Sportlerehrung

Hattingen zeichnet seine Besten aus

Zum Gruppenbild stellten sich die erfolgreichsten Hattinger Sportler des Jahres 2015 im Schützenheim an der Heiskampstraße.Foto:Manfred Sander

Zum Gruppenbild stellten sich die erfolgreichsten Hattinger Sportler des Jahres 2015 im Schützenheim an der Heiskampstraße.Foto:Manfred Sander

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Hattingen. 50 Einzelsportler und neun Mannschaften standen in diesem Jahr im Fokus der Hattinger Sportlerehrung. Sie haben sich durch starke Leistungen in ihren Sportarten hervorgetan, angefangen von der Bezirksebene bis hinauf auf die internationale Bühne.

Mit dabei sind neben einigen bekannten Gesichtern immer mal wieder neue Sportler. Während beispielsweise Triathletin Conny Dauben genauso ein Dauergast bei der Ehrung ist wie die besten Schwimmer der SG Ruhr, haben junge Hattinger Sportler wie Handballer Valentin Bieber (18, TuSEM Essen) oder Stabhochspringer Jonas Wolf (14, USC Bochum) dort zum ersten Mal im Rampenlicht gestanden.

Außerdem bietet die Ehrung Platz für Randsportler, die im Hintergrund der weit verbreiteten Sportarten ihre Erfolge abliefern. So wie Minigolfer Andreas Reese, der in 2015 Deutscher Meister im System Cobigolf wurde. Er spielt beim MSK Neheim-Hüsten. „Es ist nett, im Kreis der Geehrten mit dabei zu sein. Vor den Leistungen der anderen ziehe ich meinen Hut. Ich stecke auch viel Fleiß in meinen Sport“, erzählt er. Für Randsportarten sei es sehr problematisch, das Interesse der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen. „Ich muss für meinen Sport aber auch viel Zeit investieren. Ich fahre mindestens 150 Kilometer zu jedem Turnier, und da hängt es aufgrund der unterschiedlichen Bahnen oft auch von der Tagesform ab, welchen Platz ich erreiche“, sagt der Minigolfer.

So wie Reese kämpft auch Susanne Wieruszewski jedes Jahr eisern um Titel. Sie sitzt dabei im Drachenboot und hat im vergangenen Jahr zwölf Titel eingefahren. „Das war schon echt viel, so viele Medaillen habe ich noch nie gewonnen“, freute sie sich.

Im Damenbereich startete sie im Groß- und Kleinboot und im Mixed-Bereich zudem im Großboot. Zweimal Gold und zweimal Silber sprangen bei der Weltmeisterschaft heraus, zudem drei EM-Titel sowie dreimal EM-Silber und zweimal EM-Bronze. Dahinter steckt harte Arbeit, viermal pro Woche trainiert Wieruszewski. „Vor den Wettkämpfen wird das Training nochmal angezogen, danach ist man schon kaputt“, erzählt sie. Doch das intensive Training hat sich ausgezahlt, die Plätze auf dem Podium seien das Ziel. „Wenn man dafür von der Stadt geehrt wird, ist das zusätzlich eine schöne Sache“, freut sich die Drachenbootfahrerin.

Möglichkeit zum Gedankenaustausch

Für das Sportamt sowie den Stadtsportverband selbst ist die Ehrung die wichtigste Veranstaltung im Jahr. Denn es treffen geballt alle Leistungsträger zusammen, die Hattingen über die Stadtgrenzen hinaus vertreten. „Das ermöglicht ihnen untereinander auch mal einen Gedankenaustausch“, sagt Petra David vom Sportamt. Dieses wählt gemeinsam mit Achim Paas, Vorsitzender des Sportausschusses, und Michael Heise, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, die zu ehrenden Sportler aus.

Die Richtlinien sehen für die Einzelsportler dabei Ehrungen ab dem Gewinn einer Landesmeisterschaft vor. Zudem sollen diejenigen hinter den Kulissen ausgezeichnet werden, die sich ehrenamtlich engagieren, damit den Sportlern der Weg zu den Erfolgen geebnet wird.

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