne laut vor

Die Taktik ging auf, der HSC holte den Rückstand auf und führte plötzlich zur Pause mit zwei Toren Vorsprung. „Das Team hat sich komplett an den Plan gehalten. Wir haben vorher alles niedergeschrieben und jeden Spieler einen Satz in der Gruppe vorlesen lassen. Das war ein bisschen Grundschul-Teambuilding, aber die Taktik hatten die Spieler verinnerlicht“, erklärte Sälzer die ungewöhnliche Maßnahme.

In der Schlussphase drehten die Recklinghäuser, die fünf Ligen über der Mannschaft um Spieler Alexander Schönherr spielen, aber noch einmal auf und nutzten die konditionellen Schwächen des Gastgebers aus und erzielten die entscheidenden Tore. „Am Ende fehlte die Konzentration und die Genauigkeit, dennoch war das eine tolle Leistung von uns“, so Sälzer, in dessen Mannschaft zehn ehemalige Spieler des VfL Winz-Baak auflaufen.

So haben sie gespielt

HSC Welper - PSV Recklinghausen 23:27

Spielverlauf: 0:3, 4:4, 8:8, 10:8 (Hz.), 15:11, 19:15, 20:20, 22:22, 22:25, 23:27.

HSC Welper: Müller (1), Simu (1) Lehnert, Reetz (1), Stieglitz, Lysiak, Pemöller (4/3), Karger, Plewnia (3), Schönherr (7), Stahl, Braun, Bruder (6), Schnatenberg.

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