Fußball Landesliga

Niederwenigern: Extraschicht für „Weuse“

Viele Plakate und extra gedruckte T-Shirts – seine Fans hatten sich für Christopher Weusthoff etwas einfallen lassen.

Viele Plakate und extra gedruckte T-Shirts – seine Fans hatten sich für Christopher Weusthoff etwas einfallen lassen.

Foto: Fischer

Christopher Weusthoff beendet seine Karriere bei den Sportfreunden. Doch bevor in seine neue Rolle wechselt, geht es um den Oberliga-Aufstieg.

Christopher Weusthoff strahlte über das ganze Gesicht: „Alles was jetzt kommt, ist Bonus“, so die Nummer 3 der Sportfreunde Niederwenigern, als er nach Abpfiff der Partie gegen Sonsbeck umringt von Freunden und Familie auf dem Wenniger Kunstrasen stand.

Und der Bonus kann sich sehen lassen. Doch wie lange geplant wurde Weusthoff nach dem Spiel ersteinmal verabschiedet.

Geschenke und liebe Worte von Team und Verein

Er bekam standesgemäß ein unterschriebenes Trikot seiner Mitspieler, das Buch „Elf Freunde müsst ihr sein“ von Abteilungsleiter Manfred Lümmer, stürmischen Applaus von den Zuschauern, Sprechchöre von seinen Mitspielern – und diese Worte von Kapitän Niklas Lümmer: „Seit du vor vier Jahren aus Burgaltendorf gekommen bist, bist du uns allen ans Herz gewachsen, hast ein Riesen-Standing in der Mannschaft“, schwärmte Lümmer über die Stadionlautsprecher.

Dann wurde Weusthoff auf Schultern Richtung Vereinsheim getragen wurde, wo viele Zuschauer die Abschieds-T-Shirts für ihn trugen – „seine letzte Schicht“ stand darauf mit der Nummer 3.

Weusthoff wechselt an den Spielfeldrand

Er habe sich lange auf diesen Tag vorbereiten können, von daher könne er das ganz gut verarbeiten, meinte Weusthoff dann später. Zumal er ja nicht aus der Welt sein wird, im Gegenteil. Aus dem Landesliga-Kader wechselt er, vor allem der Familie zuliebe, an den Spielfeldrand.

Ab der kommenden Saison ist Weusthoff Sportlicher Leiter der SF Niederwenigern – die dann womöglich in der Oberliga spielen. Das entscheidet sich Mittwochabend (19.30 Uhr, Burgaltendorfer Straße) und dann Samstag auswärts in den beiden Aufstiegsendspielen gegen Union Nettetal.

„Das wäre natürlich der krönende Abschluss für meine aktive Zeit, wenn wir den Aufstieg schaffen würden“, meinte Weusthoff. „Alleine heute vor dieser Kulisse spielen zu dürfen, die Choreo, das ganze Drumherum – das ist Wahnsinn für das Dorf. Wer hätte denn damit gerechnet, dass wir am Saisonende um den Aufstieg spielen?“

Die Mannschaft ist reifer geworden

Niemand. Aber im Laufe der Saison habe die Mannschaft sich das verdient, weil sie eine Entwicklung gezeigt habe: „Wir sind reifer geworden und haben dazugelernt. Spiele, die wir in den vergangenen Jahren vielleicht 1:2 verloren hätten, haben wir in dieser Saison noch oft für uns gedreht.“ Und das, obwohl die Sportfreunde eine ganz junge Mannschaft stellen.

„Das macht die Sportfreunde ja auch aus, dass immer viele aus der A-Jugend nachrücken. Und das ist der Weg, den wir auch beibehalten werden“, bekennt sich Weusthoff – „ganz egal in welcher Liga.“

Oberliga wäre ein Abenteuer für die Sportfreunde

Die Oberliga wäre im Zweifel ein großes Abenteuer, „wenn wir es denn schaffen. Aber mehr Arbeit für mich würde es nicht bedeuten. Der Kader steht ja schon“, sagt der angehende Sportliche Leiter.

Erstmal ist „Weuse“ aber Spieler, bis Samstag noch. „Zwei Bonusspiele“ eben, wie er sagt. Für den Aufstieg werden die Sportfreunde alles geben. Aber selbst wenn Christopher Weusthoff seine Karriere nicht mit dem Oberliga-Aufstieg krönt, sagt er: „Ganz egal, was passiert: Wir können stolz auf diese Saison sein.“

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