Fußball Kreisliga A

Dem SuS Niederbonsfeld fehlt die Konstanz

Für die Blau-Weißen war es ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Zum Ende der Saison waren die Akkus der Spieler einfach leer.

Für die Blau-Weißen war es ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Zum Ende der Saison waren die Akkus der Spieler einfach leer.

Foto: Biene Hagel / Biene Hagel/Funke Foto Services

Hattingen.  Die Blau-Weißen verpassen knapp das Saisonziel. Vermeidbare Niederlagen kosten eine bessere Platzierung. Kader wird deutlich verbreitert.

Niederbonsfelds Trainer Stefan Kronen war nach der 0:4-Niederlage beim SuS Haarzopf am letzten Saisonspieltag der Fußball-Kreisliga A richtig bedient.

Durch diese Pleite rutschte der SuS noch von Tabellenplatz fünf herunter, landete auf Rang sechs und verfehlte so das ausgegebene Saisonziel. „Da habe ich mich erst einmal eine Woche lang abgeschottet, das hat an mir genagt“, sagte Kronen.

Schwieriger Auftakt

Der Start in die vergangene Spielzeit misslang bei den Bonsfeldern komplett. Gleich am ersten Spieltag musste der SuS beim Topfavoriten der Liga, SC Werden-Heidhausen, antreten und verlor prompt mit 0:5. „Es klingt zwar wie eine Ausrede, aber wir kamen mit dem großen Platz überhaupt nicht klar“, sagte Kronen. „Der Strafraum in Werden-Heidhausen ist so groß wie eine ganze Spielhälfte bei uns.“

Toller Lauf

Von dem 0:5 ließen die Blau-Weißen aber nicht beeindrucken, sie ließen nach der Auftaktpleite sechs Siege in Serie folgen. Der Trend zeigte nach oben und die Hattinger kletterten auf den zweiten Platz hinauf, nur drei Punkte hinter Spitzenreiter Heidhausen. „Wir waren da wirklich auf einem sehr guten Weg“, resümierte der Coach. Auch das Derby gegen die Sportfreunde Niederwenigern wurde mit 1:0 gewonnen.

Plötzlicher Einbruch

Der Höhepunkt der sensationellen Serie war der 8:2-Erfolg gegen Blau-Weiß Mintard II, doch nach dem diesem Spiel war plötzlich Sand im Getriebe. Der SuS verlor bei den VfL Sportfreunden (1:2), gegen Leithe (1:2), beim FSV Kettwig (0:5) und gegen den SV Burgaltendorf II (3:4). „Dass wir nach so einer Serie mal ein Spiel verlieren, ist ja ganz normal, aber wir kassieren gleich vier, fünf Pleiten am Stück. Das ist unser größtes Problem“, so Kronen. „Und meisten verlieren wir gegen Teams, die wir eigentlich besiegen müssten.“

Siege gegen die Topteams

Dass die Bonsfelder Potential für höhere Aufgaben hätten, zeigten sie immer mal wieder. Gerade gegen die Topteams überraschte der SuS gerne. Das Hinspiel gegen den späteren Vize-Meister SuS Haarzopf gewann Niederbonsfeld mit 2:1, und eine Woche später fügten die Hattinger im Rückspiel dem SC Werden-Heidhausen eine von drei Niederlagen zu.

Personalprobleme

Im Laufe der Rückrunde wurden die Personalprobleme bei den Bonsfeldern immer größer. Neben den Langzeitverletzten Timo Kemper und Martin Weiß gab es viele weitere kurz- und mittelfristige Ausfälle. „Wir hatten zum Ende hin nur noch zwölf Spieler. Es fehlte der Konkurrenzkampf und die Akkus der Spieler waren irgendwann leer“, erklärte Kronen. Der SuS verlor auch deswegen Spiele, die niemals hätten verloren gehen dürfen. „Wir kriegen vier Gegentore gegen Freisenbruch, und verlieren auch gegen den SV Isinger deutlich. Und da gab es noch mehrere Spiele, die wir unnötig verloren haben. Wir hätten insgesamt 15 Punkte mehr auf den Konto haben können, damit wären wir Dritter geworden“, so Kronen

Titel holen die anderen Teams

Für die positiven Schlagzeilen des Vereins sorgten in aller Regelmäßigkeit die andere Teams des SuS in der vergangenen Saison. Die Frauen-Mannschaft spielte in der Landesliga eine gute Saison und wurde zweifacher Kreispokalsieger und die Ü32 des SuS schnappte sich den Verbandspokal. „Ich freue mich für alle Mannschaften des Vereins“, so Kronen. „Für uns sind solche Titelgewinne natürlich deutlich unrealistischer.“

Verjüngung des Kaders

In der kommenden Saison verstärkt der SuS sein Team vor allem mit jungen Spielern. Neun Zugänge haben die Blau-Weißen an Land gezogen. „Wir haben ja keine eigene A-Jugend und da mehrere Stammspieler schon die 30 Jahre überschritten haben, müssen wir auch perspektivisch denken“, so Kronen. „Die Neuen haben bis auf Tim Görtler, der ein Jahr Bezirksliga bei der SSVg. Velbert II hinter sich hat, nicht höherklassig gespielt, aber die Jungs haben das Potential sich zu entwickeln. Und genau das ist die Aufgabe des Trainerteams. Und dann wollen wir mit einem breiteren Kader das Saisonziel Platz fünf endlich erreichen.“

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