Fußball

Die Sportfreunde Niederwenigern liebäugeln mit der Oberliga

Gut zu Fuß: Frederick Gipper gehört zu den extrem schnellen Spielern der Sportfreunde. Über die Außenbahn sorgt er für enormen Druck. 

Gut zu Fuß: Frederick Gipper gehört zu den extrem schnellen Spielern der Sportfreunde. Über die Außenbahn sorgt er für enormen Druck. 

Foto: Biene Hagel

Hattingen.   In der vergangenen Saison hätte es mit dem Aufstieg fast schon geklappt. Auch in der Spielzeit 2018/2019 sind die Chancen wieder sehr gut.

Im letzten Spiel des Jahres 2018 ließen es die Sportfreunde Niederwenigern noch einmal richtig krachen. Mit einem 7:2-Auswärtssieg gegen den Tabellennachbarn Sterkrade-Nord verabschiedeten sich die Wennischen in die Winterpause. Niederwenigern steht vor der Wiederaufnahme des Meisterschaftsprogramms auf dem dritten Tabellenplatz. Und damit ist nicht nur Trainer Jürgen Margref zufrieden, denn vor dem Saisonstart wusste eigentlich niemand so richtig, wohin die Reise gehen würde.

Die Voraussetzungen

Niederwenigern hat in der vergangenen Saison eine sensationelle Rückrunde gespielt. Mit einem unglaublichen Schlussspurt schossen sich die Wennischen fast noch bis in die Oberliga. Viel hat am Ende zum Aufstieg nicht gefehlt. Die Entscheidung in den Relegationsspielen gegen den TuS Nettetal fiel im Elfmeterschießen. Mit dem schlechteren Ende für Niederwenigern. „Die Saison war zwar zweifelsohne toll, doch sie endete halt mit diesem Negativerlebnis“, erinnert sich Niederwenigerns Trainer Jürgen Margref und fügt dann an: „Wir wussten ja nicht, wie die Mannschaft diese Enttäuschung verarbeitet. Wir wussten nicht, mit welcher Leidenschaft sie in die neue Saison gehen würde.“

Der Personal

Niederwenigern setzte weiter auf das bekannte und bewährte Personal. Eigentlich gab es nur einen Abgang. Denn Christopher Weusthoff beendete seine Spielerkarriere und konzentrierte sich ganz auf seine Aufgaben als Sportlicher Leiter. Zu den externen Zugängen zählten Simon Bukowski (TSG Sprockhövel), Tobias Köfler, Malte Eckert (beide SV Burgaltendorf), Maximilian Golz, Lukas Paulun (beide TuSEM Essen) sowie Minwook Oh (ESG 99/96.) Aus der eigenen Jugend rückten zudem Tim Kriesten, Tom Mianecki und Nico August auf.

Der Start

Es zeigte sich recht schnell, dass die Befürchtungen, die Mannschaft könne die Enttäuschung in der Relegation noch nicht verarbeitet haben, unbegründet waren. Die Sportfreunde starteten gut und schlugen Aufsteiger Blau-Gelb Überruhr mit 3:0 und kamen anschließend zu einem respektablen 2:2 gegen die Spvg. Sterkrade-Nord, die vor der Saison zu den Aufstiegsfavoriten gezählt wurde.

Der Tiefpunkt

Das dritte Saisonspiel setzten die Sportfreude dann allerdings gehörig in den Sand. Gegen den GSV Moers wurde mit 2:3 verloren. Dabei ärgerte sich Jürgen Margref nicht so sehr über die Niederlage an sich, sondern eher über die Art und Weise, wie sie zustande kam. „Dieses Spiel war aus unserer Sicht ganz schlecht. Da stimmte auch die Einstellung nicht“, so der Trainer.

Die Erfolgsserie

Vielleicht lag es ja auch an der deutlichen Kritik des Trainers nach dem Spiel gegen den GSV Moers, aber danach starteten die Sportfreunde eine imponierende Serie. Los ging es am 26. August mit dem 2:0-Heimsieg gegen den TuS Fichte Lintorf. Danach gab es sieben weitere Spiele, in denen Niederwenigern ungeschlagen blieb - also sechs Siege und ein Unentschieden. Eine Niederlage setzte es erst wieder am 21. Oktober mit der 0:2-Auswärtsniederlage gegen Wesel-Lackhausen. Nach einer allerdings guten Leistung. „So ist Fußball, und gegen eine solchen Gegner kann man auch einmal verlieren“, sagt Jürgen Margref im Rückblick.

Das Beste zum Schluss

Höhepunkt der bisherigen Saison war sicherlich der schon erwähnte 7:2-Auswärtssieg gegen den Tabellennachbarn Spvgg. Sterkrade-Nord. Besser kann man sich aus einem Jahr sicherlich nicht verabschieden. „Das war von uns ein überragender Auftritt. Nach dem Spiel stand dann nur noch unsere Weihnachtsfeier auf dem Programm. Ein perfekter Abschluss also“, sagt Jürgen Margref.

Die Zukunftsplanung

Lukas Paulun und Tobias Köfler haben die Sportfreunde Niederwenigern in der Winterpause verlassen. Paulun kehrt zum TuSEM Essen zurück, Köfler schließt sich der SG Kupferdreh-Byfang an. „Sie hatten sich bei uns mehr Einsatzzeiten gewünscht. Vielleicht waren sie ein bisschen zu ungeduldig, aber ich kann sie auch verstehen“, sagt Margref, der sich darüber freut, dass Leistungsträger wie Niklas Lümmer, Sergej Stahl oder Florian Machtemes bleiben werden. 16 Spieler aus dem Kader haben schon für die neue Saison zugesagt. „Das ist auch ein Verdienst von Christopher Weusthoff, er macht hier einen richtig guten Job“, lobt Margref den Sportlichen Leiter der Sportfreunde Niederwenigern.

Der Trainer

Jürgen Margref ist bei den Sportfreunden schon eine Institution. Seit 2004 ist er dabei und führte die Mannschaft von der Kreisliga A bis in die Landesliga. Auch seine Söhne sind im Verein. Nic spielt in der A-Jugend, Luca bei den Senioren. Auf die Frage nach den Zukunftsaussichten der Mannschaft antwortet Jürgen Margref so. „In der Vergangenheit haben wir gerne im Vier-Jahres-Rhythmus die Spielklasse gewechselt. Es wäre also wieder an der Zeit.“

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