Fußball

Gennebreck fordert den FC Liverpool in der Glückauf-Halle

Um diesen Pokal geht es: Andreas Röhr (Jugendleiter VfL Gennebreck), Adam Greaves-Smith (Manager Frauenfußball beim FC Liverpool),  Josephine und Lynn  (Fußballerinen vom VfL Gennebreck) und Martin Sesjak (Geschäftsführer coffee at work) freuen sich auf das große Turnier in der Glückaufhalle. 

Um diesen Pokal geht es: Andreas Röhr (Jugendleiter VfL Gennebreck), Adam Greaves-Smith (Manager Frauenfußball beim FC Liverpool), Josephine und Lynn (Fußballerinen vom VfL Gennebreck) und Martin Sesjak (Geschäftsführer coffee at work) freuen sich auf das große Turnier in der Glückaufhalle. 

Foto: Fischer

Sprockhövel.   Das Turnier in der Sprockhöveler Glückauf-Halle bekommt einen internationalen Anstrich. Jetzt ist auch ein absoluter Top-Club aus England dabei.

Und wieder wird es eine Nummer größer. Das Mädchenfußball-Turnier in der Glückauf-Halle, bei dem sich zuletzt U13-Teams von Bundesliga-Vereinen vorstellten, bekommt einen internationalen Anstrich. Denn wenn das Turnier am 27. Januar in Niedersprockhövel angepfiffen wird, dann ist auch der FC Liverpool dabei.

Ausrichter dieses Turniers ist der VfL Gennebreck, der in Vergangenheit zu dieser lokalen Veranstaltung Vereine aus der näheren Umgebung eingeladen hatte. Aber seitdem vor vier Jahren auch das Wittener Unternehmen „coffee at work“ mit eingestiegen ist, hat sich viel verändert. Seitdem heißt die Veranstaltung auch „coffee at work-Cup“ und ist in ganz neue Dimensionen vorgestoßen.

Fußball-Fan Martin Sesjak pusht das Turnier

Die Verbindung zwischen dem Wittener Unternehmen und dem Sprockhöveler Verein ist schnell erklärt. Geschäftsführer von „coffee at work“ ist Martin Sesjak. Der ist ein großer Fußball-Fan und speziell einer des VfL Bochum und war zu Jugendzeiten ein sehr guter Torwart. Er spielte in den Nachwuchsmannschaften von VfL Bochum und SG Wattenscheid 09 durchaus hochklassig. Seine Leidenschaft und wohl auch sein Talent hat Martin Sesjak an seine Tochter weitergegeben. Denn die spielt aktuell für den VfL Bochum, machte ihre ersten Erfahrungen in Sachen Fußball aber beim VfL Gennebreck.

Die erste Idee war Manchester United

Aber zurück zur großen Attraktion des Turniers, zurück zum FC Liverpool. Wie gewinnt man denn einen solchen Verein für ein Turnier des VfL Gennebreck? „Mit großer Beharrlichkeit“, antwortet Martin Sesjak auf diese Frage mit einem entwaffnenden Lachen. Er habe erst an Manchester United gedacht, sagt Sesjak, dem dann aber bald auch der FC Liverpool und Jürgen Klopp in den Sinn kam, und der sich dann auch rasch um die Kontaktaufnahme zu den „Reds“ kümmerte.

Aber wie stellt man denn eine solche Verbindung her, wenn man nicht gerade der Manager eines Fußball-Bundesligisten ist? „Ich wusste, dass die SGS Essen, also ein Verein hier aus der Nähe, einmal ein Turnier mit dem FC Liverpool gespielt hat. Also habe ich die Essener kontaktiert, und nach ein paar Versuchen kannte ich dann jemanden, der jemanden kennt, der jemanden vom FC Liverpool kennt. Im Prinzip war das also ganz einfach. Vielleicht bekommen wird so irgendwann ja auch einmal FC Barcelona oder auch Real Madrid“, flachst Sesjak,

Mädchen-Fußball ist in England sehr beliebt

Mädchen-Fußball sei in England hoch geschätzt, verrät der Wittener Unternehmer. „Die Frauen-Mannschaft des FC Liverpool spielt in der Premiere-League. Auch in Ländern wie den USA oder Australien ist Mädchenfußball sehr beliebt. Da haben die weiblichen College-Teams eine ähnliche Bedeutung wie die männlichen“, so Sesjak.

Die U13 Mädchen des FC Liverpool kommen eigens für dieses Turnier nach Niedersprockhövel. Übernachten werden sie in einem Hotel in Mülheim, und nach ihren Aufritt in der Glückaufhalle düsen sie zurück auf die Insel.

Sportjournalist Ulli Potofski am Mikrofon

Um die Moderatin in der Halle wird sich übrigens, wie im Vorjahr auch, Sportjournalist Ulli Potofski kümmern. Mit seiner ruhigen und charmanten Art kam er im vergangenen Jahr bei den Zuschauern sehr gut an. „Schön, dass er wieder zugesagt hat. Er macht jetzt nur noch Sky und Gennebreck“, sagt Martin Sesjak mit einem kleinen Augenzwinkern.

Seit 2010 spielen Mädchen beim VfL Gennebreck

Beim VfL Gennebreck freut man sich, dass das anfangs doch recht kleine Turnier inzwischen solche Ausmaße angenommen hat. „Es ist auf jeden Fall eine Werbung für den Mädchen-Fußball“, sagt VfL-Jugendleiter Andreas Röhr. Röhr ist gebürtiger Berliner und kam aus beruflichen Gründen im Jahr 2001 nach Sprockhövel. In seiner neuen Heimat gewöhnte er sich schnell ein. 2010 gehörte er zu den Mitbegründern der Mädchenfußball-Abteilung des VfL Gennebreck. Gestartet wurde im Oktober mit acht Mädchen, im Dezember waren es schon 27 und zu absoluten Hochzeiten gar 91. Inzwischen hat sich die Zahl bei etwa 50 eingependelt.

Mädchen spielen also gerne Fußball, und Mädchen spielen auch gut Fußball. Zwei, die beim VfL Gennebreck noch am Anfang ihre Karriere stehen, beschreiben ihre Leidenschaft so. „Ich war mit meinem Vater auf dem Sportplatz, als ich meinen ersten Schuss gemacht habe. Es hat mir sofort Spaß gemacht“, sagt die neunjährige Josephine und senkt dann etwas verlegen den Kopf. Und die gleichaltrige Lynn fügt auf die Frage, warum sie denn Fußball spiele, hinzu: „Weil Josephine meine Freundin ist. Jetzt spiele ich in einer richtigen Mannschaft. Und das ist ganz toll.“

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