Fußball

Für SFN-Coach Margref rückt der Fußball in den Hintergrund

Hofft, dass die Gemeinschaft wieder wichtiger wird: Für Jürgen Margref, Trainer der Sportfreunde, steht Fußball gerade nicht im Fokus.

Hofft, dass die Gemeinschaft wieder wichtiger wird: Für Jürgen Margref, Trainer der Sportfreunde, steht Fußball gerade nicht im Fokus.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Für Jürgen Margref, Trainer der Sportfreunde Niederweniger, steht derzeit nicht der Fußball im Mittelpunkt. Für ihn sind andere Themen wichtiger.

Es sind außergewöhnliche Zeiten in denen nicht nur der gesamte Sport gerade steckt. Auch bei den Sportfreunden Niederwenigern läuft durch die Saisonpause wegen des Coronavirus nichts wie bisher. Es findet kein Training statt, ob und wann die Oberliga-Saison fortgesetzt wird, ist fraglich. Keine einfache Situation für SFN-Trainer Jürgen Margref.

„Wie heißt es so schön. ‘Fußball ist die schönste Nebensache der Welt’“, sagt Margref. „Die Betonung liegt auf ‘Nebensache’. Jetzt stehen erst einmal andere Dinge im Vordergrund. Es geht darum, die alten und kranken Menschen zu schützen und die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Dazu trägt natürlich auch Niederwenigern bei.“

„Entscheidungen werden Auswirkungen auf die unteren Ligen haben“

Wie es in der Oberliga für seine Mannschaft weiter geht? Das ist derzeit mehr als ungewiss. „Ich denke, dass jetzt erst einmal von Seiten der DFL und des DFB entschieden werden muss. Diese Entscheidungen werden dann wahrscheinlich entsprechende Auswirkungen auf die unteren Ligen haben“, glaubt Margret, dessen Mannschaft in einer interessanten Situation ist.

Momentan stehen die Sportfreunde noch auf einem abgeschlagenen 18. Platz mit elf Punkten. Ratingen, auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz hat 30 Zähler gesammelt. Sollte die Saison nicht gewertet werden, könnte das Margref-Team vielleicht doch noch den Klassenerhalt schaffen.

Andererseits hat seine Mannschaft nach einer verkorksten Hinrunde gerade richtig Fahrt aufgenommen. Zuletzt schafften die Sportfreunde eine kleine Sensation und fegten den Tabellenzweiten Monheim mit 4:1 vom Platz. Einiges schien auf einmal möglich. Zehn Spieltage stehen derzeit noch aus.

„Saison am liebsten sportlich zu Ende bringen“

Sollte beispielsweise die Entscheidung gefällt werden, die Hinrundentabelle zu wertet wäre das für die Sportfreunde nicht bitter? „Natürlich würde wir die Saison am liebsten sportlich zu Ende bringen. Diese Unterbrechung kam ja, als wir gerade einen kleinen Lauf hatten. Die Jungs hatten gerade begriffen, wie es funktioniert. Klar, sind wir, wie wahrscheinlich alle Fußballer, etwas traurig, dass die Saison unterbrochen wurde. Aber es ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung“, findet der Coach der Sportfreunde.

Für alle Trainer ist diederzeitige Situation nicht leicht, wie lange wird die Pause dauern? Wie viel Zeit bliebe für eine Vorbereitung? „All das wissen wir ja jetzt noch nicht. Wir haben den Jungs darum auch noch keinen Trainingsplan oder Laufplan gegeben, denn die Lage ändert sich ja täglich. Noch wissen wir ja nicht, worauf sie sich vorbereiten sollen“, sagt der SFN-Coach, der zunächst die Entscheidungen in der Bundesliga und des DFB abwarten will.

Gemeinschaft im Vordergrund

„Wir nehmen die Dinge jetzt, wie sie kommen. So bin ich immer verfahren. Auch bei Niederwenigern. Ich bin da eher der Pragmatiker. Wir wollen und werden aus der Situation jetzt das Beste machen“, sagt er und betont noch einmal: „Klar ist der Fußball wichtig, aber in dieser Situation kann er auch mal in den Hintergrund rücken. Ich hoffe, dass für jeden einzelnen in dieser Zeit die Gemeinschaft in den Vordergrund rückt und die Rücksicht auf Alte und Kranke.“

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