Handball

DJK Westfalia Welper: Trainer und Spieler sagen bereits zu

Rückt aus der zweiten Mannschaft der DJK Westfalia Welper in die Bezirksliga-Sieben auf: Maximilian Kothe-Marxmeier.

Rückt aus der zweiten Mannschaft der DJK Westfalia Welper in die Bezirksliga-Sieben auf: Maximilian Kothe-Marxmeier.

Foto: Hendrik Steimann / WAZ

Hattingen.  Während die Saison aufgrund der Coronakrise pausiert, steht das Grundgerüst bei der DJK Welper für die Zeit ab Sommer. Einer zieht sich zurück.

Die DJK Westfalia Welper befindet sich in der aktuell pausierenden Handball-Bezirksliga im Sinkflug. Im freien Fall stürzten die Jugendkraftler mit der desaströsen Ausbeute von zuletzt 1:9-Punkten aus den vergangenen fünf Spielen bis auf den viertletzten Tabellenplatz ab. Das Abstiegsgespenst sitzt der DJK im Nacken. In dieser schwierigen Situation gibt es aber auch positive Nachrichten aus dem DJK-Lager.

„Alle Spieler der ersten Mannschaft bleiben bei uns. Auch unsere talentierten Nachwuchsspieler. Zudem hat unser Trainer Michael Wolf für ein weiteres Jahr zugesagt“, berichtete der Sportliche Leiter und 2. Vorsitzende, André Bauer, von einer erfreulichen Entwicklung im Personalbereich.

Viele Gespräche in den vergangenen Wochen bei der DJK Welper

André Bauer hat in den vergangenen Wochen noch weitere Gespräche geführt. „Wir wollen unseren Bezirksligakader mit einem, zwei oder maximal drei Spielern aus anderen Vereinen verstärken bzw. ergänzen. Der eine oder andere wollte schon zu einem Probetraining kommen. Das müssen wir nun aber verschieben, bis wir nach der Coronakrise unser Training wieder aufnehmen können“, sprach der „spielende Funktionär“, der zuletzt aber wegen einer Knieverletzung pausieren musste, die momentane Spiel- und Trainingspause an. Aktuell sind die Meisterschaftsspiele der Handballer ja bis zum 19. April ausgesetzt.

Aber auch aus dem Verein heraus erwartet André Bauer für die kommende Spielzeit eine gewisse Stabilisierung. Es soll sich nicht wiederholen, dass die erste Mannschaft so häufig mit einem denkbar kleinen Kader auflaufen muss. „Wir hoffen sehr, dass unsere Langzeitverletzten wie Marc Schulz und Manuel Maerz wieder zum Aufgebot dazu gehören werden. Auch Emanuel Jess ist dann nach seinem Auslandsaufenthalt wieder mit dabei“, sagte Bauer.

Hattinger hoffen auf Björn Trompeter

Bei Björn Trompeter besteht sogar die Hoffnung, dass er, falls die Saison überhaupt zu Ende gespielt wird, in der entscheidenden Phase dieser Spielzeit das Team wieder verstärken kann. Aus der eigenen Jugendabteilung wird aber diesmal aber wohl kein Nachwuchsspieler den Sprung auf Anhieb schaffen.

Diese rosig erscheinenden Zukunftsaussichten können allerdings die prekäre Situation aktuell nur schwerlich überdecken. Die Hauptaufgabe besteht für die Welperaner darin, den Bezirksligaerhalt zunächst einmal unter Dach und Fach zu bringen. „Sofort, wenn wir den Spiel- und Trainingsbetrieb wieder aufnehmen, werden Felix Buchmüller und Max Kothe-Marxmeier fest zur ersten Mannschaft gehören. Wir werden alles daransetzen, den Klassenverbleib so schnell wie möglich zu sichern“, verspricht André Bauer das Bündeln aller verfügbaren Kräfte.

Zweite Mannschaft ist wohl abgestiegen

Der Versuch, auch die zweite Mannschaft vor dem Abstieg aus der Kreisliga zu retten, dürfte allerdings fehlgeschlagen sein. Die Abmeldung der dritten Mannschaft hat nicht dazu geführt, die Zweitvertretung um Trainer Dennis Galbas im Abstiegskampf wie erhofft zu verstärken. „Da gibt es wohl einige bei uns, die lieber überhaupt nicht spielen, als dort auszuhelfen. Das ist natürlich traurig“, bedauert André Bauer die unbefriedigende Situation. Die Galbas-Sieben liegt inzwischen mit nur 5:33-Punkten abgeschlagen am Tabellenende. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt bereits neun Punkte und dürfte, eine reguläre Fortsetzung der Saison vorausgesetzt, in den letzten sieben Spielen nicht mehr aufzuholen sein.

Bei der DJK Welper plant man dennoch, für die nächste Saison wieder drei Mannschaften zu melden. „Wir werden organisatorisch einiges ändern. Die beiden ersten Mannschaften sollen regelmäßig zusammen trainieren. Dadurch sollen eine größere Harmonie und eine bessere Trainingssteuerung entwickelt werden. Tobias Lask wird neben seiner Rolle als Spieler auch den Posten des Co-Trainers wieder übernehmen. Für die zweite Mannschaft soll es dann an den Spieltagen eine interne Lösung auf der Bank geben“, sagte André Bauer.

Dennis Galbas ab Sommer nur noch Jugendtrainer

Diese Lösung wird aber auf keinen Fall den Namen Dennis Galbas tragen. Der bisherige Coach wird nicht mehr zur Verfügung stehen. Dazu André Bauer: „Dennis hat uns mitgeteilt, dass er sich im Seniorenbereich anderweitig orientieren, als Trainer unserer B-Jugend aber weitermachen wird.“

Die Weichen für die Zukunft sind also bereits gestellt. Jetzt gilt es, alles daran zu setzen, zuerst einmal die aktuellen Probleme zu lösen, damit der DJK-Express nicht ungebremst auf das Abstellgleis zurast.

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